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Spekulationssteuer


04.11.2004 16:51 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Müssen geschlossene Fonds oder Fonds überhaupt die normale Spekulationssteuer zahlen ?

oder anders

Wer ist zur Zahlung verpflichtet und wer nicht ?
Der Spekulationssteuer (§ 23 EStG) unterfallen neben den im Gesetz ausdrücklich genannten Grundstücken und Wertpapieren auch alle anderen Wirtschaftsgüter, d.h. alle Rechte und beweglichen Gegenstände, im Privatbesitz. Daher unterfallen grundsätzlich auch von Ihnen gehaltene Fondsanteile der Spekulationssteuer, wenn Sie diese innerhalb eines Jahres nach Erwerb wieder veräußern. Zur Zahlung ist grundsätzlich, da es sich ja um Einkommensteuer handelt, der "Spekulant" verpflichtet, d.h. derjenige, der das Spekulationsgeschäft tätigt, in Ihrem Fall also der Inhaber der Fondsanteile.

Bei geschlossenen Fonds gilt im Grundsatz nichts anderes, allerdings ist hier zu beachten, daß je nach Konstruktion des geschlossenen Fonds und Höhe des hieran gehaltenen Anteils auch gewerbliche Einkünfte vorliegen können, die unabhängig von irgendwelchen Spekulationsfristen stets einkommensteuerpflichtig sind.

Beachten Sie bei der "Spekulationssteuer" bitte noch, daß je nach Veranlagungszeitraum (Kalenderjahr des Zuflusses des Spekulationsgewinnes) es durchaus zweifelhaft ist, ob die Vorschrift des § 23 EStG (d.h. die Spekulationsbesteuerung) nicht verfassungswidrig ist.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Fachanwalt für Steuerrecht


Nachfrage vom Fragesteller 04.11.2004 | 17:28

Entschuldigung für meine evtl. Fehlinterpretierbare Frage.
Ich meinte tatsaechlich WER hat diese alles zu zahlen und wer nicht. WAS prinzipiell zu den zu versteuernden Objekte zumindest für die Privatpersonen zaehlt war mir bereits Klar.

WER ?

Wenn ich jetzt einen Fonds(oder eine AG oder oder ...) gründen würde, wann müsste ich diese über die Spekulationssteuer versteuern und wann nicht ?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.11.2004 | 18:40

Steuerpflichtig ist bei der Einkommensteuer, um die es sich hier handelt, stets derjenige, der die Gewinne erzielt, also nicht der Fonds bzw. die Fondsgesellschaft, sondern der Anteilsinhaber.

Zu Ihrer Anmerkung "oder eine AG oder oder": Hier zählen sämtliche Veräußerungserlöse ab einer Beteiligungsquote von 1% ! In diesem Fall ist der Veräußerungsgewinn stets steuerpflichtig, unabhängig vom Ablauf einer Spekulationsfrist.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Fachanwalt für Steuerrecht

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