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Frage geschrieben am 23.07.2007 19:29:00

Speditionsfrachtentgelt lt. CMR / Adsp

Rechtsgebiet: Transportrecht, Speditionsrecht | Einsatz: € *** | Status: archiviert | Aufrufe: 2634
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Hallo zusammen,

nehmen wir mal folgenden Fall an. Eine Spediteur erhält den Auftrag, ein Messeprojekt durchzuführen. Es kommt zu einer Umsatzgrösse von ca. 100.000.- Euro. Bei dem Projekt kam es zu ein paar Probleme. Es wurde vorab Auftragannahme lediglich erwähnt, dass die Fahrzeuge am Tag x zwischen 08.00 & 16 laden sollen. Bei Zusendung der Verladeliste via Fax stellte sich heraus, dass widerrum keine konkreten Uhrzeiten genannt wurden. 2 Tage vor der ersten Beladung wurden dem Unternehmer dann die Aufträge im Detail zugesandt, welche dann aber genaue Ladezeiten enthielten. Direkt danach rief eine Person des Unternehmers den Auftragggeber an und teilte diesen mit, dass keine Gestellung zu diesen Zeiten möglich sei, da die Fahrzeuge vorab die vorherige Ware entladen müsse und dann erst zum Abgangsort fahren könne. Man einigte sich fernmündlich darauf, es zu versuchen, es aber nicht dramatisch sei, wenn diese nicht punktgenau eintreffen würden. Nach ca. 25 Transporten, welche mit diversen Problemen an den Ladestellen behaftet waren, kontaktierte der Auftraggeber den Unternehmer und teile diesen mit, die restlichen Fahrzeuge ( ca. 15 an der Zahl ) müssen nun doch pünktlich vor Ort stehen. Der zuständige Disponent verwies auf das vorherige Telefonat. Nach dem letzten Gespräch liess der Unternehmer dem Auftraggeber eine Email zukommen, in der er dem Kunden mitteilte, dass nur eine pünktliche Gestellung der Fahrzeuge gegen einen Aufpreis von 400.- pro LKW möglich sei, da dann die Fahrzeuge, welche schon am Vortag leer sind, genutzt werden und diese dann zu Arbeitsbeginn vor Ort sind. Sofern der Auftraggeber damit nicht einverstanden sei, würde man von den restlichen Aufträgen zurück treten. Am nächsten Tag fragte der Disponent beim Auftraggeber nach, um sich nach der weiteren Vorgehensweise zu erkundigen. Der Auftraggeber wollte die letzte Email nicht akzeptieren und stornierte damit die restlichen Aufträge. Nach dem CMR-Frachtbriefe dem Auftraggeber vorlagen und die Frist von 30 Tagen Zahlungziel begonnen hat, teilte dieser den Unternehmer mit, dass dieser für die Mehrkosten für die restlichen 15 Fahrzeuge ( wie bereits genannt, wurden vom Auftraggeber nach ERhalt der Mail storniert ) 6000.- Euro verlangt, da er durch den Einsatz eines anderen Unternehmers, diese auferlegt bekommen hat. Zudem kommt, dass er die Rechnung mit Kopien der CMR-Frachtbriefe nicht akzeptiert und auch nicht bezahlen würde, solange er nicht über die Originaldokumente verfügt, obwohl keinerlei Schaden während des Projektes entstanden war. Bzgl. der CMR-Dokumente wurde weder im Transportauftrag, noch in den AGB´s auf diese Art von Abrechnung hingewiesen.

Somit stellt sich die Frage ob er a) dem Unternehmer die 6000.- Euro in Rechnung stellen darf ( lt. Verladeliste und telefonischer Absprache gab es die genannten Verladebdingungen nicht ) b) er diese mit den offenen Frachtforderungen verrechen darf ) und c) er den Speditionsfrachterlös einbehalten darf, trotz Kopien der CMR-Frachtbriefe. Zudem kommt hinzu, dass man mitbekommen hat, dass er widerrum die Fracht von seitens seines Auftraggebers bereits ohne Kürzung erhalten hat. Vermutlich liegt hier reine Schickane vor.

Danke für den rechtlichen Beistand.

MfG


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