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Straf antritt


28.11.2014 20:00 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer


Zusammenfassung: Es geht um Strafvollstreckungsfragen, vorübergehenden Aufschub und etwaige Gnadengesuche.


guten Abend,

Ich bin völlig verzweifelt! Ich habe gerade ein schreiben zum haftantritt innerhalb von 14 Tagen bekommen! Mit einer Zahlung kann ich das leider nicht abwenden, da in diesem Feld nichts eingetragen wurde!
5 Monate Miss ich verbüßen wegen Betrug, die Zahlung wegen dem Vorfall ist aber bezahlt, leider 1 Tag zu spät!

Ich habe eine kleine Tochter von 4 Jahren und bin Alleinerziehend!

Kann ich irgendetwas noch tuen? Vielleicht mit einer Geldzahlung den straf abtritt abwenden?

Mit zerreißt es innerlich gerade alles...

Was kann ich tuen, oder ist es aussichtslos?
Herzliche Grüße

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Angaben zur Sache lassen leider vieles offen, etwa den genauen Tenor (Wortlaut) des Urteils zum Strafmaß, ob einschlägige Vorstrafen vorliegen, vielleicht eine Jugendstrafsache und was Sie damit meinen...

„die Zahlung wegen dem Vorfall ist aber bezahlt, leider 1 Tag zu spät!"


Deshalb zur Rechtslage nur generell das Folgende:

Es können gewichtige Gründe geben, die Haft nicht anzutreten. Z.B. wenn absolut wichtige Termine in der Familie oder bzgl. Ihrer Gesundheit anstehen, die nicht vom Strafzwecks erfasst sind. Dann besteht auf Antrag die Möglichkeit, die Haft gemäß § 456 StPO aufzuschieben. Dies geht längstens bis zu einer Zeit von vier Monaten, sofern innerhalb dieser Zeit der gewichtige Grund hinreichend sicher wieder entfällt. Das könnte sich etwa auf die Versorgung Ihrer kl. Tochter beziehen.

Da – wie oben gesagt – mir Sache mit der Zahlung nicht klar ist, hier nur ergänzend, dass der vorübergehende Aufschub auch bei Geldstrafen möglich ist. Im Einzelnen ist das in den §§ 459 ff. StPO geregelt bis hin etwa zu der Möglichkeit, dass die Vollstreckung der Geldstrafe (aus Resozialisierungsgründen) ganz unterbleibt, wenn in derselben Sache auch Freiheitsstrafe vollstreckt worden ist.

All das ist auf ANTRAG denkbar, der aber VOR Strafantritt bei der zuständigen Vollstreckungsbehörde (Staatsanwaltschaft), dort beim Rechtspfleger zu stellen ist, § 451 StPO.

Als letztes Mittel bliebe schließlich nur noch ein Gnadengesuch.





Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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