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Steht mir als Aushilfe auch Arbeitslosengeld zu?


07.12.2008 12:55 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Vogt



Guten Tag!
Ich bin jetzt bei der Firma das 4te Jahr als Aushilfe beschäftigt,da ich/wir so eine sehr nette Filialleitung haben die nach und nach Beschäftigte raus mobbt sieht es so aus das ich als nächstes dran bin.Leider will es unserem Chef nicht in den Kopf das sich Alle Anderén untereinander verstehen und eigentlich immer die falschen Leute gehen.Nun sieht es bei mir etwas anders aus,da ich mir nicht Alles gefallen lasse und ein direkter Mensch bin,wird es wohl darauf auslaufen das ich bei dem Gespräch was ich am Dioenstag mit dem Chef habe gekündigt bekomme.Habe deshalb die Vermutung,da ich schon den ganzen Dezember nicht mehr auf dem Schichtplan stehe (was ich durch eine andere Kollegin heute erfahren habe)mir aber weder noch die "nette Kollegin"noch der Chef Bescheid gegeben haben.Nun meine Fragen
Wie lange ist meine Kündigungsfrist?
Habe ich irgendwelche Ansprüche?
Worauf sollte ich achten wenn der Chef mir kündigt?
Steht mir als Aushilfe auch Arbeitslosengeld zu?
Vielen Dank für Ihre Mühe

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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage darf ich auf der Basis des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

1.

Grundsätzlich handelt es sich bei Beschäftigungen auf Aushilfsbasis um reguläre Arbeitsverhältnisse auf die dementsprechend die normalen gesetzlichen Regelungen Anwendung finden.

Dementsprechend gilt in Ihrem Fall bezüglich der durch Ihren Arbeitgeber einzuhaltenden Kündigungsfrist § 622 Abs. 2 BGB.

Da Ihr Arbeitsverhältnis mehr als zwei Jahre Bestand hat, wäre eine Kündigung durch den Arbeitgeber somit entsprechend dieser Regelung, sofern sie noch diesen Monat ausgesprochen wird, zum 31.01.2009 möglich.

Bitte beachten Sie jedoch, das dies nur dann gilt, wenn Sie

- das 25. Lebensjahr bereits vollendet haben und auf Ihr Arbeitsverhältnis kein Tarifvertrag Anwendung findet.

Dies kann ich Ihrer Sachverhaltsschilderung leider nicht entnehmen.

2.

Da es sich nach derzeitiger Sachlage um ein normales Arbeitsverhältnis handelt, welches auch länger als 6 Monate bestanden hat, könnte im Falle einer Kündigung das Kündigungsschutzgesetz greifen.

Dies würde allerdings voraussetzen, dass in dem Betrieb, in dem Sie tätig sind, mehr als 10 Arbeitnehmer beschäftigt sind, was ich aufgrund der vorliegenden Informationen nicht beurteilen kann.

Findet das Kündigungsschutzgesetz Anwendung können Sie innerhalb einer Ausschlussfrist von 3 Wochen Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht erheben. Zur Fristwahrung ist hierbei der Eingang der Klageschrift beim Arbeitsgericht erforderlich.

Darüber hinaus haben Sie im Falle einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf Urlaubsabgeltung sowie Anspruch auf ein Zeugnis.

3.

Sofern Ihnen durch Ihren Chef gekündigt wird, haben Sie an sich nur die oben bereits erwähnte Klagefrist zu beachten. Auch die Quittierung des Empfangs der Kündigungserklärung stellt kein Einverständnis mit derselben dar.

4.

Anspruch auf Arbeitslosengeld hätten Sie aufgrund dieses Arbeitsverhältnisses grundsätzlich dann, wenn es sozialversicherungspflichtig gewesen wäre.

Dies würde zunächst voraussetzen, dass sie monatlich mehr als EUR 400,00 verdient haben.

Darüber hinaus dürfte es sich um kein Beschäftigungsverhältnis neben einem Studium gehandelt haben.

Ferner müssten Sie unter anderem arbeitssuchend sein, was ich anhand der vorliegenden Informationen nicht beurteilen kann.

Als erster Anhaltspunkt hierzu kann Ihnen ein Blick in Ihre Lohnabrechnung weiterhelfen. Sofern hier Beiträge zur Arbeitslosenversicherung abgeführt wurden, haben Sie zumindest dem Grunde nach Anspruch auf Arbeitslosengeld I.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmes Restwochenende und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Michael Vogt
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 10.12.2008 | 14:18

Vielen Dank für Ihre Antwort hätte da aber noch fragen offen.Wenn mein Chef mich nun diesen Monat noch kündigt,habe ich ja eine Kündigungsfrist bis zum 31.01.2009 darf er dann jetzt schon eine neue Aushilfe einstellen und stehen mir noch irgendwelche Gelder von meinem Chef zu? Muss dazu sagen das wir weder Urlaubs und Weihnachtsgeld außerdem auch keine Lohnfortzahlung bei Krankheit bekommen haben.
Vielen Dank für Ihre Mühe

Nachfrage vom Fragesteller 10.12.2008 | 14:22

Vielen Dank für Ihre Antwort hätte da aber noch fragen offen.Wenn mein Chef mich nun diesen Monat noch kündigt,habe ich ja eine Kündigungsfrist bis zum 31.01.2009 darf er dann jetzt schon eine neue Aushilfe einstellen und stehen mir noch irgendwelche Gelder von meinem Chef zu? Muss dazu sagen das wir weder Urlaubs und Weihnachtsgeld außerdem auch keine Lohnfortzahlung bei Krankheit bekommen haben.
Vielen Dank für Ihre Mühe

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.12.2008 | 18:35

Diese weitere Frage lässt sich nur nach Einblick in Ihren Arbeitsvertrag klären. Ich habe Ihnen hierzu und bezüglich weiterer Informationen, die ich benötige, eine normale EMail gesendet.

Ergänzung vom Anwalt 07.12.2008 | 14:29

Ich darf Ziffer 3 meiner Antwort noch dahingehend ergänzen, dass Sie zur Vermeidung eventueller Nachteile beim Arbeitslosengeldbezug verpflichtet sind, sich unverzüglich nach Erhalt der Kündigung bei der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit arbeitssuchend zu melden.

Da hier momentan nicht zu beurteilen ist, ob Sie überhaupt Anspruch auf ALG I haben, wurde diese Teilfrage ausschließlich aus arbeitsrechtlicher Sicht beantwortet.
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