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Schulden und Zwangsvollstreckung haftet meine Mutter?


16.12.2016 09:55 |
Preis: 48,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt



Hallo,

ich habe folgendes Problem: ich habe bei mehreren Gläubigern insgesamt ca. 20.000 Euro Schulden, werde meine Arbeit und meine Wohnung verlieren und muss deswegen zurück zu meiner Mutter ziehen. Dort werde ich ein Zimmer in ihrer Wohnung haben. Das ganze Haus gehört meiner Mutter und sie hat auch ein Sparbuch, Wertpapiere und ein Auto. Gegen mich läuft die Zwangsvollstreckung. Leider bin ich aus oben genannten Gründen auf unbestimmte Zeit zahlungsunfähig. Da ich Zugang zu der ganzen Wohnung habe frage ich mich, wenn im Falle eines Falles ein Gerichtsvollzieher kommt, ob dieser auch die Wertpapiere und Sparbuch oder Auto meiner Mutter pfänden darf, oder ob sie gar mit ihrem Haus für mich gerade stehen muss?
Zum anderen würde ich gerne wissen, was eigentlich passiert, wenn der Gerichtsvollzieher schon da war, die eidesstattliche Versicherung schon abgegeben wurde und ich auch schon eine Kontopfändung habe? Was können dann noch für Maßnahmen folgen? Kann dann doch meiner Mutter ihr Vermögen angegriffen werden, bzw kann ich Betrug unterstellt bekommen, wenn ich wirklich gar nichts habe aber bei einer wohlhabenden Frau lebe, einfach um zu überleben? Kann man wegen Schulden ins Gefängnis kommen?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Fragen gerne wie folgt:

Ihre Mutter muss nur dann für Ihre Schulden haften, wenn sie mit Ihnen zusammen Verträge geschlossen hätte, also ebenfalls mit Ihnen zusammen als Schuldner in einem etwaigen Vertrag mit den Gläubigern stehen würde. Oder auch, wenn Sie etwa für Sie gebürgt hätte.
Wenn dies nicht der Fall ist, so muss Ihre Mutter nicht für Ihre Schulden aufkommen.

Wenn Sie bei ihr wohnen und der Gerichtsvollzieher würde kommen, so können Sie darauf verweisen, dass das Haus und der Hausrat Ihrer Mutter nicht in Ihrem Eigentum steht, so dass es auch nicht gepfändet werden kann. Auch muss Ihre Mutter nicht mit ihrem Haus haften.

Mit weiteren Maßnahmen nach der Abgabe der eV. müssen Sie nicht rechnen, diese allerdings müssen Sie ggf. nach zwei Jahren nochmals abgeben, wenn ein Gläubiger dies verlangt. Aus gegen Sie bestehenden Titeln kann die Zwangsvollstreckung 30 Jahre lang betrieben werden.

Sofern Sie sich nichts strafrechtlich zu Schulden haben kommen lassen, müssen Sie allein wegen der Schulden nicht ins Gefängnis.

Falls Sie Sozialleistungen beantragen sollten, so müssen Sie dort wahrheitsgemäße Angaben machen und ggf. auch solche zum Vermögen Ihrer Mutter. Es kann dann sein, dass Sie deshalb keine Sozialleistungen erhalten.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben
und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Draudt
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 17.12.2016 | 17:57

Und meiner Mutter kann wirklich nichts passieren, sie kann keinen Betrug unterstellt bekommen und auch nichts weggenommen bekommen? Ich ziehe sie also nicht in meine Probleme mit rein wenn ich zu ihr ziehe?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.12.2016 | 09:05

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Nach-Frage gerne wie folgt:

Unter den von Ihnen geschilderten Umständen nein.
Beachten Sie bitte, dass bei Weglassen von Umständen die Beurteilung anders ausfallen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Draudt
Rechtsanwältin

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