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Streit in der Ehe


| 27.12.2012 23:05 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler



Sehr geehrten Damen und Herren,

ich bin seit 13 Jahren verheiratet, habe aus dieser Ehe zwei Kinder im Alter von 12 und 6 Jahren.

Die Betreuung der Kinder ist nahezu ausschließlich mir vorbehalten.

Mein Mann geht in Vollzeit arbeiten und verdient den Hauptlebensunterhalt. Neben der Kinderbetreuung gehe ich in Teilzeit arbeiten..

Die Ehe besteht seit vielen Jahren ausschließlich auf dem Papier. Wir haben seit Jahren getrennte Schlafzimmer.Letztes Jahr zur Weihnachtszeit ist er ohne Nachricht für mehrere Tage verschwunden.Eine Monat vor der Eheschließung hat mein Mann zwei Wohnungen gekauft. Eine vermietete Wohnung in der Stadt sowie die gemeinsame eheliche Wohnung.

Es kommt häufig zu Streitereinen. Mittlerweile ist es so, dass mein Mann mir verbietet mit dem gemeinsamen Auto zu fahren und mir die Autoschlüssel weggenommen hat.

Ich habe Angst, dass mein Mann mich und die gemeinsamen Kinder aus der Wohnung wirft. Er behauptet, dass alles (Auto, Wohnung etc.) ihm gehöre und er damit machen kann was er will.

Nun meine Frage an Sie:

Ist dem so? Kann er nach Lust und Laune über das Auto oder die Wohnung verfügen und mir und den Kindern vorschreiben was wir benutzen dürfen und was nicht? Im Falle des Autos geht es nicht darum, dass er es zum fraglichen Zeitpunkt selber benutzen wollte, sondern rein aus Schikane gehandelt hat.

Kann er die beiden Kinder und mich nach Lust und Laune aus der Wohnung auf die Straße setzen? Oder muss er bei einer Trennung ggf. die andere Wohnung für uns oder für sich zur Eigennutzung bereitstellen?

Vorab vielen Dank für Ihre Hilfe.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:


Ihr Mann kann Sie und die Kinder nicht ohne weiteres auf die Straße setzen. Ich gehe davon aus, dass beide Wohnungen im Alleineigentum Ihres Mannes stehen. Auch wenn dieser Umstand ihn generell berechtigt über die Nutzung zu entscheiden, haben Sie bestimmte Rechte. Sie könnten nach § 1361 b BGB die Zuweisung der Ehewohnung beim Familiengericht beantragen und damit erreichen, dass nach einer Trennung Sie mit den Kindern, zumindest vorübergehend, in der Wohnung verbleiben können. Sowohl das wohl der gemeinsamen Kinder, als auch die Tatsache das Ihr Mann Eigentümer ist, würden dann im Rechtsstreit berücksichtigt und abgewogen. Ob das Gericht Ihnen die Wohnung zur Nutzung zusprechen würde, kann man aber auf die Distanz nicht sicher beurteilen, weil es hier auf alle Umstände des Einzelfalles ankommt. Gerade wegen der Kinder wäre Ihr Mann aber sicher nicht berechtigt, Sie "herauszuwerfen". Eine Regelung nach § 1361 b ist immer vorübergehend und würde nichts an den Eigentumsverhältnissen ändern. Für den Fall der Trennung müssen Sie also auf Dauer sicher mit den Kindern eine eigene Wohnung nehmen.

Ihr Mann wäre dabei auch nicht verpflichtet Ihnen eine Wohnung zu "stellen". Sie haben einen Unterhaltsanspruch für sich und die Kinder und müssten davon eine eigene Wohnung finanzieren.

Ihre Chancen auf Zeit die bisherige Wohnung behalten zu können, wären aber nicht schlecht.
Hierfür spricht auch, dass Ihr Mann vor einem Jahr auch einige Tage weg war und er auch in dieser Zeit eine andere Bleibe gehabt haben muss.

Notfalls könnten Sie eine einstweilige Anordnung beantragen, wenn es schnell eine Entscheidung geben muss.

Auch beim Auto gilt, dass Sie nach § 1361 a BGB verlangen können, dass Auto weiter zu nutzen, solange dies der Billigkeit entspricht. Auch hier müsste man die jeweiligen Interessen gegeneinander abwägen. Falls Sie den Wagen benötigen um die Kinder in die Schule zu fahren und dieses auch im Interesse der Kindern dringend benötigen stünden Ihre Chancen gut. Auch eine solche Regelung ändert nicht die Eigentumsverhältnisse sondern klärt nur, welcher Ehegatte den Haushaltsgegenstand Auto nach Trennung nutzen darf.

Sie müssen sich im Ergebnis von Ihrem Mann nicht "erpressen" lassen. Sie sollten sich aber wegen der Vielzahl von Fragen, die es zu klären gilt, unbedingt anwaltlich beraten und vertreten lassen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 28.12.2012 | 01:06


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