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Status Alleinerbin in Österrecih


| 06.11.2014 18:54 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Zusammenfassung: Ihre Frage betrifft das internationale Privatrecht (Erbrecht, Familienrecht).Es stellt sich die Frage ob Ihre Tochter (T) bzw. Enkeltochter nach einen Österreicher (Ö) "erbt".


meine Tochter war mit einem österr. Staatsbürger verheiratet.
die Ehe wurde geschieden, aus der Ehe ging eine Tochter hervor, für die mein Ex-Schwiegersohn bis zu seinem Tod vor ein paar Tagen Unterhalt zahlte.
Mein Ex-Schwiegersohn hat nicht wieder geheiratet und meine Enkeltochter ist das einzige leibliche Kind.
Meine Tochter ist wiederverheiratet.
Mein Ex-Schwiegersohn ist am Wochenende in seinem letzten Wohnort, in Garmisch, verstorben.
Nach Kenntnis meiner Tochter hinterlässt er Barvermögen in Deutschland und Österreich und Immobilienbesitz in Österreich.
Er hat zwei Brüder in Österreich, einer davon hat vor zwei Tagen die Wohnung des Verstorbenen leergeräumt und den PKW des Verstorbenen nach Österreich geschafft.
Angeblich ist kein Testament vorhanden.
Wie kann meine Tochter die Interessen ihrer Tochter geltend machen?
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich im hiesigen Format (www.frag-einen-anwalt.de) wie folgt beantworten:

Ihre Frage betrifft das internationale Privatrecht (Erbrecht, Familienrecht).Es stellt sich die Frage ob Ihre Tochter (T) bzw. Enkeltochter nach einen Österreicher (Ö) "erbt".


Es gehtt um Barvermögen in Deutschland und Österreich und Immobilienbesitz in Österreich. Ein Testament soll nicht vorhanden sein. Ö war geschiesen, hatte wohl keine weiteren Kinder, aber zwei Brüder (B).

Der Fall weist ins Internationale Privatrecht (IPR), das regelt welche Rechtsordnung anwendbar ist. Aus deutscher Perspektive finden sich Regelungen hierzu u.a. in Art. 25 ff EGBGB. ... " Die Rechtsnachfolge von Todes wegen unterliegt dem Recht des Staates, dem der Erblasser im Zeitpunkt seines Todes angehörte." Auf den ersten Blick hier sollte wegen der Staatsangehörigkeit (Österreich) und des Immobilienbesitzes (Österreich) mangels anderer sog. Anknüpfungspunkte österreichisches Erbrecht in den Blick zu nehmen sein. Hierfür spricht auch die Regelung in Art. 28 IPRG-Österreich.

Die österreichischen Behörden sind für sämtliche Vermögenswerte Ös zuständig, die sich in Österreich befinden. Das erbrechtliche Verfahren(Verlassenschaftsverfahren), wird nach Bekanntwerden des Todesfalls automatisch durch das Bezirksgericht eröffnet, in dessen Sprengel der Erblasser seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Es wird von einem Notar in seiner Eigenschaft als Gerichtskommissär abgewickelt und endet mit einem Gerichtsbeschluss.

Wenn Ö in Deutschland verstorben ist könnte man sich ggf. auch an das zuständige deutsche Nachlassgericht wenden, um herauszubekommen welches Verfahrensrecht gilt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Gerne weise ich Sie darauf hin, dass Sie die kostenlose Nachfragefunktion nutzen können.

Mit freundlichen Grüßen


Peter Lautenschläger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.11.2014 | 21:19

kann man dagegen vorgehen, dass der Bruder des Verstorbenen die Wohnung leergeräumt hat und den PKW des Erblassers nach Österreich geschafft hat.
Anzeige der der örtlichen Polizei?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.11.2014 | 11:59

Sehr geehrte(r Fragensteller(in),


Sie stellen keine Nachfrage, sondern eine neue Frage, die darauf abzielt wie ggf. gegen eine "Unterschlagung" bzw. die Anmassung eines sog. Erbschaftsbesitzes (ohne Erbschein), bzw. Handlungen eines Erbschaftsbesitzers vorzugehen wäre.

Hier stellt sich - unter einem etwas anderem Blickwinkel eben auch die Frage wer die Rechtsnachfolge von Ö antreten darf d.h. wer über den Nachlass RECHTMÄSSIG verfügen kann.

Auch hier sollten Sie ggf. klären wer das zuständige Gericht ermitteln um dort zu klären wie etwaige Erbansprüche geltend zu machen wären.

Bewertung des Fragestellers 06.11.2014 | 22:04


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