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05.06.2017 17:17 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Nach einer Steuerprüfung wurde durch den Prüfer festgelegt das 12 Prozent unserer privat genutzten Immobilie zum Betrieb gehören (das Büro). Nun haben wir diese Immobilie 2016 für 240000€ verkauft. Einfache EÜR. Was muss jetzt Steuerlich und Buchhalterisch beachtet werden?
05.06.2017 | 18:06

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich entnehme der Frage, dass der Betriebsprüfer noch keinen Bericht erstellt und keinen Bescheid erlassen hat. Hierbei werden die Anschaffungskosten und die Abschreibungen vom Finanzamt selber ermittelt werden. Dies wird Auswirkungen für zurückliegende Veranlagungszeiträume haben.
Auf der Basis dieser Daten müssten Sie sodann die Ergebnisse der Folgejahre überarbeiten, Ihnen wird also ggf. jährlich ein zusätzlicher Betriebsausgabenabzug bzgl. der AfA gewährt werden. Sie haben die Immobilie anteilig im Anlagevermögen zu erfassen.

Für das Jahr der Veräußerung gilt insbesondere, dass nun zusätzliche Einnahmen zu erklären sein werden:
Dabei wird der Veräußerungspreis ermittelt, der auf die Immobilie (im Unterschied zum Grund und Boden) entfällt, von diesem Betrag werden sodann 12% des Betrages dem betrieblichen Ergebnis hinzugerechnet. Sie haben also einen erhöhten Gewinn für das Jahr 2016, den Sie in der Steuererklärung für 2016 zu berücksichtigen haben.

Die Details werden sich aus dem BP-Bericht des Finanzamtes ergeben, ohne dessen Kenntnis kann ich Ihnen leider im Detail keine weitergehenden Erklärungen liefern.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Alexander Busch

Nachfrage vom Fragesteller 05.06.2017 | 18:39

Vielen Dank, der Bericht wurde schon erstellt:

In den Kalenderjahren 2011 und 2012 erfolgte eine grundhafte Sanierung
des Gebäudes. Sämtliche Kosten wurden als Betriebsausgaben gebucht,
die Vorsteuer entsprechend abgezogen.
Der Anteil der betrieblichen Nutzung des Grundstücks liegt jedoch bei
lediglich 12 v.H. (22,62 qm Büro, 192,2 qm gesamte Nutzfläche).
Für die Sanierung des Gebäudes sind folgende Kosten angefallen:
2011: 35.430,00 Euro zzgl. USt
2012: 15.792,00 Euro zzgl. USt
Gern. § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG gehören diese Kosten zu den
Herstellungskosten (HK) des Gebäudes und sind über die Nutzungsdauer
mit 2,5 v.H. abzuschreiben.
Vom Kaufpreis des Grundstücks und den angefallenen Nebenkosten
entfallen 4.833,00 Euro auf das Gebäude und 594,00 Euro auf den Grund
und Boden.
Es ergibt sich folgende Ermittlung der AfA-Bemessungsgrundlage:
AK/ANK 4.833,00 Euro
HK 2011 35.430,00Euro
HK 2012 15.792.00Euro
56.055.00 Euro
6.726.60 Euro —> betrieblicher Anteil
Als Termin der Fertigstellung wird der 1. November 2011 zugrunde gelegt,
das Gebäude ist ab diesem Termin abzuschreiben.

Für den Prüfungszeitraum ergibt sich folgende Abschreibung (AfA) für den
betrieblich genutzten Gebäudeteil:
AK 580,00 Euro
HK 2011 4.252.00 Euro
4.832,00 Euro
AfA 2011 101.00 Euro ('4.832.00 Euro x 2.5% x 2/121
4.832,00 Euro
HK 2012 1.895.00 Euro
6.727,00 Euro
AfA 2012 168,00 Euro f6.727.00 Euro x 2.5%)
Die AfA-Beträge sind noch als Betriebsausgaben abziehbar

Wo wird der Gewinn eingetragen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.06.2017 | 19:31

Die AfA-Beträge sind zumindest für den Prüfungszeitraum voll abziehbar, ob die Steuerbescheide zuvor noch änderbar sind, wäre zu prüfen.
Der Erlös aus der Veräußerung ist in die Zeile 18 bzw. das Feld 102 des amtlichen EÜR-Vordrucks einzutragen.

ANTWORT VON

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