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Schwarzfahren in der Schweiz


| 30.07.2009 18:17 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Sonja Richter



Mein Sohn (19 Jahre) wurde in der Schweiz beim schwarzfahren erwischt. Jetzt haben wir ein Schreiben erhalten, dass er zu den 80 Sfr. Strafe noch 20 Sfr. Bearbeitungsgebühr zahlen muss, da er die Strafe nicht direkt vor Ort gezahlt hat. Es wird mit einem Inkassobüro gedroht und auch mit strafrechtlichen Schritten. Nun meine Fragen:

Kann eine Strafe aus der Schweiz in Deutschland durchgesetzt werden?

Muss er die Kosten ggf. für ein Inkassounternehmen auch für eine Forderung aus der Schweiz übernehmen?

Kann er überhaupt für ein Vergehen in der Schweiz in Deutschland strafrechtlich belangt werden?

Für eine baldige Antwort wäre ich dankbar.

Freundliche Grüße
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage der mir vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Bei der Bearbeitungsgebühr handelt es sich um eine zivilrechtliche Forderung des Transportunternehmens. Diese kann nach dem Luganer Übereinkommen auch in Deutschland vollstreckt werden. Realistischer ist jedoch, daß das Transportunternehmen ein deutsches Inkassounternehmen oder ein deutsches Anwaltsbüro mit der Durchsetzung der Forderung in Deutschland beauftragen wird. Dann wären alle Beteiligten in Deutschland. Ein derartiges Vorgehen ist mir von schwedischen Unternehmen bekannt.

Die Kosten für das Inkassounternehmen wären dabei von Ihrem Sohn zu übernehmen, wenn er jetzt nicht bezahlt. Ihr Sohn würde sich durch die Nichtzahlung in Verzug befinden. Die Inkassokosten wären Kosten, die durch den Verzug verursacht werden. Diese sind daher als Verzugsschaden erstattungspflichtig.

Selbstverständlich kann Ihr Sohn auch für Straftaten im Ausland belangt werden. Jedoch erscheint es unwahrscheinlich, daß wegen eines einfachen Schwarzfahrens ein internationales Strafverfahren betrieben wird. Der Aufwand stünde in keinem Verhältnis zum Vergehen. Daher gehe ich davon aus, daß Ihr Sohn strafrechtlich nichts zu befürchten hat.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -
Bewertung des Fragestellers 30.07.2009 | 19:08


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