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Strafranzeige: Wie wehre ich mich gegen einen unberechtigten Diebstahlsvorwurf


| 14.11.2014 22:02 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: falsche Verdächtigung nach § 164 StGB


Meine Partnerin und ich waren vom 1.11.2008 bis 31.10.2014 Mieter von1 vermieteten ETW.in einem MFH mit insgesamt 4 vermieteten Wohnungen. Es gibt 3 Eigentümer, 4 Mieter. Unsere Vermieterin verstarb im August 2013. Die Erbin kündigte uns wegen Eigenbedarf.(Schwiegermutter) Es gab mehrfach Ärger mit der neuen Eigentümerin wegen deren ständigen Begehrens auf Wohnungsbesichtigungen. Am 31.10.2014 gegen 16:00 Uhr wurde die leergeräumte Wohnung nebst Keller samt sämtlichen (geforderten) Schlüsseln (im Beisein eines Bausachverständigen) gemeinsam der Vermieterin (Eigentümerin) übergeben.Sämtliche Türen der Wohnung und des Kellers, des Hauseingangs waren in dieser Zeit ständig geöffnet.Auch das Tor der Tiefgarage (mit Zugang zu den Kellerräumen ) war geöffnet, selbst noch bei unserer Abreise.

Die Vermieterin hat nun Strafanzeige gegen uns beide bei der Polizei wegen Diebstahls ihres Eigentums aus "Dach,-Keller- und Waschräumen" gegen uns gestellt.

Sie behauptet, nur uns sei es möglich gewesen, mit angeblich nicht zurückgegebenen Wohnungsschlüsseln in der Zeit vom 31.10. 16:30 Uhr - 1.11.2014, 10:00 Uhr in das Gebäude einzudringen und aus den Gemeinschaftsräumen diverse Gegenstände entwendet zu haben, die angeblich bei der Wohnungsübergabe noch vorhanden gewesen seien.(u.a. ein Umzugskarton mit Bildern)
Dachboden ist nicht vorhanden.Gemeinschaftsräume sind: Fahrradkeller und Waschkeller.
Zeugen gibt es nicht. Handwerker gehen seit Monaten ein und aus.
Im Gebäude ist uns selber vor ca. 6 Monaten aus dem Fahrradkeller unser Fahrrad gestohlen worden.(poliz. gemeldet)

Wir haben nichts gestohlen.
Wie sollen wir uns wehren?

14.11.2014 | 23:13

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung scheint der Tatvorwurf fernliegend zu sein. Zunächst ist daher für Sie zu überlegen, ob Sie selber im Rahmen der Beschuldigtenvernehmung eine Einlassung gegenüber der Polizei abgeben möchten oder -und das ist die sicherere Variante- Sie über einen Rechtsanwalt Akteneinsicht beantragen und hiernach eine Stellungnahme über Ihren Anwalt abgeben. Ziel ist die Einstellung gegen Sie beide nach § 170 Absatz 2 StPO mangels eines hinreichenden Tatverdachts.

Erst nach dem das Verfahren gegen Sie durch die Staatsanwaltschaft eingestellt wird, empfehle ich, etwaige Schritte gegen Ihre ehemalige Vermieterin einzuleiten, wegen einer falschen Verdächtigung nach § 164 StGB. Hiernach macht sich strafbar, wer eine Strafanzeige gegenüber der Polizei in der Gewissheit stellt, dass die Behauptung unwahr ist. Die Tatbestands- verwirklichung erfordert von dem Täter zudem die Absicht, ein behördliches Verfahren herbeizuführen.

Wie Sie sehen, bedarf es in Ihrem Fall der Darlegung, dass Ihre Vermieterin wohlwissend über die gesamten Begleitumstände (ständiges Öffnen der Eingangsbereiche und des Handwerkehrverkehrs) in feinseliger Willensrichtung gehandelt hat. Sollte diese Darstellung nachvollziehbar erfolgen können, bestehen realistische Chancen, dass die Ermittlungsbehörde (Staatsanwaltschaft) das Verfahren gegen Ihre ehemalige Vermieterin nicht ohne weiteres einstellt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Pethö
-Rechtsanwalt-


Rechtsanwalt Benjamin Pethö

Nachfrage vom Fragesteller 15.11.2014 | 22:30

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Es gibt dazu folgende Nachfrage:

- Da der wesentliche Inhalt der beiden Strafanzeigen (jeder einzeln) seitens der Vermieterin vor einigen Tagen uns vorab per E-Mail (wir haben darauf nicht geantwortet) angekündigt worden war,können wir deren Inhalt nun schon denken, ohne förmlich einer pol. Vorladung folgen zu wollen oder später Akteneinsicht bei der STA zu begehren.

- Wie können wir uns angesichts dieser Tatsache jetzt schon möglichst schnell und effektiv wehren?

- Wie weit müssen wir auf die emotional angespannte Vermietungs- Gesamtsituation bei unserer Erwiderung/ eigenen Strafanzeige eingehen?

MfG

Frdl. Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.11.2014 | 22:53

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Nachfrage:

Ich würde an Ihrer Stelle nicht unmittelbar nach erfolgter Strafanzeige durch die Vermieterin eine Gegenanzeige schalten, da der Eindruck einer Revanche bei der StA erweckt werden kann. Ich empfehle Ihnen etwas Geduld walten zu lassen und die Einstellung des Verfahrens abzuwarten. Leider ist es jedem unbenommen eine Strafanzeige zu erstatten. Sie haben insoweit -außer einer Anzeige nach Par. 164 StGB keine weiterreichenden Möglichkeiten einer Reaktion.

Soweit ich Sie verstanden habe wurde das Mietverhältnis zum 31. Oktober beendet. Versuchen Sie die Auskehrung der Mietkautionssumme so schnell wie möglich zu regulieren.

Mit freundlichen Grüßen

Pethö
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 21.11.2014 | 14:59


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