Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
470.825
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Sonderbetriebsvermögen ?


| 17.11.2008 17:52 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla



Sehr geehrte Damen und Herren,


der Geschäftszweck einer GmbH + Co. KG mit 3 Gesellschaftern ist das Halten von Grundstücken und Gebäuden sowie der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an Unternehmen im In- und Ausland. Das Gesamthands-Betriebsvermögen der GmbH + Co. KG besteht aus Aktienbesitz und vermieteten Wohnungen. Einer der Gesellschafter hält in seinem Eigentum jedoch zusätzlich einen 15 %igen Anteil an einer mittelständischen Maschinenbau-GmbH. Der Anteil wird bilanziell als Sonderbetriebsvermögen (SBV) bei der GmbH + Co. KG geführt.

Könnten Sie mir bitte Ihre Einschätzung mitteilen, ob es sich bei dem GmbH-Anteil an der Maschinenbaufirma eher um SBV I oder SBV II handelt ? Wäre dieses SBV eher als "notwendig" oder als "gewillkürt" einzustufen ?

Besten Dank im Voraus für Ihre Bemühungen !


Mit freundlichen Grüssen
Sehr geehrter Ratsuchender,


unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes beantworte ich die von Ihnen gestellten Fragen sehr gerne zusammenfassend wie folgt:


Bevor ich zu Ihrer Frage Stellung nehme, möchte ich noch gerne kurz die steuerrechtlichen Begriffe des SV 1 sowie des SV 2 definieren.

Unter dem Sonderbetriebsvermögen I sind solche Wirtschaftsgüter zu verstehen, die unmittelbar dem Betrieb der Personengesellschaft dienen und damit objektiv geeignet und subjektiv dazu bestimmt sind, den Betrieb der Gesellschaft zu fördern.

Unter dem Sonderbetriebsvermögen II hingegen sind Wirtschaftsgüter zu verstehen, die unmittelbar zur Stärkung oder Begründung der Beteiligung des Mitunternehmers an der Personengesellschaft eingesetzt werden und damit die Beteiligung des Gesellschafters fördern.

Bei einer GmbH u. Co KG handelt es sich um eine Personengesellschaft, nämlich um eine Kommanditgesellschaft mit einer GmbH als Komplementär, so dass die Begrifflichkeiten des SV eröffnet sind.


Nun kommt es auf die genaue Abgrenzung an:


Zur Beurteilung dieser Frage wird es also darauf ankommen, wozu die Beteiligung an der mittelständischen Maschinenbau-GmbH getätigt wurde. Nach der obigen Definition der beiden SV-Arten scheidet meines Erachtens eine Zugehörigkeit zum SV 1 aus, so dass nur noch SV 2 in Betracht kommt.

Die Gesellschaftsbeteiligung stellt zwar ein Wirtschaftsgut dar im Sinne der obigen Definition des SV 1, es ist aber nach Ihrer Sachverhaltsschilderung nicht ersichtlich, inwieweit diese Beteiligung der Gesellschaft zu Gute kommt und dem Betrieb der GmbH u. Co.KG dient. Auch nach Ihrem Gesellschaftszweck liegt eine Zweckdienlichkeit der 15%-igen Beteiligung eher nicht auf der Hand.Sollte ein solcher gesellschaftsförderlicher Zweck mit der Beteiligung verbunden sein, so lassen Sie es mich bitte im Rahmen der Nachfrageoption wissen.

Ich gehe vielmehr davon aus dass die 15%-ige Beteiligung allein der Stärkung des Gesellschafters, der diese Beteiligung hält führt, so dass SV 2 anzunehmen ist.

Dementsprechend würde ich dieses SV eher als gewillkürt einstufen, da nicht ersichtlich ist, wieso es zur Förderung der Gesellschaftszwecke notwendig ist. Sollte aber ein solcher Förderungszweck vorliegen, der aus Ihrem Sachverhalt bislang nicht hervorgeht, so lassen Sie es mich bitte wie bereits geschrieben wissen, damit ich im Rahmen der Nachfrageoption hierzu Stellung nehmen kann.

Ich wünsche Ihnen für Ihr weiteres Vorgehen viel Erfolg!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen: Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Sehr gerne stehe ich Ihnen auch im Rahmen einer Mandatierung zur Verfügung.
Den hier im Forum von Ihnen geleisteten Erstberatungsbetrag würde ich Ihnen in voller Höhe anrechnen.

Auch bei größerer Entfernung kann über Email, Post, Fax und Telefon eine gute Kommunikation erfolgen, so dass eine Mandatsausführung möglich ist.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend.


mit freundlichem Gruß

Dipl.-jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Tel. 0471/3088132
Fax: 0471/57774
Bewertung des Fragestellers 19.11.2008 | 21:21


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Eine ausgezeichnete, sehr verständliche Antwort, die mir weitergeholfen hat - vielen Dank für Ihre Einschätzung !"