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Spiel Hayday bei Google


03.11.2014 20:01 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa



Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,
vor einiger Zeit hat mich mein Enkel (9 Jahre) gefragt, ob er ein Spiel (Hayday) spielen dürfe. Das Spiel sollte 4.99 EUR kosten. Ich habe das erlaubt und meine Kreditkartenangaben eingegeben.
Offensichtlich hat er gespielt und gespielt und auf einmal wollte der MercedesCard Service von mir mehr als 2700.--EUR haben.
Was kann ich dagegen unternehmen, wenn ich überhaupt etwas machen kann? Soll ich mich verklagen lassen? Evtl. ohne Aussicht auf Erfolg?
Muss nicht bei so hohen Beträgen ab einer bestimmten Summe darauf hingewiesen werden?
Alle Personen die ich bisher gefragt habe sind der Meinung, dass ich dagegen keine Handhabe habe. Ich bin stinksauer.

Mit freundlichen Grüßen
L. N.
Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst vielen Dank für Ihre Frage.

Ich gehe davon aus, dass Sie sich beim Online-Spiel angemeldet haben. Insoweit sind Sie Vertragspartner geworden, mithin grundsätzlich zur Zahlung verpflichtet.

Jetzt haben im Innenverhältnis nicht Sie selbst, sondern Ihr 9-jähriger Enkel das Spiel gespielt, was allerdings der Online- Spiele- Händler nicht weiß.

Ihre dem Kind erteilte Vollmacht ging dahin, das Spiel lediglich zu einem Preis von 4,99 € zu betreiben. Ihr Enkel handelte alsdann beim Weiterspielen ohne Ihre Vollmacht. Es liegt ein Handeln unter fremden Namen vor, auf das die Regeln der Stellvertretung Anwendung finden. Da ohne Ihre Vollmacht weitergespielt wurde, könnte Ihr Enkel grundsätzlich als Vertreter ohne Vertretungsmacht gem. § 179 Abs. 1 BGB dem Spielebetreiber auf Zahlung der in Anspruch genommen Spielzeiten haften.

Allerdings greift der Minderjährigenschutz des BGB: Gemäß § 179 Abs. 3 S. 2 BGB gilt die Haftung des § 179 Abs. 1 BGB nicht für beschränkt Geschäftsfähige, was Ihr Enkel ist.

Sie sollten dies dem Spielebetreiber mitteilen, also dass Ihr 9-jähriger Enkel gespielt hat und die Vollmacht zum Spielen nur für 4,99 € galt und eine Zahlung ablehnen.

Im Übrigen sollten Sie sich genau die Webseite des Spielebetreibers ansehen.

Dort muss genau ersichtlich sein, was an Kosten beim Spielen entstehen kann. Ist dies nicht der Fall, sind also nur 4,99 € in den Vordergrund gestellt, entfällt allein deswegen die Haftung, da ein Vertragsabschluss nicht zustande gekommen ist.

Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt
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