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Strafbefehl/Einspruch


28.11.2014 20:57 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



Vorab, die Hauptverhandlung habe ich unentschuldigt versäumt.
Die Anklageschrift lautet:
Sie werden als heranwachsenser,teils erwachsener angeklagt in der zeit von Januar bis Oktober durch 6 selbststaendige Handlungen, die Befoerderung durch ein Verkehrsmittel in der Absicht erschlichen zu haben, das Entgelt nicht zu entrichten.

Kurz gesagt ich bin Schwarz gefahren.

Gemäß § 406 Abs. 1 Satz 1, §408a StPO wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft deshalb gegen sie eine Gesamtgeldstrafe von 40 Tagessaetzen zu je 10 euro insgesamt 400 euro festgesetzt. Diese wird gebildet aus den Einzelstrafen aus den Fällen 1-6 der oben genannten Anklage mit jeweils 10 Tagessaetzen zu je 10 euro.

Nun meine Fragen

Inwiefern kann ich das Strafmaß mindern? Ich mache eine Ausbildung im Hotel und bin im 3ten Lehrjahr. 40 tage im Gefaengnis waeren warscheinlich das Fruehzeitige ende.

Ich benötige auch eine ungefaehre Beschreibung wie der Einspruch aussehen sollte.

Wie zu Beginn gesagt, habe ich die Hauptverhandlung ohne trifftigen Grund versäumt. Habe ich nochmal die Chance mich persoenlich vor Gericht zu verantworten ?

Ich brauche eine schnelle Beratung da die 2 wochen Frist fuer den Einspruch am Montag den 1.12. verfaellt.

Vielen Dank im Vorraus
Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Ob eine Minderung der Geldstrafe erreicht werden kann, erscheint zumindest zweifelhaft.

Allerdings sind die Staatsanwaltschaften meist recht großzügig, wenn man bittet, die Geldstrafe in Raten zahlen zu dürfen.

Wenn Sie also nachweisen, wie hoch Ihre Ausbildungsvergütung ist und welche Kosten Sie z. B. für eine Wohnung aufbringen müssen, könnte Ihnen nachgelassen werden, die Geldstrafe in monatlichen Raten von 50 Euro, ggf. auch weniger, zahlen zu dürfen.

Ich würde Ihnen diesen Weg empfehlen.


2.

Ein Einspruch gegen den Strafbefehl dürfte kaum Aussicht auf Erfolg haben. Wenn Sie gleichwohl diesen Weg beschreiten wollen, brauchen Sie zu dem Aktenzeichen lediglich zu schreiben, daß Sie gegen den Strafbefehl vom xx.xx.xxxx (Datum), zugestellt am yy.yy.yyyy (Datum) Einspruch einlegen.



Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt
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