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Schweigepflicht bei Arbeitgeberwechsel


05.11.2004 20:35 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Guten Tag,

zu folgender Situation habe ich die im Anschluß daran befindliche Frage.

Einige meiner Kollegen und auch ich selbst haben bei unserem Arbeitgeber zum 31.12.2004 ordentlich gekündigt.
Anlass waren betriebsinterne Probleme und der willkommene Umstand, dass ein neues Unternehmen gegründet wurde, bei dem wir alle ab dem 01.01.2005 beschäftigt sein werden.
Dieses Unternehmen wird in derselben Branche (Beratung) und ggf. auch für dieselben Kunden tätig sein.

Nachdem nun einem Kollegen wegen geschäftsschädigenden Verhaltens gekündigt wurde, ist uns anderen ausscheidenden Mitarbeitern gesagt worden, dass wir bis zum Ende des Jahres unseren Kunden nicht offenlegen dürfen, zu welchem Unternehmen wir wechseln bzw. wer alles bei unserem bisherigen Arbeitgeber gekündigt hat und ebenfalls zu dem neuen Arbeitgeber wechseln wird.
Ferner müssen nun wir "Abtrünnigen" bei jeder an Kunden und Geschäftspartner gerichteten Email die Geschäftsführung auf den Verteiler setzen.

Frage:
Sind die Maßnahmen unserer bisherigen Geschäftsführung rechtens bzw. besteht die Möglichkeit einer fristlosen Kündigung unsererseits?

Danke und schönen Gruß

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Guten Abend,

wenn es in Ihrem Betrieb einen Betriebsrat geben sollte, müßte dieser vor den Maßnahmen des Arbeitgebers gehört werden. Wenn dies nicht der Fall war, sind die Anordnungen ohnehin unwirksam.

Gibt es keinen Betriebsrat, ist die Beantwortung Ihrer Frage davon abhängig, was im Arbeitsvertrag geregelt ist. Diese Regelung wäre vorgreiflich. Gibt es auch dort keine besondere Regelung, so ergibt sich die Antwort aus den gegenseitigen Rücksichtnahme- und Treuepflichten in dem noch bestehenden Arbeitsverhältnis: Sie haben natürlich hinsichtlich sämtlicher betrieblichen Vorgänge eine Schweigepflicht. Dies betrifft vor allem die Frage, welche Kollegen zu wann den Betrieb verlassen und wohin Sie gehen. Hier halte ich die Anordnung des Arbeitgebers für rechtmäßig.

Anders sieht es bei Fragen zur persönlichen Situation aus: Die Antwort, wo Sie selbst bleiben, kann Ihnen der Arbeitgeber nicht verwehren. Dies gilt umso mehr, wenn es einen starken persönlichen Kontakt zwischen Ihnen und dem jeweiligen Kunden gibt.

Die Anordnung, die Geschäftsführung in jeden geschäftlichen e-mail-Verkehr als Verteiler aufzunehmen, halte ich für rechtmäßig, da sich hier ein betriebliches Interesse der Geschäftsleitung ergeben kann.

Auf keinen Fall rechtfertigt eine derartige Anordnung die fristlose Kündigung Ihrerseits. Sie dürfen aber die Anordnung, soweit Sie rechtswidrig ist, ignorieren.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax. 04941 60 53 48
e-mail info@fachanwalt-aurich.de
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