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Schwarzer Schimmel in der Wohnung - Vermieter interessiert es nicht. (Dringend)


31.12.2008 13:02 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben ein großes Problem mit unserem Vermieter, der als Firma (Wohnbau) agiert.
Es handelt sich um folgendes Problem:

Am 07.05.2008 waren wir hier zu einer Wohnungsbesichtigung, in der uns auffiel,
dass im Wohnzimmer in der oberen Ecke der Wand einige kleine Wasserflecken zu sehen waren.
Wir haben dies der Vermieterin mitgeteilt, die uns versprach den Schaden sofort zu beheben,
sofern wir uns für die Wohnung interessieren. Da es unsere Traumwohnung war, haben wir sofort
den Mietvertrag unterschrieben.

Als wir die Wohnungsabnahme machten, war der Schaden auch nicht mehr zu sehen, da dieser anscheinend
Trockengelegt worden ist. 4 Monate lang (während des Sommers) haben wir keine neue Fleckenbildung erkennen können.

Doch es kam der Tag an dem wir uns für die Wohnung eine Gardinenleiste anbringen wollten, die wir richtig
an der Wand anbrachten. Als wir im Wohnzimmer saßen, peitschte uns die Gardinenstange um die Ohren und ein ca
15x15cm großes Loch riss einfach aus der Rigipswand. Taggleich bestellte ich meinen Vater zu uns, der gelernter
Maurer ist, dieser teilte uns dann mit, dass die Wand rund um den Rigips komplett Nass sei, sowie ein starker
Schwarzschimmelbefall vorlag. Er deutete darauf hin, dass die vorangegangene Reparatur nicht fachgemäß durchgeführt
worden ist, sondern nur der Rigips trockengepustet worden ist, dann wurde es überstrichen.

Am darauf folgenden Tag ( 05.09.08 ) war ich bei unserem Vermieter und teilte ihm das Problem mit.
Er versprach sich innerhalb von einigen Stunden bei uns zu melden.
Es geschah: Nichts.
Bei mehreren Telefonaten mit der Geschäftsleitung wurden wir einfach abgewimmelt ohne eine Lösung zu finden.
Nach einigen Tagen, ging ich wieder zu unserem Vermieter und forderte Ihn auf zu uns zu kommen.
An diesem Tag kam der vermieter dann auch (11.9.) und schaute sich den noch kleinen Schaden an.

Der Vermieter sagte, es würde sich nicht lohnen, dass im kommenden Winter zu beheben und man könne ja notgedrungen
schauen, was sich machen lässt. Danach ging er wieder.

Es erfolgte aber absolut keine Rückmeldung, selbst nach mehrmaligen Anrufen wurden wir nur vertröstet,
dass niemand zu sprechen sei.

Am 18. November 2008 dann mit der DAS Rechtschutz telefoniert und eine Deckungszusage erteilt bekommen.
Am 19. November 2008, eine Mängelanzeige/Minderungsanzeige an den Vermieter geschickt per Einschreiben-Eigenhändig
sowie Rückschein. 30% Mietminderung angekündigt, solange das Problem nicht behoben ist. (Mit Berufung auf ein AZ von LG HH).

Im Monat November sogleich die Mindminderung berechnet und den Mietanteil um 30% gesenkt sowie die Minderung für den laufenden November geltend gemacht.

Erhalt der gekürzten Miete:

Nach 10 Tagen kamen 2 komische Typen zu uns in die Wohnung, sprachen sehr schlecht deutsch und machten nicht gerade
den Anschein, als würden diese ein Gewerbe haben. Einer Sprach schlecht, der andere gar kein Deutsch. Sie besaßen nicht einmal
richtiges Werkzeug. Sie verlegten innerhalb von 3 Tagen (3 Tage jeweils 30 Minuten), ein Plastikrohr für das Abwasser
in unserem Balkon. Als sie die Löcher verputzen wollten, platzte der Putz wiedermal weg. Sie fönten den Putz mit einem
Handelsüblichen Kosmetikfön trocken. Dies gab mir zu denken.

Die letzten Tage ist es eisig Kalt in Essen und nun ist der Schaden größer als vor der Reperatur.
Der Wasserfleck ist eine Wasserfütze mit ausmaßen von fast 40cm im Durchmesser...
Selbst die erneute Mängelanzeige, interessiert den Vermieter nicht.
Keine Reaktion, man wird wieder nur abgewimmelt.

Zudem ist meine Frau nun Schwanger und oben herein noch Alergikerin.
Für Sie ist es eine Zumutung in so einem Zustand zu leben.
Gesund kann es ebenfalls nicht für das ungeborene Kind sein (13.SSW), da es sich in der Entwicklung befindet.

Daher suchen wir nun juristischen Beistand, sodass wir unserem Kind ein Mängelfreies uns Gesundes Heim bieten können.

