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Steuerrecht Zahlung von Gewerbesteuer


27.11.2014 18:28 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von



Hallo,
ich hatte bis 31.12.2006 eine Firma als Ltd. Welche ich in Deutschland ordentlich abgemeldet habe. In England wurde diese von Amts wegen, habe versäumt die Unterlagen in England einzureichen, geschlöscht.. Ich habe die Steuererklärung bei einem deuschen Steuerberater dann 2007 erstellen lassen und Finanzamt auch bezahlt.

Am 03.07.2012 erhielt ich eine Mitteilung, gleich eine Mahnung, der Gemeinde Hohnlinden, dass ich noch Gewerbesteuer zu zahlen hätte, inkl. der Mahngebühren.
Aus dem Schreben ging hervor, das die Gwerbesteuer zum 21.05.2008 erhoben worden ist.
Ich aber erst zum 03.07.2012 inkenntnisgesetzt worden bin.
Umgehend stetzte tich mich mit der Gemeinde Hohenlinden in Verbindung und vertat den Standpunkt das es sich bei der Ltd. rechtlich wie bei einer GmbH verhält. Das ich nur im Rahmen der Geschäftsführer- oder gesellschafterhaftung herangezogen werden kann.

Die Abmeldung der Ltd. bei der Gemeinede war ab dem 31.12.2007 beknnt und das ich die Firma aufgegeben habe und dann verzogen bin, 01.01.2008 nach Töging am Inn und dann am 15.07.2010 nach Biedesheim in der Pfalz. bis dahin habe ich keinerlei Post von der Gemeinde Hohenlinden wegen Zahlung der Gewerbesteuer erhalten.

Nach langem hin und her, einigen telefonaten mit Frau Ascher der Gemeinde Hohenlinden, dem zuständigen Finanzamt Erding, habe ich die Gemeinde davon in Kenntnis gesetzt, Das die Ltd. über kein Vermögen mehr verfügt und ich als Geschäftsführer lediglich im Rahmen der Gesellschafterhaftung herangezogen werden kann. Was für mein Verständis heißt, in höher der Einlage von 100 englische Pfund (ca. 140,- Euo). Welche aber die Ltd. zum Begleichen offener Rechungen verwedet hat.

Wie sieht das nun aus? Muss ich hier zahlen? und was ist mit den Säumniszuschlägen.
Wäre ein Vergleich möglich?



28.11.2014 | 07:59

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zu einer vollumfänglichen Beantwortung Ihrer Frage fehlen mir leider eine umfängliche Kenntnis des Sachverhalts.

Grundsätzlich kann aber eine Geschäftsführerhaftung für die Steuerschulden bestehen. Dies ist dann der Fall, wenn der Geschäftsführer vorsätzlich oder grob Fahrlässig Pflichten im Hinblick auf die Steuerschuld verletzt hat.
Grob fahrlässig handelt, wer die im (Geschäfts-)Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt bzw. außer Acht lässt oder wer naheliegende Überlegungen nicht anstellt.
Die grobe Fahrlässigkeit muss nicht erst nach entstehen der Steuerschuld vorliegen, sondern kann auch vorher aufgetetreten sein. Bspw. dann, wenn man sich überhaupt nicht um die Frage der Besteuerung gekümmert hat. Man darf sich auch nicht grob fahrlässig außerstande setzen, in Zukunft fällige Steuern zu begleichen.

Genau diesen Punkt kann ich anhand des Sachverhalts aber nicht wirklich einschätzen. Es müsste hier wohl recherchiert werden.

Die Geschäftsführerhaftung geht aber in jedem Fall über das Stammkapital hinaus. Sie sind bei grober Fahrlässigkeit also nicht nur verpflichtet, das ausgegebene Stammkapital auszugleichen. Ich empfehle daher dringend, Ihren Fall detailliert prüfen zu lassen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Stephan Rübben

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