Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
475.124
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schuldner zahlt nicht, trotz Titel & Urteil


19.11.2008 11:04 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Ich habe seit einigen Jahren einen ehem. Auftraggerber, der sich windet wie eine Schlange. Trotz Titel und Urteil zahlt dieser nicht. Beim letzten Besuch des GV wurde eine EV abgegeben (dies ist nun auch schon 2 Jahre her) und es kam zur Zwangsversteigerung seiner Immobilie. Jedoch war da erstmal, wie sollte es anders sein, die Bank dran. Nach schriftl. Anfrage beim Einwohnermeldeamt bekam ich die Info, dass besagter Schuldner unbekannt Verzogen/von Amtswegen abgemeldet sei. Hinter Gittern sitzt dieser nicht, das habe ich in der Zwischenzeit über Umwege herausgefunden.
Einen langen Atem habe ich in den letztenJahren bewiesen, ich möchte den Schuldner aber nicht die geschuldete Summe erlassen, indem ich tatenlos zusehe. Daher würde ich gern tätig werden.
Wie am sinnvollsten vorgehen um zumindest einen Teil der Forderung zu bekommen bzw mich ins Gedächtnis zurückrufen ?
Sehr geehrter Ratsuchender,

hier haben Sie ein echtes Problem, da Sie eine Anschrift zunächst ermitteln müssen um auf dem gesetzlich zulässigen Wege weiter vorgehen zu können.

Sofern über das Einwohnermeldeamt und auch in Form einer Postanfrage keine neue Adresse zu ermitteln ist, sollten Sie hier Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft stellen, sowohl unter dem Gesichtspunkt der Gläugigerbenachteiligung als auch wegen des Verstosses gegen die Meldevorshriften. Letzteres ist zwar nur als Ordnungswidrigkeitenverfahren zu behandeln, kann aber hier den Vorteil bringen, dass die Staatsanwaltschaft zunächst die Ermittlungen aufnimmt. Durch eine Akteneinsicht könnten Sie dann die Adresse erfahren.

Liegt die Adresse vor, kann dann nur erneut die Zwangsvollstreckung betrieben werden, wobei Sie vorab bei dem zuständigen Amtsgericht fragen könne, ob Eintragungen bereist vorhanden sind. Da hier vor zwei Jahren die eidesstattliche Versicherung abgegebenn worden ist, dürfte die Zwangsvollstreckung erst nach Ablauf eines weiteren Jahres erfolgreich sein.

Möglich ist es aber auch - und das könnte sich aus dem Protokoll der eidesstattlichen Versicherung ergeben - gegebenenfalls Rentenanwartschaften schon zu pfänden, wobei es natürlich auch immer auf das Alter des Schuldners ankommt.

Dieses wären die Maßnahmen, die Sie jetzt einleiten könnten. Möglich ist allerdings auch, die Forderung gegebenenfalls zu einem gewissen prozentualen Anteil zu verkaufen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 58904 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Alles verstanden und prima erklärt ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreich. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
schnell, klar und mit OLG-Urteilen belegt ...
FRAGESTELLER