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Steinschlag - Beweislast, Schadensersatzanspruch?


24.09.2017 12:56 |
Preis: 48,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frage bezieht sich auf einen Schadensfall durch einen Steinschlag.
Ende Juni fuhr ich auf einer zweispurigen Kraftfahrzeugstraße an einem Schüttgut-Transport-LKW vorbei. Während des Überholvorgangs ist ein Stein von der Ladefläche dieses LKWs auf meine Windschutzscheibe geflogen, welcher sodann einen Steinschlag verursachte. Glücklicherweise hatte ich eine Beifahrerin, die ebenso diesen beschriebenen Schadensvorgang bezeugen kann. Zusätzlich konnten wir durch Fotos direkt den Schaden und den LKW dokumentieren. Diese Fotos des LKWs zeigen deutlich, dass die Plane, die normalerweise über dem Hänger des LKWs gespannt sein sollte (wie man auch auf den Bildern der Homepage des Unternehmens ersehen kann), gerade zu diesem Zeitpunkt NICHT ordnungsgemäß befestigt war.
Ich habe den Schadensfall bereits dem Schüttgut-Unternehmen gemeldet und um Kostenübernahme gebeten. Dieses leitete den Vorgang direkt an ihre Versicherung weiter.
Ich habe der Versicherung den Unfallvorgang ausführlich beschrieben und alle oben genannten Nachweise (Bilder, Anschrift der Zeugin) beigelegt. Die Versicherung antwortete daraufhin, dass der Tatsachenbeweis, wonach ein Stein von der Ladefläche des bei Ihnen versicherten LKWs heruntergefallen ist, nicht erbracht sei. Ich als Geschädigter müsste beweisen, dass sich ein Stein von der Ladefläche gelöst und einen Schaden verursacht hat. Weiterhin sei der Vorfall für ihren Versicherten unabwendbar gewesen. Ich denke mit diesem Satz wird auf das Urteil des LG Heidelberg vom 21.10.2011 – Az. 5 S oder 5 30/11 Bezug genommen. Doch ich finde, dass allein die Aussage, der Vorfall sei unabwendbar gewesen nicht der im Urteil geforderter Nachweis darstellt. Meiner Meinung nach war der Vorfall gerade abwendbar, und zwar wenn die Plane ordnungsgemäß befestigt gewesen wäre.
Auf dieses Schreiben habe ich wiederrum geantwortet, dass ich als Beschädigter alle in Betracht kommenden und möglichen Beweise bereits vorgelegt habe. Meiner Meinung nach ist es in meinem Fall eindeutig, da ich Beweisfotos sowie eine Zeugenaussage habe. Im Zeitpunkt des Steinschlags war ich auch bereits auf der linken Spur neben dem LKW und bin nicht mehr hinter ihm gefahren, sodass ausgeschlossen werden kann, dass ein Stein von der Fahrbahn hätte aufgewirbelt und die Scheibe treffen können. Ich weiß nicht, wie ich als Geschädigter diesen Vorgang noch besser beweisen könnte.
Daraufhin antwortete die Versicherung erneut, dass sie immer noch davon ausgehen, dass ein Stein von der Fahrbahn aufgewirbelt worden sei. Weiterhin schreiben sie, dass der aufgeladene Splitt, welcher eine Körnung von 2 – 5 mm aufweist, einen solchen Steinschlag nicht hätte verursachen können.
Meiner Meinung nach habe ich die maximal mögliche Beweislast, die ein Geschädigter in einem solchen Fall überhaupt vorlegen kann, erbracht.
Meine Frage lautet nun: Habe ich einen Anspruch auf Ersatz der Kosten für eine neue Windschutzscheibe? Hätte ich durch Einleitung rechtlicher Schritte reale Chancen den Vorfall vor Gericht zu gewinnen?
24.09.2017 | 13:19

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Zunächst einmal entspricht es der üblichen Praxis, dass der artige Schadenfälle grundsätzlich von der Versicherung abgelehnt werden. Diese baue darauf, dass keine Klage eingereicht wird. In ihrem Fall besteht bei der gerichtlichen Durchsetzung allerdings auch ein gewisses Prozessrisiko. Dieses besteht darin, dass ein Sachverständigengutachten einzuholen wäre. Hier würde dann die Frage untersucht werden, ob ein derartiger Steinschlag schadensursächlich gewesen sein kann. Diese Kosten betragen circa anderthalb bis 2000 € und sind von Ihnen als Kläger zunächst zu verauslagen. Der bloße Zeugenbeweis reicht hierfür nicht aus.

Falls Sie keine Rechtschutzversicherung umsetzen sollten, sollten Sie der Versicherung anbieten, auf beispielsweise 50 % zu verzichten und sich hälftig zu „treffen". Falls eine Rechtschutzversicherung bestehen sollte, würde ich Ihnen empfehlen, Klage einzureichen. Sie könnten natürlich auch ohne Rechtschutzversicherung Klage einreichen, allerdings besteht das vorgenannte Kostenrisiko.


Ergänzung vom Anwalt 24.09.2017 | 13:20

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
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