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Schwangerschaft in der Probezeit der Zeitarbeitsfirma


21.08.2008 05:44 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Astrid Altmann



Sehr geehrte Damen und Herren Anwälte,

ich bin bei einer Zeitarbeitsfirma seit 1. Juli angestellt. Die Probezeit beträgt 6 Monate. Nun habe ich festgestellt, dass ich in der 5. Woche schwanger bin. Wie kann ich mich und das Kind, falls es die ersten 12 Wochen übersteht, auch trotz der Probezeit schützen?
Und selbst - falls die Zeitarbeitsfirma mich "bis zum Schluss" bei sich behält und ich dann nicht mehr in der Probezeit wäre - gelten in einer Zeitarbeitsfirma dann die gleichen Schwangerenschutzbestimmungen wie in herkömmlichen Firmen (dass man wieder einsteigen darf nach dem Mutterschutz usw.). denn dann würde die Zeitarbeitsfirma das ja ganz sicher nicht machen lassen, mich bis nach der Probezeit arbeiten lassen oder? :-(

Mit der verzweifelten Hoffnung auf Hilfe...
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Diese Antwort ist vom 21.08.2008 und möglicherweise veraltet. Stellen Sie jetzt Ihre aktuelle Frage und bekommen Sie eine rechtsverbindliche Antwort von einem Rechtsanwalt.

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21.08.2008 | 08:09

Antwort

von

Rechtsanwältin Astrid Altmann
253 Bewertungen
Sehr geehrte Fragestellerin,

hiermit nehme ich zu Ihren Fragen wie folgt Stellung:

Die Vorschriften des Mutterschutzgesetzes gelten für alle Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, also auch bei Leiharbeiterinnen. Sobald Sie schwanger sind, tritt gemäß § 9 MuSchG der Kündigungsschutz ein, das heißt Ihnen kann nicht gekündigt werden, das gilt auch während der Probezeit. Voraussetzung ist, dass der Arbeitgeber Kenntnis von der Schwangerschaft hat bzw. ihm dies binnen zwei Wochen nach Zugang der Kündigung mitgeteilt wurde.

Etwas anderes könnte sich ergeben, wenn es sich um einen befristeten Arbeitsvertrag handelt.

Arbeitgeber ist in Ihrem Fall die Leiharbeitsfirma.

Ihre Frage nach dem Schutz des Kindes kann ich detailliert erst beantworten, wenn ich Einsicht in den Arbeitsvertrag genommen habe.

Grundsätzlich bestehen gewisse Beschäftigungsverbote, das heißt Sie dürfen Tätigkeiten nicht ausüben, die Ihre Gesundheit oder die des Kindes gefährden. Gegebenenfalls haben Sie einen Anspruch auf eine entsprechende (Um-) Gestaltung Ihres Arbeitsplatzes.

Ich hoffe Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 21.08.2008 | 08:48

Hallo Frau Hein,

vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort. Damit haben Sie mir schon einmal sehr geholfen...
mich würde jetzt noch interessieren, wie bereits in der 1. Frage gefragt, ob ich einen Anspruch auf meinen Arbeitsplatz habe nach der 1-jährigen Mutterschaftspause. Können Sie mir das beantworten oder bräuchten Sie auch hierfür den Vertrag? Mein Arbeitsvertrag ist nämlich gerade mal 2-seitig (der Standard Zeitarbeitsfirmen-vertrag) und beinhaltet absolut nichts zum Thema Schwangerschaft

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.08.2008 | 12:12

Sehr geehrte Fragestellerin,

es freut mich Ihnen geholfen zu haben.

Zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


In der Regel sind diese Standardverträge befristet auf ein Jahr. Daher würde sich ein Anspruch auf Wiedereinstellung nach einem Jahr erübrigen.

Grundsätzlich haben Sie gemäß § 16 BEEG einen Anspruch auf Elternzeit. Dieser muss mindestens sieben Wochen vor Antritt schriftlich beantragt werden. Bei befristeten Verträgen ist zu beachten, dass diese durch die Elternzeit nicht verlängert werden.

Für eine abschließende rechtliche Beurteilung ist die Einsichtnahme in den Arbeitsvertrag meiner Ansicht nach unumgänglich. Dies kann aber nicht mehr im Rahmen dieser Beratung erfolgen. Diesbezüglich müssten Sie sich mit mir über meine Kontaktdaten in Verbindung setzen. Dabei erlaube ich mir den Hinweis, dass allein die Kontaktaufnahme selbstverständlich noch keine Kosten auslöst.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Astrid Hein
Rechtsanwältin

ANTWORT VON
Rechtsanwältin Astrid Altmann
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