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Steuern für Alleinerbe eines Hauses mit Nachlasspflichten


| 02.10.2017 10:00 |
Preis: 80,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe in einem notariellen Testament meinen Ex-Schwager als Alleinerbe für mein Häuschen mit Grundstück eingesetzt (Wert ca. 90.000) mit der Anordnung es zu verkaufen und aus dem Erlös einen Nachlass von 82.000 an Verwandte zu verteilen (keiner bekommt über 20.000) und meine Beerdigung, von ca. 5.000 zu regeln.
Mit wieviel Steuern muss der Alleinerbe für das Haus rechnen? Muss er in diesem Fall überhaupt Steuern zahlen? Wenn mein Mann nicht auf sein Pflichteil verzichtet, reduziert sich das Erbe um ca. 50 %. Mein Notar hat ihm eine Pflichteilverzichts-Urkunde geschickt, deren Unterschrift und Beglaubigung noch aussteht. Natürlich sind auch Patientenverfügung und Vorsorgevollmachten notariell geregelt.
Das Geld ist bereits überwiesen.
Mit freundlichen Grüßen
02.10.2017 | 11:11

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Gem. § 10 ErbStG gilt als steuerpflichtiger Erwerb die Bereicherung des Erwerbers, soweit dieser Erwerb nicht steuerfrei ist. Für die Frage einer Besteuerung nach dem Erbschaftsteuergesetz (ErbStG) ist es daher maßgeblich, was letztlich beim Alleinerbe an Vermögen verbleibt.

Von dem angefallenen Vermögenswert (hier Immobilie mit ca. € 90.000), sind die vom Erblasser angeordneten Vermächtnisse ("Geldgeschenke") gem. § 10 Abs. 5 Nr. 2 ErbStG sowie die Kosten für dessen Beerdigung nach § 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG abzuziehen.

Nach Ihren Wertangaben wären daher von den Aktivwert in Höhe von € 90.000,00 die Vermächtnisse in Höhe von € 82.000,00 und die Kosten der Beerdigung in Höhe von € 5.000,00 in Abzug zu bringen. Es verbliebe ein Aktivwert in Höhe von € 3.000,00.

Bei diesem ist noch der in § 16 Nr. 7 ErbStG normierte Freibetrag in Höhe von € 20.000,00 zu berücksichtigen, so dass nicht von dem Anfall von Erbschaftsteuer bei Ihrem Ex-Schwager auszugehen ist (unabhängig von einem möglichen Pflichtteilsverzicht durch Ihren Mann).

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und würde mich über die Abgabe einer 5-Sterne-Bewertung freuen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-


Bewertung des Fragestellers 04.10.2017 | 10:33


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