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Steuerliche Veranlagung


26.02.2010 10:53 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marlies Zerban




Ausgangssituation
1. Mann arbeitet in der CH und ist dort unbeschränkt steuerpflichtig. Wohnsitz sowohl in D als CH
2. Ehefrau hat Wohnsitz in D und fängt wieder an zu arbeiten.
3. Welche Lohnsteuerklassen sind für Ehefrau möglich ? Gemäss EstG eigentlich nur Kl. 1 da Ehemann im Ausland ? (im konkreten Fall wäre dies auch die günstigere Variante)
4. Müsste dazu Wohnsitz des Ehemannes in D abgemeldet werden ? Gilt man dabei automatisch als dauerhaft getrennt lebend ?

Vielen Dank für Ihre Antwort
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 80 weitere Antworten zum Thema:
26.02.2010 | 12:35

Antwort

von

Rechtsanwältin Marlies Zerban
170 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Fragen im Rahmen einer Erstberatung und den Vorgaben dieser Plattform.

Ich weise Sie rein vorsorglich darauf hin, dass diese Beratung nur eine erste steuerrechtliche Einschätzung der Sachlage an Hand dieser hier erteilten Angaben sein kann und die persönliche Beratung nicht ersetzen kann. Eine verbindliche Rechtsauskunft kann nur im Rahmen einer Beauftragung erfolgen.

Bei der grenzüberschreitenden Besteuerung in Ihrem Fall sind Sie auch in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig, wenn Sie hier einen Wohnsitz haben.

Wenn Ihre Ehefrau hier lebt, gehe ich davon aus, dass der Lebensmittelpunkt Deutschland ist. Es ist nicht entscheidend, ob Sie hier gemeldet sind, für die Besteuerung ist es bereits ausreichend, wenn Sie hier Ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Da Sie die Tätigkeit in der Schweiz ausüben, wird die Besteuerung diesem Staat nach den Regeln des Doppelbesteuerungsabkommens zugewiesen.

Ihre Einkünfte werden dann in Deutschland nur im Rahmen des sogenannten Progressionsvorbehalts § 32 b EStG beim Steuertarif berücksichtigt.

Grundsätzlich können Sie zwei Einzelveranlagungenn vornehmen, aber auch prüfen, ob eine Zusammenveranlagung günstiger ist.

Die Zusammenveranlagung ist die Zusammenfassung der beiden Einzelveranlagung der Ehegatten unter Gewährung des Splittingtarifs.

Bei einer jeweiligen Einzelveranlagung wird bei Ihnen keine Steuer anfallen.

Ihre Ehefrau kann grundsätzlich Steuerklasse III in Anspruch nehmen, Ihre Lohnsteuerkarte Klasse V spielt im laufenden Jahr ohne Tätigkeit in Deutschland hier keine Rolle.

Bei der Jahressteuererklärung können Sie dann den Splittingtarif in Anspruch nehmen.

Sie können dabei vor Abgabe der Steuererklärung an das Finanzamt entscheiden, ob jeweils eine Einzelveranlagung durchgeführt wird oder eine Zusammenveranlagung .Auch bei einer Zusammenveranlagung werden für Sie im Rahmen dieser ausländischen Einkünfte Werbungskosten abgezogen, die nach deutschem Einkommensteuerrecht zu ermitteln sind. Es wird also nicht der Betrag bei dem Progressionsbetrag angesetzt, der sich aus dem schweizerischen Einkommensteuerbescheid ergibt.

Sie müssen also keine Abmeldung in Deutschland vornehmen, da die Zusammenveranlagung nicht zwingend ist und durch die Abmeldung allein die Steuerpflicht in Deutschland nicht beendet wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und stehe für eine Nachfrage oder auch eine weitergehende Beratung gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin



ANTWORT VON
Rechtsanwältin Marlies Zerban
Ingelheim

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