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Stempel fälschen


05.03.2009 09:47 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dennis Meivogel




Hallo,

ich habe ein große Dummheit begangen. Ich muss für mein Studium (Lehramt) noch ein Praktikum machen und habe mir im Internet den Stempel einer Schule bestellt.
Heute morgen hat die Schulleiterin bei mir angerufen und gesagt, dass sie einen Anruf von der Stempelfirma bekommen hätte, dass jemand versucht hat unberechtigerweise einen Schulstempel zu kaufen und dass sie den Auftrag storniert hat. Ich habe erstmal aus Angst gesagt, dass ich das nicht war und dass jemand mein Onlinebanking benutzt hat. Jetzt hat die Schulleitung alles zur Polizei übergeben und jetzt stehe ich hier und weiß nicht was ich machen soll.
Soll ich wenn die Polizeit sich meldet, meine Schuld eingestehen, oder lieber dabei bleiben, dass ich nichts damit zu tun habe? Noch habe ich ja mit dem Stempel nichts gemacht.
Kann das Auswirkungen auf mein Berufsleben haben? Könnte ich, wenn ich der Schulleitung sage, dass ich das war, nicht mehr ins Referendariat kommen und so keine Lehrerkarriere ausführen?
Was kann ich möglicherweise für ein Strafmaß erwarten, falls ich meine Schuld eingestehe bzw. nicht eingestehe?

Vielen Dank für eine schnelle Antwort.
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 3 weitere Antworten zum Thema:
05.03.2009 | 11:46

Antwort

von

Rechtsanwalt Dennis Meivogel
363 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

noch ist es nicht zu einer Straftat gekommen. Der von Ihnen unternommene Versuch einen Stempel der Schule zu bestellen ist eine bloße Vorbereitungshandlung. Die Schwelle zum strafbaren Versuchsstadium ist vorliegend noch nicht überschritten. Weder haben Sie in Ihrer Vorstellung unmittelbar zu einer Tatbestandsverwirklichung (Urkundenfälschung) angesetzt, noch ist irgendein Tatbestandsmerkmal einer Straftat verwirklicht worden.

Die Vorbereitungshandlung bei Urkundenfälschung ist grundsätzlich straffrei.

Sie sollten auf jeden Fall bei der Wahrheit bleiben und die Beweggründe für die Bestellung offenlegen. Zugleich schreiben Sie ja selber, dass es sich um eine Dummheit gehandelt hat, Sie die Bestellung bedauern. Hierauf sollten Sie hinweisen.

Ihre Handlung kann allerdings disziplinarrechtliche Konsequenzen haben. Dies hängt aber von den genauen Umständen des Einzelfalles ab.


Nachfrage vom Fragesteller 05.03.2009 | 12:07

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Was genau sind disziplinarrechtliche Konsequenzen? Was kann mich da erwarten? Ich habe ja mit der Schule eigentlich nichts zu tun, da ich noch im Studium bin.

Könnte der Vorfall Auswirkungen auf meine Einstellung ins Referendariat nächstes Jahr haben? Oder auf meine spätere Anstellung als Lehrkörper?

Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.03.2009 | 20:38

Sehr geehrter Fragesteller,

da Sie noch im Studium sind (das hatte ich überlesen) kommen disziplinarrechtliche nicht in Betracht. Dies gilt nur für im Referendariat befindliche Personen.

Es ist davon auszugehen, dass Ihre "Dummheit" keine weiteren rechtlichen Konsequenzen nach sich zieht.

Strafrechtlich ist Ihr Verhalten nicht relevant. Mangels irgendwelcher Verbindungen (Referendariat) kommen berufsrechtliche Disziplinarregelungen nicht in Betracht.

ANTWORT VON
Rechtsanwalt Dennis Meivogel
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