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Seltsame Rechnung


| 06.10.2016 14:48 |
Preis: 58,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Ob ein Pauschalpreis vereinbart wurde, hängt wesentlich von dem Vertrag ab, der meist wesentlich durch das Angebot des Handwerkers bestimmt wird, da der Kunde oft nur noch sein Einverständnis erklärt. Liegt keine Pauschalvereinbarung vor, können ortsübliche Stunden angesetzt werden.


Sachverhalt:

Ich beauftragte eine Firma mit der Montage und Inbetriebnahme einer Lüftungsanlage zu einem Pauschalpreis. In dieser Pauschale sind 1,5 Arbeitsstunden sowie die An- und Abfahrt enthalten.

Die Arbeit wurde von 2 Handwerkern ordnungsgemäß in 1,5 Stunden durchgeführt.

In der Rechnung werden von mir neben der Pauschale 1,5 Stunden zu einem Stundensatz von 70 EURO, also 105 EURO gefordert und damit fast 50% der Pauschale.

Begründung der Firma:

2 Monteure haben jeweils 1,5 Stunden = 3 Stunden Arbeit geleistet.

3 Stunden - 1,5 Stunden lt. Pauschale = 1,5 Stunden

1,5 Stunden zu einem Stundensatz von 70 EURO = 105 EURO

Pauschale: 240 EURO
+ Arbeitszeit 2. Monteur: 105 EURO
= Rechnungsbetrag netto: 345 EURO


Fazit:
Nach dieser Rechnung fallen immer zusätzliche Kosten – auch wenn die in der Pauschale abgegoltenen 1,5 Stunden nicht überschritten werden!

Das sieht mir nach einer Mogelpackung aus, durch die Kunden vorgetäuscht wird, dass neben der Pauschale keine weiteren Kosten anfallen. Wenn ich nicht dieser Ansicht gewesen wäre, hätte ich den Auftrag nicht erteilt.

Tatsächlich kostet das Ganze wesentlich mehr - zumindest aber 105 EURO (s. o.).

Frage:

Gibt es eine Möglichkeit, mich erfolgreich gegen diese Rechnung zu wehren? Falls ja, wie sollte ich argumentieren?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Sie sollten sich einmal das Angebot genauer anschauen. Wenn dieses mit Einbau pauschal EUR 240,00 netto betragen sollte und die 1,5 Stunden nur eine Information für Ihre Planung war, kann Ihnen die Arbeitszeit des zweiten Monteurs nicht in Rechnung gestellt werden. Wenn Ihnen mitgeteilt wurde, dass in der Pauschale nur 1,5 Stunden Arbeitszeit enthalten sind, weitere anfallende Arbeiten also bezahlt werden müssen, könnte die weitere Vergütungsforderung berechtigt sein.

Dann müsste der Stundensatz von EUR 70,00 zudem ortsüblich und angemessen sein. Mir sind für Heizungsinstallteure eher Sätze von ca EUR 50,00 pro Stunde bekannt, ggf. sind die Preise bei Ihnen vor Ort teurer oder es waren Spezialkenntnisse und damit eine spezielle Ausbildung erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 06.10.2016 | 18:04

In der Pauschale sind laut Angebot "bis zu 1,5 Arbeitsstunden sowie die An- und Abfahrt enthalten". Im Angebot ist keine Rede davon, dass die Stunden eines zweiten Monteurs zusätzlich zum Stundensatz von 70 EURO in Rechnung gestellt werden.Dieser Stundensatz wäre lediglich von Interesse gewesen, wenn die 1,5 Stunden überschritten worden wären.
Vielmehr wurde bei mir erfolgreich der Eindruck erweckt, die Inbetriebnahme kostet überschaubare 240 EURO, völlig egal ob dazu 1, 2 oder 10 Handwerker anrücken. Der zweite Mann hat mE lediglich Handreichungen getätigt. Da ich während der gesamten Zeit der Montage anwesend war, hätte ich das durchaus übernehmen können. Sollte ich die Rechnung Ihrer Ansicht nach akzeptieren oder ist evtl. eine Kürzung aussichtsreich?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.10.2016 | 18:09

Sehr geehrter Fragesteller,

soweit Sie mir das Angebot zitieren, scheinen hier nicht alle Arbeitsstunden im Pauschalpreis enthalten zu sein. Soweit der zweite Mitarbeiter nur Hilfsarbeiten ausgeführt hatten, sollten Sie hier im Vergleichsweg die Kosten für einen ungelernten Mitarbeiter anbieten. Ich würde diese mit ca. 25 bis 30 EUR pro Stunde ansetzen, also z.B. weitere EUR 40,00 plus Umsatzsteuer anbieten gegen Verzicht auf den Restbetrag.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibele r

Bewertung des Fragestellers 06.10.2016 | 18:24


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FRAGESTELLER 06.10.2016 5/5.0
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