Sorgerecht-Unterhalt-Schulwechsel
Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Lebenspartnerin, die ich seit gut 3 Jahren kenne aber mit der ich noch nicht in häuslicher Gemeinschaft, sondern an getrennten Wohnorten zusammenlebe, ist seit ca. 5 Jahren geschieden und hat für ihre beiden Kinder (m15 und w13) gemeinsames Sorgerecht mit ihrem Ex-Mann. Die Kinder leben bei ihr und gehen dort auch zur Schule.
Bis vor einem Jahr wohnte der Ex-Mann in unmittelbarer Nachbarschaft zu ihr und die Kinder waren jedes zweite Wochenende und die halben Schulferien bei ihm. Bis dahin war soweit alles geregelt und funktionierte halbwegs. Allerdings lag und liegt die gesamte Verantwortung bei ihr, weil sie sich um wirklich alles kümmern muss (sachlich und inhaltlich). Wochenende bei ihm war meist nur abhängen und Computer spielen.
Seitdem ihr Ex-Mann quasi über Nacht 650km weggezogen ist und dort mit einer Urlaubsbekanntschaft zusammenlebt (mit der er sofort ein neues Haus bezog, noch bevor er sie seinen Kindern vorstellte!), hat sich die Lage grundlegend verändert.
Er legt keinen Wert mehr darauf, die Kinder jedes zweite Wochenende zu sehen, entzieht sich seinen Pflichten und verhindert mit unterschiedlichen Ausreden geschickt, daß sie ihn alle 14 tage besuchen kommen. Letztlich liegt die ganze Last bei seiner Ex-Frau und die Kinder sind fast nur noch bei ihr. Die Kleine will mittlerweile gar nicht mehr zu ihm, nur der Sohn versucht noch, seinen Vater etwas verzweifelt zu verteidigen und fährt selten alleine zu ihm.
Mittlerweile hat er die Zahlungen lt. Scheidungsvertrag (Unterhalt Kinder + Frau) eingestellt, hat aber gleichzeitig verlauten lassen, daß er angesichts des gemeinsamen Sorgerechts alle Versuche meiner Lebenspartnerin, ggf. mit mir und den Kindern woanders hinzuziehen (inkl. Schulwechsel) torpedieren und verhindern werde. Das hat er auch dem Sohn gesteckt, weil er weiß, daß der Sohn an seiner Schule hängt.
Fragen:
- inwieweit kann der Ex-Mann die Mobilität meiner Lebenspartnerin in der Tat einschränken, indem er mit Blick auf das Sorgerecht einem Schulwechsel die Unterschrift veweigert.
- verliert er automatisch das Sorgerecht, wenn er nicht mehr zahlt?
- wenn ja, wie schnell verliert er das (formale Voraussetzungen dafür) oder auf welche Weise kann meine Lebenspartnerin das aktiv beschleunigen/steuern?
- wir würden eine ihn überraschende Aktion anstreben, anstatt den langwierigen Weg durch die Instanzen zu wählen. Ginge das auch ohne Gerichtsurteil, z.B. nur über das Jugendamt?
(es ist ihm nämlich zuzutrauen, daß er bisweilen wieder bezahlt, nur um seine Rechtsposition wieder zu stärken)
Vielen Dank für eine schnelle Beantwortung meiner Fragen.









