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Sperrung Arbeitslosengeld


09.11.2004 13:09 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,
habe eine Frage. Ich habe Ende Oktober durch einen Aufhebungsvertrag meine Arbeitsstelle gekündigt. Der Grund ist, daß ich aus privaten Gründen umziehe (jetztiger Wohnort liegt ca. 60 km vom neuen entfernt). Nun hat mir das Arbeitsamt das Arbeitslosengeld für 3 Monate gestrichen, da sie keine Anhaltspunkte für das Vorliegen eines wichtigen Grundes sehen. Ich denke aber schon, daß ein Umzug ein wichitiger Grund ist. Außerdem machen sie mir zum Vorwurf, daß ich mich nicht genug selbst um eine neue Arbeiststelle gekümmert habe, was aber nur aus dem Grund so ist, da ich noch keinen neuen Betreuungsplatz für meine Tochter habe. Und ich solange auch nicht arbeiten kann, da ich mich ja dann um sie kümmern muß. (BIn alleinerziehend, und ziehe nun mit meinem Lebensgefährten zusammen.)
Nun meine Frage. Kann ich dagegen Einspruch erheben? Lohnt es sich überhaupt? Und welche Argumnete kann ich bringen?
Vielen dank.
Maren
09.11.2004 | 13:15

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrte Damen und Herren,


Abgesehen von der einvernehmlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses, die bereits durch die Kündigungserklärung eintritt, werden im Abwicklungsvertrag die gleichen Regelungen getroffen wie im Aufhebungsvertrag.

In Ihrem Fall sieht es daher wie folgt aus:
Sie haben einen Aufhebungsvertrag geschlossen, d.h. Sie haben sich mit Ihrem Arbeitgeber über die Beendigung geeinigt.

Sie haben daher den Arbeitsplatzverlust veranlaßt. Der Umzug ist kein Grund.

Leider ist es daher richtig, daß das Arbeitsamt jegliche Absprache zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber im Vorfeld über diese Art der Vorgehensweise schon als ein Mitwirken Ihrerseits an dem Eintritt der Arbeitslosigkeit wertet, so daß eine Sperrzeit verhängt wird.

Dies bedeutet in Ihrem Fall leider, daß ein Widerspruch keine Aussicht auf Erfolg haben wird. Sollte Sie Widerspruch einlegen wollen, so müssen Sie die Fristen beachten, die auf dem Bescheid vermerkt sein wird.

Mit freundlchen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

Köln

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