Frage geschrieben am 17.08.2010 11:35:38
Streit wegen einem Reparaturauftrag / Kosten
Rechtsgebiet: Kaufrecht | Einsatz: € *** | Status: Geschlossen | Aufrufe: 1234ich habe derzeit wieder Streit mit einem sehr arroganten Kunden.
Ich habe (gewerblich) diesen Artikel verkauft:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=220637628061&ssPageName=ADME:L:EOISSA:DE:1123
Dort steht drin: gebraucht, mit Glasbruch, Unlocked (Frei für alle Netze).
Als Klausel habe ich unten drunter geschrieben, dass der Kunde weiß, dass ein Update der Firmware den Unlock löscht und wir keine Gewährleistung dafür übernehmen.
Gut 2 Wochen nach Kauf tat er aber genau dies (er updatete).
Darauf hin gab er das Gerät wieder bei uns in die Reparatur. Wir kündigtem Ihm telefonisch einen Preis von 30€ Service-Gebühr + 7€ Versandkosten an.
Der Kunde vergaß den Reparaturauftrag, was wir leider zu spät bemerkten (erst nach der eigentlichen Reparatur) und machten Ihn freundlich darauf aufmerksam uns doch das Formular unterschrieben zukommen zu lassen per Mail oder Post.
Der Kunde fiel dabei in Rage, sagte er wolle nicht mehr die Reparatur zahlen, wir müssten es kostenlos machen, er würde keinen Auftrag unterschreiben und er will sofort sein Geld für den Artikel zurück (Das Widerrufsrecht war zu dem Zeitpunkt aber schon ausgelaufen).
Es dauerte ca. 10 EMails und 3 x 15 Minuten Telefonate lang den Kunden zum zahlen der offenen Rechnung zu bewegen, leider immer noch ohne den Auftrag.
Da uns langsam die Geduld ausging und es immer mehr und mehr Zeit erforderte, erhoben wir weitere Gebühren in Höhe von 15€ Service-Pauschale für die hier sonst nicht übliche Zeitnutzung unserer Mitarbeiter.
Darauf hin ging der Kunde komplett in die Luft und sagte wortwörtlich am Telefon: "Er würde sich das Geld nun rechtens oder unrechtens wiederholen". Dann reichte er bei PayPal einen Käuferschutzantrag ein.
Ich habe mehrfach mit PayPal telefoniert. Diese werden dem Kunden recht geben, weil dieser nachweisen kann dass ich das Gerät derzeit wieder bei mir habe. (Widerrufsfristen, Reparaturen etc. interssiert diese sehr seriöse Firma wohl gar nicht). PayPals Aussage: "Sie haben derzeit das Geld und die Ware und das darf nach unseren Nutzungsbedingungen nicht sein. Somit bekommt der Käufer das Geld wieder."
Nun meine Fragen:
1) War es erlaubt von uns diese Service-Gebühr um 15€ zu erhöhen wegen dem Extra Aufwand?
2) War es erlaubt von uns, die Ware bis Zahlung UND Reparaturauftragseingang zu behalten?
3) Ist es dem Kunden erlaubt sich das Geld nun so wieder zu holen und mir die Ware (welche übrigens ohne Originalkarton + Zubehör zurück geliefert wurde, also erneut einen Verlust ~ 50€) hier zu lassen?
4) Stellt das Verhalten des Käufers einen Betrugsversuch da, kann man dies anzeigen?
5) Wie kann ich an das Geld kommen, sollte er dieses von PayPal nun zugesprochen bekommen? Ist hier eine Klage Möglich? Wer würde die Kosten der Klage tragen?
6) Darf ich weitere Gebühren (ich habe nun ca. weitere 5 Stunden Arbeit investiert aufgrund des Betrugsversuches vom Käufer, zudem die Beratungsgebühr hier etc.) dem Käufer auferlegen?
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