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Selbständig werden mit Eidesstattliche Versicherung ?


18.10.2004 01:20 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

sehr geehrten damen und herren

ich bin ein 27 jähriger junger mann der mitlerweile hoch verschuldet ist und schon ein paar eidesstattliche versicherung abgelegt hat.

da in der heutigen zeit die arbeitgeben kein verlass mehr ist und es nur noch kaum einstellungen gibt versuche ich nun einen ganz neuen weg zu gehen.

ich habe die möglichkeit eine seperate diskothek in einer diskothek die schon seit zehn jahren sehr brächtig läuft zu über nehmen ohne das ich dafür ein startkapital brauche.

habe ich die möglichkeit mich selbständig zu machen mit der hilfe eines schuldenberaters und des arbeitsamtes (ICH-AG) obwohl ich die eidesstattliche versicherung schon ein paar mal abgelegt habe?

oder sollte ich lieber das private insolvenzen durchführen?

ich habe die grosse chance, durch die selbständigkeit, möglichst schnell wieder schuldenfrei zu werden aber lässt es die gesetzgebung zu ???

ich bedanke mich im voraus und verbleibe mit

freundlichen grüßen

sandro zito
18.10.2004 | 01:57

Antwort

von


767 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung steht der Gründung einer "Ich-AG" grundsätzlich nicht entgegen.

Voraussetzung für die Gewährung des Existenzgründungszuschußes, wie die "Ich-AG" im amtsdeutsch heißt, ist zunächst ein Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Seit September verlangen die Arbeitsagenturen auch die Vorlage eines Businessplanes, in dem Sie Ihre Geschäftsidee darlegen. Dazu muß der Kapitalbedarf, die Finanzierung und der voraussichtliche Umsatz detailliert dargelegt werden.

Ab Dezember hat der Gesetzgeber dann auch die Prüfung der Geschäftsidee durch eine fachkundige Stelle als Voraussetzung vorgesehen, wie dies bereits beim Überbrückungsgeld der Fall ist.

Die Förderung fällt im Folgejahr weg, sobald ein Gewinn von mehr als € 25.000 erwirtschaftet wird.

Erscheint ein Gewinn von mehr als € 25.000 bereits im ersten Jahr als voraussichtlich, kommt die Gewährung von Existenzgründungszuschuß nicht in Betracht. Dies erscheint mir nach Ihrer Schilderung sehr gut möglich, denn die Diskothek läuft danach ja "prächtig".

Liegen diese Voraussetzungen aber vor, erwarten Sie also im ersten Jahr nicht mehr als € 25.000 Gewinn, haben Sie einen Rechtsanspruch auf Gewährung des Existenzgründerzuschußes nach § 421 l SGB III.

Trotzdem sollten Sie diesen Schritt sehr gut überlegen. Die Gründung einer "Ich-AG"Die Gruendung muß nämlich, wie jede Unternehmensgründung, sorgfältig und professionell vorbereitet werden. Bereits bei Gründung müssen ausreichend Einnahmen zur Finanzierung des Lebensunterhalts fliessen, da die Zuschuesse am Anfang lediglich die Sozialversicherungsbeiträge abdecken.

Verfügen Sie am Anfang noch über keine regelmäßigen Einnahmen und haben Sie auch kein finanzielles Polster, sondern stattdessen über hohe Schulden, ist die Gründung einer Ich-AG nicht ratsam. Sie müssen ja auch Anfangsinvestitionen tätigen, z.B. Einkäufe und Personalkosten finanzieren.

Generell ist es immer ein großes Wagnis, mit Schulden in die Selbständigkeit zu starten. Sie sollten daher zunächst mit einem Schuldenberater, der Ihre finanzielle Situation kennt, über Ihre Möglichkeiten sprechen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt


--
Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
Schwerinstr. 37-39, 50733 Köln
Tel.: 0221-7787630 / Fax: 0221-7787629
www.rechtsanwalt.andreas-schwartmann.de


Rechtsanwalt Andreas Schwartmann

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