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Schulden der verstorbenen Freundin


09.12.2004 09:37 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Meine ehemalige Frau hat 1977 ihrer besten Freundin 2000DM geliehen und einen Schuldschein erhalten mit dem Vermerk, dass der Betrag mit banküblichen Zinsen nach Vereinbarung zurückgezahlt werden soll. Außerdem liehen wir dieser Freundin im Laufe der Zeit weiter Geld allerdings ohne Quittung und ich erbrachte Sachleistungen, für die es auch Zeugen gibt. Abmachung war dass dies ebenfalls verzinst zurückgezahlt werden sollte. 1990haben wir durch einen befreundeten Anwalt eine Aufstellung machen lassen und sie aufgefordert einen Schuldschein zu unterschreiben. Leider haben wir aus Mitleid wegen ihrer schlechten finanziellen und seelischen Situation damals nicht weiter darauf bestanden. 1999 habe ich nochmals auf Zahlung gedrängt und tatsächlich 1000DM erhalten. Der gesamte Betrag des Darlehens beläuft sich auf 4130DM nach Abzug von diversen kleineren Rückzahlungen und diesen 1000DM von 1999. Zuzüglich der Zinsen hat sich eigentlich ein netter Betrag angesammelt.
Letztes Jahr ist die Freundin verstorben und alle ihre Unterlagen vernichtet worden. Ihr Erbe hat ihre Schwester angetreten, die mir einen Vergleich anbietet von 2000€.
Muss die Schwester die Schulden mit Zinsen in voller Höhe übernehmen? Reicht für einen Nachweis der Schulden der Schuldschein, den meine Ex-Frau an mich weitergegeben hat, die Zeugenaussage meiner Ex-Frau und eines in Griechenland lebenden Freundes, der die Sachleistungen bestätigen kann? Sind Ansprüche nach so langer Zeit verjährt oder wurde diese durch die Zahlung in 1999 (Bankbeleg) aufgehoben? Gibt es berechtigte Aussichten in einer Auseinandersetzung wenigstens mehr als die gebotenen 2000€ zu erhalten?
Sehr geehrter Anfragender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Angesichts der nur spärlichen Beweissituation und vor allem der zwischenzeitlich teilweise eingetretenen Verjährung würde ich Ihnen raten, den Vergleich mit der Schwester anzunehmen.

Wenn Sie sofort klagen, könnten Sie nur noch Zinsen seit 2001 geltend machen. Ausgehend von EUR 500 Hauptforderung und einem Zinssatz von 8 % (was heute schon ein guter Zinssatz ist!) wären das Zinsen in Höhe von EUR 160.

Inwieweit Sie Sachleistungen nachweisen können (sowohl hinsichtlich der Werthaltigkeit als auch hinsichtlich der Tatsache, dass diese vergütet bzw. ersetzt werden sollten) kann nur schwer beurteilt werden. Aufgrund der langen Zeit gehe ich jedoch nicht davon aus, dass Ihnen ein Richter mehr als die angebotenen EUR 2.000 zusprechen würde.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -
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