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Sind privat finanzierte Forschungskooperationen Werbungskosten?


28.09.2005 18:05 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Tag,
als angestellter Hochschulassistent habe ich im Namen meiner Universität eine Forschungskooperation mit einer anderen Universität abgeschlossen. Die ursprünglich geplante Finanzierung kam nicht zustande, so dass ich als unterschreibender Vertragspartner privat 32.000 € Personalkosten an diese Universität zahlen musste. Die damit finanzierte Forschung (u.a.eine Projektantragstellung) fördert auch meine berufliche Tätigkeit, da Drittmitteleinwerbung zu meinen Aufgaben gehört und ich diese zeitaufändige Arbeit in dieser Zeit nicht hätte selbst machen können. Meine Frage ist nun, ob ich diese Kosten als Werbungskosten geltend machen kann, und falls ja auf welchen Paragraph kann man sich dabei beziehen?
Ich verstehe Ihre Frage so, dass Sie aus dem von Ihnen für Ihren Arbeitgeber geschlossenen Vertrag einer persönlichen Schadensersatzpflicht in Höhe von 32.000,- € ausgesetzt waren. Hierzu gilt, daß bei einem betrieblichen Zusammenhang diese Schadensersatzzahlungen als Werbungskosten abgezogen werden können.

Nach Ihrer Schilderung spricht vieles dafür, daß dies auch bei Ihnen der Fall ist, allerdings läßt sich dies erst endgültig klären, wenn die näheren Umstände des Vertragsschlusses sowie seiner Abwicklung bekannt sind.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 28.09.2005 | 18:34

Vielen Dank, Wo kann ich die Bedingungen nachlesen, wann von einem betrieblichen Zusammenhang von Schadensersatzzahlungen auszugehen ist?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.09.2005 | 18:56

Die Abzugsfähigkeit als Werbungskosten bestimmt sich nach § 4 Abs. 1 S. 1 EStG: "Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen." Diese Generalklausel wird allgemein so verstanden, daß als Werbungskosten alle Aufwendungen abzugsfähig sind, die der Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit dienen. Dies sind alle durch den gegenwärtigen oder zukünftigen Beruf veranlassten Aufwendungen, soweit sie der Arbeitnehmer selbst getragen hat und sie nicht von dritter Seite steuerfrei erstattet worden sind. Aufwendungen sind daher immer dann als Werbungskosten abzugsfähig, wenn ein objektiver (wirtschaftlicher) Zusammenhang mit dem Beruf besteht und sie subjektiv der Förderung des Berufs dienen (BFH Urteil vom 28.11.1980, VI R 193/77, BStBl. 1981 II, 368). Hierzu zählen auch Haftungsschulden sowie Schadensersatzzahlungen, soweit sie eine unmittelbare Folge der beruflichen Tätigkeit sind (BHF (GrS), Beschluss vom 28.11.1977, GrS 2-3/77, BStBl. 1978 II, 105).

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
RA/FAStR

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