Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
466.191
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Software in DE erstellt und an Firma in CH verkauft: Umsatz USt-Pflichtig?


19.12.2008 15:09 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Hallo,

habe als deutscher Freiberufler mit USt-Pflicht eine Dienstleistung in Deutschland erbracht (= Systemsoftware entwickelt) und an ein Unternehmen in der Schweiz verkauft (es ist ein echtes / geprüftes / real existierendes Unternehmen in der Schweiz).

Sind auf meiner Rechnung 19 % Umsatzsteuer auszuweisen?

Wenn nicht (was ich vermute), welcher Hinweis ist auf meiner Rechnung anzugeben, damit eine spätere Umsatzsteuerprüfung durch das Finanzamt zu keinem Problem führt?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Unternehmen, die Waren von Deutschland ins Drittland exportieren, können diese als sog.Ausfuhrlieferung steuerfrei abrechnen (§ 4 Nr. 1a i. V. m. § 6 UStG).
Zwingende materielle Voraussetzung dieser Steuerfreiheit (also der Ausstellung der Rechnung ohne USt) ist jedoch, dass Sie in Ihren Unterlagen einen Beleg für die Versendung der Sache ins Ausland fürhren können.
Wie sie sehen, bezieht sich die o.g. Regelung auf körperliche Gegenstände.

Bei einer Software ist die Anwendung problematisch.

D.h. in Ihrem Falle: wenn Sie keinen Nachweis führen können, dass Sie die Software auf eine körperliche Art und Weise verschickt haben, z.B. auf Diskette (notwendig ist mitunter der Stempel beim Grenzübergang), müssen Sie die Rechnung mit USt ausstellen und diese wie üblich ans Finanzamt abführen.

Bei Verständnisfragen betätigen Sie bitte die kostenlose Nachfrageoption.

MfG









Nachfrage vom Fragesteller 19.12.2008 | 16:43

Hallo Frau Kusnierek,

besten Dank für Ihre schnelle Antwort.

Wie Sie richtig vermuten, wurde die Software dem Kunden zur Zeit noch nicht ''körperlich'' zugesandt, sondern per eMail (Kundenwunsch, da Programm aus genau einer Datei besteht).

Ihren Ausführungen und meinen weiteren Recherchen entnehme ich, daß die deutsche USt-Steuerfreiheit noch sehr stark von der ''klassischen'' (körperlichen) Ausfuhr abhängt.

Lege ich der Rechnung also eine CD-ROM bei und sende das ganze per Einschreiben (§ 10 UStDV: ''Posteinlieferungssschein'') an den Kunden in der Schweiz, dann sind m.E. die Grundlagen für die Ausfuhr erfüllt und die USt muß nicht ausgewiesen werden.

Liege ich da richtig?

Viele Grüße - und Ihnen ein frohes Fest!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.12.2008 | 21:16

Ja, Sie liegen vollkommen richtig.

Ebenfalls ein frohes Fest!

MfG

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 57042 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde in sehr kurzer Zeit sehr präzise beantwortet. Das hilft mir gewaltig bei der Entscheidung zur weiteren Verfahrensweise. Eine Nachfrage war nicht nötig und ich fühle mich durch die Antwort wirklich sehr gut ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort von Herrn Raab hat mir sehr geholfen! Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis! Ich hatte den Eindruck, eine sehr persönliche Beratung zu bekommen! Danke vielmals! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt hat den Sachstand richtig verstand und hat dementsprechend geantwortet und Argumentiert ...
FRAGESTELLER