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Sexueller Missbrauch v. Kindern


12.12.2009 14:32 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Sauer



Sehr geehrte Damen und Herren,
im moment befinde ich mich in einem Ermittlungsverfahren aufgrund sexuellem Missbrauch von Kindern.
Der Fall in Kurzform (bereits vor 4 Jahren passiert)

2 Kinder (6 & 7 weibl) bei sich ausgezogen ohne meine Aufforderung bei einem Fotoshooting.
Die Kids forderten mich ebenfalls auf mich auszuziehen, ich Idiot hab das auch noch gemacht.

Nun gibt es Bilder, nackt mit mir und den Kindern, lt. StgB stellen die Darstellungen auf den Bildern bereits sexuellen Missbrauch dar.
Es gibt 2 Fotos wo 1 Mädchen mich im "unteren Bereich" aus neugierde für ca 4 sek anfasste und ebenfalls 1 Foto, wo ich diesem gleich tat.

Ich brauche nicht zu erwähnen, dass ich NICHT stolz auf die Aktion bin. Meine Anwältin drängt mich ständig zu einer Therapie. Von Psychologen wurde mir abgeraten weil dies als Schuldeingeständnis gewertet werden wird vor Gericht.
Weiter vorfälle dieser Art kamen nicht mehr vor und werden es auch zukünftig nicht.

Im März 2010 soll es zur Verhandlung kommen.
In der Anklageschrift sind Dinge aufgeführt, die nicht der Tatsache entsprechen und aus der Luft herbei geholt wurden.
Verhandelt wird vor dem Jugendschöffengericht.

Meiner Frau hat das Jugendamt die Tochter aus diesem Grund weggenommen. Sie lebt nun bei Oma.
Ist es in D-Land tatsächlich so, dass Kinder dafür bestraft werden, was der Stiefvater vermasselt??? Komisches Land.
Scheidung oder Trennung kommt nicht in Frage. Meine Familie und Freunde stehen zu 100 % hinter mir weil sie wissen, dass ich nicht auf Kinder-Sex stehe und dies "nur" ein Ausrutscher war.

Bislang polizeilich nicht in Erscheinung getreten, wegen Fahnenflucht bei Bundeswehr 4 Monate Jugendarrest ausgesetzt auf 3 Jahre bewährung in 1990 verurteilt.

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Guten Tag,

ausgehend von Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihren Anmerkungen wollen Sie eine zusätzliche rechtliche Einschätzung zur weiteren Vorgehensweise, die aufgrund der nur stichwortartigen Sachverhaltsdarstellung nur grob erfolgen kann:

Inwieweit tatsächlich die Delikte verwirklicht wurden kann nicht ohne weitere Angaben, so auch Einsicht in die Akte und Beweismittel bewertet werden.

Wenn Sie der Ansicht sind, in der Anklageschrift wären Vorgänge falsch dargestellt, ist es Sache der Hauptverhandlung im Rahmen der Beweisaufnahme das Gericht vom Gegenteil zu überzeugen. Möglich ist auch schon vorab schriftlich anzukündigen, welche Tatsachen man für falsch dargestellt hält und entsprechende Beweisanträge einreicht. Gerade dies sollten Sie unbedingt von Ihrer Verteidigerin machen lassen!

Der Rat zur Therapie scheint zumindest nicht ganz abwegig zu sein, ist jedenfalls ein üblicher Weg im Rahmen der Strafmaßverteidigung. Wenn tatsächlich solche Bilder existieren, wie oben dargestellt ist eine Strafmaßverteidigung wohl auch die richtige Strategie.

Die anderweitige Unterbringung des Kindes erfolge offensichtlich aus Gründen der Wiederholungsgefahr, wovon die zuständige Behörde ausgehen muss. Schon nach Ihrer Darstellung (anfassen ca. 4 Sekunden sowie auch anfassen des Kindes im Genitalbereich) liegt keine Flüchtigkeit vor, sondern durchaus Anhaltspunkte für eine im Ansatz vorhandene Triebhaftigkeit. Auch „Fotoshootings“ mit ausgezogenen Kindern (egal ob von sich aus oder nicht) geben Anlass therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Ich weise nochmals darauf hin, dass ohne Akteneinsicht und Möglichkeit die Anklageschrift lesen zu können, keine abschließende Beurteilung der Rechtslage möglich ist.


Mit freundlichem Gruß
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