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Strafrecht vs.Zivilrecht


| 24.12.2011 11:11 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
im Herbst dieses Jahres wurde gegen mich ermittelt, da meine E-Mailadresse genutzt wurde um jemand bei seinem Arbeitgeber schlecht zu machen. Bei der Befragung durch die Kripo konnte ich dann die Anschuldigung widerlegen das ich es selbst nicht gewesen bin, sondern das nur meine allgemein bekannte E-Mailadresse genutzt wurde. Das Verfahren wurde darauf hin durch die Staatsanwaltschaft eingestellt. Dies wurde dem Geschädigten mitgeteilt.
Nun habe ich gestern Post von einer Anwältin bekommen, die vom Geschädigten beauftragt wurde mich zivilrechtlich zu verklagen. Ich soll eine Richtigstellung schreiben usw.
Meine Frage ist nun wie ich dagegen vorgehen kann?! Meines Erachtens nach ist der Anwältin die Akte nicht bekannt, denn sonst hätte sie diesen Fall nicht angenommen bzw. die Klage geschrieben. Die Schädigung erfolgte über das Kontaktformular des Arbeitgebers des Geschädigten. Dort ist eine E-Mailadresse anzugeben, aber es wird nicht überprüft ob man selbst Eigentümer dieser Adresse ist.
Reicht ein Schreiben von mir an die Anwältin aus mit dem Hinweis auf die Akte der Staatsanwaltschaft in der sich meine Aussage befindet oder muss ich mir selbst einen Anwalt nehmen um dagegen vorzugehen?

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Ratsuchender,

schönen guten Morgen und vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Ihren Schilderungen konnte ich leider nicht entnehmen, ob Sie nur ein anwaltliches Schreiben oder schon eine Klage zugestellt bekommen haben.

Sofern Sie nur ein anwaltliches Schreiben zugestellt bekommen haben, so können Sie die Sache erst einmal selber in die Hand nehmen. Schreiben Sie der Gegenseite, dass die Anschuldigungen haltlos sind, verweisen Sie auf die Strafakte und fordern Sie die Anwältin auf binnen 14 Tagen rechtsverbindlich zu erklären,dass man keinerlei Ansprüche mehr gegen Sie geltend macht und dass Sie die Sache sonst an Ihren Anwalt abgeben.

Natürlich können Sie sich in dieser Sache auch gleich anwaltlich vertreten lassen.

Sollten Sie jedoch schon eine Klage über ein Gericht zugestellt bekommen haben, so müssen Sie gegenüber dem Gericht binnen 14 Tagen ab Zustellung anzeigen, dass Sie sich gegen die Klage zu Wehr setzen möchten, sog. Verteidigungsanzeige.

Innerhalb von weiteren 14 Tagen müssen Sie dann inhaltlich auf die Klage erwidern.

Dies können Sie prinzipiell auch ohne Anwalt erledigen. Da es jedoch auch prozessuale Verfahrensregeln zu beachten gilt, sollten Sie sich von einem Anwalt vertreten lassen.

Sollte die Klage beim Landgericht gegen Sie eingereicht worden sein ( dies ist vom Streitwert abhängig ), so MÜSSEN Sie sich von einem Anwalt vertreten lassen.

Die Kosten eines Anwalts trägt übrigens die Partei, die den Rechtsstreit verliert.

In Ihrem Fall wird dies sehr wahrscheinlich die Gegenseite sein.

Da Sie hier nicht gehandelt haben und jemand anderer lediglich Ihre Daten benutzt hat, dürfte es der Gegenseite wohl kaum gelingen, zu beweisen, dass Sie für die Anfeindungen des Arbeitsgebers verantwortlich waren.

Sofern Sie in dieser Sache Hilfe brauchen, können Sie sich auch gerne noch einmal an mich wenden.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen und einen ersten Überblick über die rechtliche Lage gegeben.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Mit freundlichen Grüßen aus Achim,

Moritz Kerkmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.12.2011 | 12:17

Sehr geehrter Herr Kerkmann,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Damit ist das Weihnachtsfest halbwegs gerettet.
Es handelte sich um ein Schreiben einer Anwältin und nicht um ein Schreiben von einem Gericht.

Diesem Schreiben lag eine vorgefertige Unterlassungserklärung bei sowie die Rechnung der Anwaltsgebühren usw.

Ich werde die Weihnachtsfeiertage nutzen um entweder selbst dagegen vorzugehen oder mir einen Anwalt zu Rate nehme.

Ich wünsche Ihnen ein Frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.12.2011 | 12:31

Noch eine Ergänzung meinerseits.

Inhaltlich kommt es natürlich auch darauf an, was für eine Art Richtigstellung Sie schreiben sollen.

Ich habe Sie so verstanden, dass man Ihnen weiterhin vorwirft, jemanden bei dessen Arbeitgeber schlecht gemacht zu haben und Sie diese Diffamierung nun im Form eines Schreibens richtig stellen und eine Unterlassungerklärung abgeben sollen, dass Sie die Person nicht mehr schlecht machen.

Wenn dem so ist, sollten Sie sich auch entsprechend dagegen zu Wehr setzen, schließlich haben Sie mit dieser Sache nichts zu tun.

Generell ist es natürlich sinnvoll, sich rechtsanwaltiche Hilfe zu holen, kommt es doch auch immer auf die Feinheiten eines Falls an.

Ihnen noch einen schönen Heiligabend und beste Grüße aus Achim,

Moritz Kerkmann
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 26.12.2011 | 17:14


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FRAGESTELLER 26.12.2011 5/5.0
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