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Sorgerecht und Kind zurueckerhalten


02.11.2014 11:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: Zur Abänderung einer gerichtlichen Sorgerechtsentscheidung


Sehr geehrter Anwalt,

Folgender Fall:

1. Jugendamt hat das Kind weggenommen. Ich lebe in Hannover. Vater ist Franzose. Er und seine Mutter haben sich bemueht, Kind zu bekommen.
2. Mir wurde das Sorgerecht entzogen (zunaechst Jugendamt), dann bekam es der Vater ohne weiteres Verfahren (vorher 4 Gerichtstermine, letzte mit franzoesischer Familie) zugesprochen, alleinig. Ich habe zugestimmt, ohne weiteres Verfahren, da es hiess, das Kind wuerde man dann schneller bekommen. Dauerte aber noch einmal 4 Wochen.
3. Kind wurde abgeholt, und ohne weitere Absprache, es war eigentlich geplant, dass ich mit nach Frankreich gehe, nach Frankreich von dem Vater und seiner Mutter gebracht.
4. Das Kind ist am 2.5.14 in Hannover geboren. Es wurde ohne Grund ("Kontaktabbrueche", wuenschte keinen Kontakt mehr zum Jugendamt letztendlich) weggenommen, im 2. Gutachten war Erziehungsfaehigkeit eingeschraenkt beurteilt von mir. Konnte die ersten Auflagen nicht erfuellen, da sie unrealistisch waren, damit das Kind in meinem Haushalt verbleibt, Begruendung fuer Richterin im letzten Beschluss, das Sorgerecht nicht gemeinsam, sondern alleinig sowie Aufenthaltsrecht schon vorher bestimmt in Frankreich fuer Vater zuzusprechen.
5. Klinikaufenthalt in Frankreich unter Zwang, Berechnung der Familie, in der Zeit wurde Kinderzimmer eingerichtet vor Zusprechen des Sorgerechts an den Vater.

WAS KANN ICH TUN? Ich habe eine schoene Wohnung, geraeumig, in Hannover, in der alles fuer das Kind eingerichtet war. Ich schlug mehrmals vor, auch wegen psychischer Belastung und einstmaliger Vorschlag im Schutzplan bei Wegnahme des Kindes angedachtet, ins Mutter-Kind-Heim sogar freiwillig zu gehen. Darauf wurde nie mehr eingegangen. ICH moechte mein Kind zurueckerhalten, wie moeglich? Ich bin in Behandlung, arbeite zur Zeit Vollzeit. Ich habe ueber Telefon Kontakt mit dem Kind und dem Vater regelmaessig. Mir ist bekannt, dass das Kind von fruehmorgens bis abends 17.30h in der Kinderkrippe ist, mit 6 Monaten, also wechselnde Betreuung erhaelt, und nur am Wochenende vom Vater somit betreut wird. Ausserdem bekommt es seit 2 Wochen Antibiotika, wegen Bronchitis, obwohl jeder weiss in Deutschland, dass das gegen den Virus nicht hilft. Was kann man tun? Sind das Argumente? Ich habe ausreichend finanzielle Mittel und Zeit, um das Kind betreuen zu koenen. Psychisch geht es mir wieder gut. Ausserdem steht noch ein Vaterschaftstest an, da die Vaterschaft nicht sicher ist.

Einsatz editiert am 02.11.2014 12:03:09

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Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Fragen möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Offenbar ist Ihnen das Sorgerecht entzogen worden, weil Sie dem gerichtlich in Auftrag gegebenen Gutachten zufolge nicht uneingeschränkt erziehungsfähig sind. Wenn daraufhin das Sorgerecht auf den Vater übertragen wurde, hat dieser auch das Recht, über den Aufenthalt des Kindes zu entscheiden und ggf. mit diesem in Frankreich zu leben.

Wenn diese Entscheidung zwischenzeitlich rechtskräftig ist, bleibt Ihnen nur die Möglichkeit, eine Abänderung der Entscheidung herbeizuführen, wenn sich die Voraussetzungen zwischenzeitlich geändert haben. Es käme maßgeblich darauf an, ob der Wechsel in Ihren Haushalt dem Wohl des Kindes dient.

Sie sollten sich an einen ortsansässigen im Familienrecht erfahrenen Anwalt wenden und mit diesem die Angelegenheit besprechen. Nur nach Einsicht in die Akten der bisherigen Verfahren lässt sich klären, ob noch ein Rechtsmittel gegen die Entscheidung möglich ist oder ob aktuell ein neues Verfahren Erfolg verspricht. Wichtig wäre hier vor allem, ob Sie zum jetzigen Zeitpunkt die Bedenken an Ihrer Erziehungseignung ausräumen können.

Soweit Sie mitteilen, dass die Vaterschaft nicht sicher sei, gehe ich davon aus, dass der Vater zumindest die Vaterschaft anerkannt hat und somit aktuell im Rechtssinne als Vater anzusehen ist. Andernfalls hätte das Gericht ihm nicht das Sorgerecht übertragen. Sollten Sie Zweifel haben, dass die Vaterschaft zu Recht besteht, kommt auch eine Anfechtung der Vaterschaft in Betracht.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben, bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen und wünsche Ihnen viel Erfolg.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 02.11.2014 | 13:30

Die Frage, ob ich Chancen habe, moechte ich gerne beantwortet haben, und inwiefern!
Es hiess im Beschluss, weil ich die Auflagen nicht erfuellt habe, diese waren aber nicht machbar( Taegliches kommen eines Pflegedienstes zur Kontrolle der Einnahme meiner Medikamente). Spielt das eventuell auch eine Rolle? Dass die Erziehungsfaehigkeit eingeschraenkt war, war ja im Rahmen des Vorschlages bezueglich des Mutter-Kind-Heims interessant. Danke fuer ihre bisherige Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.11.2014 | 13:48

Sehr geehrte Fragestellerin,



gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:


Die genauen Chancen lassen sich nur beurteilen, wenn man sowohl die Prozessakten einsehen, als auch Ihre aktuelle gesundheitliche Situation einschätzen kann.

Allein der Umstand, dass Sie Auflagen nicht eingehalten haben, dürfte nicht maßgeblich sein, sondern die vom Gericht angenommene Kindeswohlgefährdung, die sich daraus - nach Auffassung des Gerichts - ergibt. Letztendlich kommt es darauf an, ob das Kind bei Ihnen (zwischenzeitlich) ohne Gefährdung leben könnte und ob ein Wechsel zu Ihnen für das Kind besser ist als der Verbleib im Haushalt des Vaters.

Sie haben nach meiner Einschätzung dann Chancen, die Entscheidung ändern zu lassen, wenn Ihre gesundheitliche Situation inzwischen für ein kleines Kind unbedenklich ist. Hierauf müssten Sie ggf. hinarbeiten. Möglicherweise können Ihre behandelnden Ärzte hierzu als Zeugen benannt werden, z. B. wenn es um die Frage geht, ob Sie auch ohne Überwachung in der Lage sind, Ihre Medikamente zuverlässig einzunehmen.

Von der Frage, ob Sie Ihre Erkrankung soweit "im Griff haben", dass hiervon keine Gefahr für Ihr Kind ausgeht und Sie in der Lage sind, Ihrem Kind gerecht zu werden, hängen aus meiner Sicht Ihre Erfolgsaussichten ab.


Ich hoffe, Ihre Nachfrage damit beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf


Anja Holzapfel

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