Wir wissen so wirklich nicht mehr weiter, was sollen wir tun?
Eine Reparatur per Vorkasse und das Geld einklagen kommt nicht in Frage, dazu fehlen die Mittel.
Eingrenzung vom Fragesteller
31.12.2008 | 13:10
31.12.2008 | 13:34

Antwort

von


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46535 Dinslaken

Tel: 02064 45 89 904
Web: www.rechtsanwalt-dubbratz.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

ich möchte Ihre Frage unter Berücksichtigung des von Ihnen getätigten Einsatzes sowie Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt beantworten:

Sie haben gegenüber Ihrem Vermieter einen Anspruch auf eine fachgerechte Beseitigung des aufgetretenen Schadens. Gemäß § 535 Abs. 1, S. 2 BGB ist der Vermieter verpflichtet, die Mietsache während der Mietzeit in einem vertragsgemäßen Zustand zu erhalten. Soweit Feuchtigkeitsschäden in der Wohnung auftreten, müssen diese Schäden durch den Vermieter beseitigt werden.

Diese Beseitigung ist nach Ihrer Schilderung des Sachverhalts nicht erfolgt, zumal hier die Verpflichtung des Vermieters besteht, sowohl die Feuchtigkeitsschäden selbst als auch deren Ursachen zu beseitigen. Dies schließt zumindest eine ordnungsgemäße Trocknung der Wand mit dazu geeigneten Geräten voraus.

Soweit Sie hier mitteilen, dass den Vermieter die neuerliche Anzeige des Mangels nicht interessiert, bieten sich m.E. zwei Wege an:

Zum Einen besteht die Möglichkeit mittels anwaltlichem Mahnschreibens den Vermieter nochmals zur Mängelbeseitigung aufzufordern. Dazu sollte ihm eine Frist zur Beseitigung des Mangels gesetzt werden. Falls Sie diesen Weg nicht gehen wollen, sollten Sie selbst den Vermieter unter Setzung einer Frist zur Mängelbeseitigung auffordern. Aus Ihrer Schilderung ist insoweit nicht erkennbar, dass bereits eine Frist von Ihnen gesetzt ist. Dies ist aber erforderlich, um den Vermieter in Verzug zu setzen. Die wirksame Inverzugsetzung ist für ein eventuell erforderliches Klageverfahren ratsam.

Aufgrund Ihrer Schilderung kommt darüberhinaus die Einleitung eines Klageverfahrens in Betracht. Der Kosteneinwand ist für mich dabei nicht nachvollziehbar, da Sie hier selbst mitteilen, dass Sie bereits eine Deckungszusage der Rechtschutzversicherung haben.

Es besteht daher die Möglichkeit den Vermieter unmittelbar auf Mängelbeseitigung in Anspruch zu nehmen. Dies bedeutet, dass ein gerichtliches Verfahren mit dem Ziel eingeleitet wird, dass die Mängel vom Vermieter fachgerecht beseitigt werden.

Daneben besteht die Möglichkeit, dass der Vermieter gerichtlich auf Zahlung eines Vorschusses für die voraussichtlichen Kosten der Mängelbeseitigung in Anspruch genommen wird. Eine solche Vorschusspflicht des Vermieters wird durch den Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung angenommen, wenn der Vermieter seiner Verpflichtung zur Mängelbeseitigung nicht nachkommt. Soweit Sie daher gemäß § 536 a Abs. 2 BGB berechtigt sind, den Mangel selbst zu beseitigen, ist der Vermieter zur Leistung eines Vorschusses verpflichtet.

Welcher der beiden (Klage-)Wege beschritten wird, sollte im Einzelfall abgewogen werden.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort die möglichen rechtlichen Wege zu Ihrer Zufriedenheit aufgezeigt zu haben. Soweit es von Ihnen gewünscht ist, stehe ich Ihnen auch gerne zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dubbratz, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht


Nachfrage vom Fragesteller 31.12.2008 | 14:07

Sehr geehrter Herr Dubbratz,

ich hatte vergessen zu erwähnen, dass wir bereits in unserem ersten Schreiben, dem Vermieter eine Frist bis zum 28.11.08 gesetzt hatten den Mangel und die Schäden zu beheben.

Insoweit sollten wir ja in allen Instanzen abgesichert sein, da wir den Mangel:

1) Angezeigt
2) fristgesetzt

haben und er bis heute dem 31.12.08, also nach Fristsetzung immer noch nicht behoben worden ist.

Gerne können wir Ihnen das Mandat in diesem Fall übertragen.

Was wäre Ihrer Meinung nach der erste richtige Schritt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.12.2008 | 14:25

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der Tatsache, dass Ihr Vermieter nach Ihrer ersten Fristsetzung jemanden mit der Mängelbeseitigung beauftragt hat, würde ich - da ich auch den Inhalt des nachfolgenden Schreibens nicht kenne - grundsätzlich dazu raten, mit anwaltlichem Schreiben eine kurz bemessene Nachfrist zur fachgerechten Beseitigung zu setzen.

Nach Ablauf der Frist sollte dann ohne Verzögerung das gerichtliche Verfahren eingeleitet werden. In diesem Zusammenhang sollte auch besprochen werden, ob eine Klage auf Mängelbeseitigung oder eine Klage auf Zahlung eines angemessenen Vorschusses der sinnvollste Weg ist.

Soweit Sie mir das Mandat übertragen möchten, möchte ich Sie bitten, mit mir per E-Mail Kontakt aufzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Dubbratz
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

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