Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
474.704
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Siehe Erklärung


07.12.2015 20:39 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch



Geehrte Damen und Herren, ich komme ziemlich rasch zur Sache. Im Sept. 2013 erwarb ich online in Deutschland (alfaromeo-ersatzteile.de) zwei Xenon Scheinwerfer für einen Alfa Romeo, via PayPal damals bei Kauf bezahlt sauber bezahlt und belastet.

Die Ware traf nie ein, sodass ich eine Kanzlei in Deutschland beauftragte, dem Fall nachzugehen. Nach über 2 Jahren rechtlichem hin und her bekomme ich eine Insolvenzerklärung. Ich denke ähnlich wie in der Schweiz ein Verlustschein. In der Schweiz kann man jedoch innerhalb 20 Jahren der Sachen nochmals nachgehen. Was würden Sie in so einem Fall tun? Das Amtsgericht wies mich auf Insolvenzantrag oder
Strafantrag zu. Ich denke auch in Deutschland gibt es wie in der Schweiz eine sogenannte Rangordnung für Gläubiger. Nach der Liste des Amtsgerichtes ist der Schuldner (Alfa Sportivo GmbH Inh. Murat Özdere) von Schulden überfüllt. Wäre Ihrer Meinung nach ein
Antrag auf Insolvenz sinnvoll? Oder eher auf Strafe? Was würde das eine oder andere bringen? Kann ich in 1 oder 10 Jahren den Fall nochmals rechtlich eröffnen ähnlich Schweiz mit Verlustschein?

Dankeschön
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zuerst einmal muss ich Sie enttäuschen. Ein dem Verlustschein vergleichbares Konzept gibt es in Deutschland nicht.

Ich habe soeben nachgesehen, die Gesellschaft befindet sich derzeit noch nicht im Insolvenzverfahren. Grundsätzlich könnten Sie nach einem erfolglosen Versuch der Zwangsvollstreckung durchaus einen Insolvenzantrag stellen, ich bezweifle aber, dass Ihnen dies bei der Rechtsdurchsetzung helfen wird. Deutsche Insolvenzverfahren bringen in der Regel nur kleine Quoten.

Hier wäre ggf eher eine Strafanzeige wegen Eingehungsbetruges die erfolgversprechendere Variante, da der Geschäftsführer insofern privat zur Verantwortung gezogen werden kann. Möglicherweise zahlt der Geschäftsführer dann die Forderung an Sie zurück, damit Sie das strafrechtliche Verfahren im Gegenzug zurück nehmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 07.12.2015 | 21:56

Sehr geehrter Herr Busch, besten Dank für Ihre rasche Rückantwort. Ich glaube ebenfalls, dass ein Antrag auf Insolvenzentschädigung Erfolg bringen würde, geschweige die Tatsache, dass weitere 20 Rechtsanwälte gegen derselben Firma rechtlich vorgegangen sind.

Frage; wie und wo kann ich die Anzeige erstatten? Kann ich dies selber machen?

Dankeschön
Beste Grüsse

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.12.2015 | 22:41

Dies können Sie selber tun, wenden Sie sich hierzu schriftlich an die Staatsanwaltschaft in Münster, diese ist zuständig für den Bezirk Coesfeld, den Sitz des Unternehmens.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 58786 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Gute, fundierte Auskunft. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Falls ich in dieser Angelegenheit einen Rechtsanwalt benötige, komme ich gerne auf Sie zurück. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Wie immer klare verständliche Antwort ...
FRAGESTELLER