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Sperrzeit vom AA


11.10.2004 09:26 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin IT-ler, habe aber, da kein Job in meiner Branche zu bekommen war, einen Job in Wechselschicht in der Produktion einer Stanzerei angenommen. Ich bin alleinerziehend und habe ein minderjähriges Kind. Nun stellt sich heraus, dass das Kind mit dem "alleinsein" in der Spätschicht nicht klar kommt. Es ist ständig krank, macht in der Schule nicht mehr mit und verbarrikadiert sich im Haus. Auch habe ich keinerlei Hilfe oder Betreuung für das Kind! Nun musste ich den Job zum 31.01.2004 vorzeitig kündigen. Er war außerdem nur befristet bis zum 31.01.2005.

Das Arbeitsamt will mir nun eine Sperre einräumen. Wie kann ich das verhindern bzw. begründen, dass mich das Arbeitsamt nicht sperrt?

Vielen Dank für Ihre Antwort

Mit freundlichen Grüßen

Miu
Hallo "Miu"!

Die Voraussetzungen für die Verhängung einer Sperrzeit regelt sich nach § 144 Sozialgesetzbuch (SGB) III.

Nach § 144 Abs. 1 Ziff. 1 SGBG III tritt eine Sperrzeit von zwölf Wochen ein, wenn der Arbeitslose das Beschäftigungsverhältnis gelöst und dadurch die Arbeitslosigkeit vorsätzlich oder grobfahrlässig herbeigeführt hat, ohne für sein Verhalten einen wichtigen Grund zu haben (Sperrzeit wegen Arbeitsaufgabe).

Gegen einen solchen Bescheid können und sollten Sie innerhalb von einem Monat Widerspruch einlegen.

Zur Begründung können Sie Folgendes anführen:
Von den oben genannten Voraussetzungen ist hier das Merkmal «wichtiger Grund» allein entscheidend. Maßgeblich ist, ob Sie die Arbeitslosigkeit grob fahrlässig herbeigeführt haben. Hier können Sie argumentieren, dass es Ihnen und Ihrem Kind nicht zumutbar war, dass das Arbeitsverhältnis fortgeführt wird. Allerdings erkennt die Rechtsprechung diesen Grund meist nur als einen Härtefall im Sinne von § 144 Abs. 3 SGB III an.

Sie haben deshalb gute Aussichten die Sperrzeit zumindest von zwölf auf sechs Wochen zu verkürzen, weil die Umstände, die Sie zur Kündigung bewegt haben, eine besondere Härte für die Familie bedeuteten.

Sie sollten aber zunächst versuchen, eine Sperrzeit komplett "wegzuargumentieren", indem Sie darlegen, dass es zu schweren gesundheitlichen Schäden bei Ihrem Kind gekommen wäre, wenn Sie das Arbeitsverhältnis fortgesetzt hätten.

Besorgen Sie sich Atteste und überreichen diese dem zuständigen Arbeitsamt.


Viel Glück und beste Grüße


Dennis Sevriens
Rechtsanwalt

Kanzlei SEVRIENS
Bergmannstraße 12
10961 Berlin

Tel: +49 30 6120 3616
Fax: +49 30 6120 3626

Web: www.sevriens.net
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