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Schufa Eintrag - dank falscher Adresse wusste ich davon nichts. Löschung möglich?


18.11.2014 11:16 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen



Ich habe für einen neuen Mietvertrag eine Schufa Auskunft angefordert und hatte zu meiner Überraschung von einem Telekommunikations-Dienstleister zwei Negativ-Einträge darin.
Die Einträge resultieren aus einem alten Mobilfunk-Vertrag, den ein Familienmitglied im Januar 2014 übernommen hatte. Im März 2014 stand dann eine Rechnung offen, die mein Vater leider nicht gänzlich bezahlte. Daraufhin stellte das Unternehmen einen Mahnbescheid auf meinen Namen, allerdings unter der Adresse meines Vaters aus. Also hier schon eigentlich falsch, da ich ja kein Vertragspartner mehr war! Darauf folgte ein Vollstreckungsbescheid, der angeblich auch unter der Adresse zugestellt wurde - wieder auf meinen Namen. Allerdings liegen weder mir, da ich ja an der Adresse nicht wohne, noch meinem Vater, diese Schriftstücke vor. Erst durch die Schufa-Einträge wussten wir davon. Nun wurde der Betrag natürlich sofort ausgeglichen, jedoch habe ich die Einträge in meiner Schufa noch 3 Jahre an der Backe, da das Unternehmen behauptet, die Einträge seien rechtskräftig. Somit kann ich meinen zukünftigen Mietvertrag wahrscheinlich vergessen und auch Kredite zu bekommen wird enorm schwer. Für einen jungen Menschen wie mich eine unhaltbare Situation. Allerdings habe ich nie an der Adresse gewohnt und dadurch, dass ich keinen gültigen Vertrag bei dem Mobilfunk-Unternehmen hatte, sehe ich die Forderung mir gegenüber nicht ein und schon gar nicht die Einträge in MEINER Schufa. Habe ich irgendwie eine Chance darauf, die Einträge loszuwerden? Kann ich dem Inkasso Büro etwas vorwerfen, sodass ich da wieder rauskomme? Das Inkasso-Büro schiebt die Schuld auf meinen Vater, da er ja jederzeit hätte sagen können, dass ich dort nicht wohne. Kann mir jemand helfen?
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Anfrage möchte ich auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Insofern Sie infolge der Vertragsübernahme im Januar 2014 nicht mehr Vertragspartner des Mobilfunkanbieters waren und danach negative Einträge ergingen, sollten sie diesen Forderungen gegenüber dem Inkassobüro widersprechen. Grundsätzlich muss man sich bei falschen oder fehlerhaften Schufa - Einträgen direkt an das Unternehmen wenden, welches für den Eintrag verantwortlich ist. Dabei ist auszuführen, warum ein Eintrag ungerechtfertigt ist und gelöscht werden soll. Stellen Sie also dar, dass sie kein Vertragspartner mehr waren und ebenso eine andere Anschrift haben. Wenn einer Forderung widersprochen wurde, ist das Unternehmen gezwungen, sich inhaltlich mit ihren Einwendungen auseinanderzusetzen. Die unberechtigten Einträge müssen infolge gelöscht werden. Stammen die Negativeinträge von einem Inkasso – Unternehmen, so wenden sie sich zunächst per Einschreiben an dieses. Setzen sie dabei gleich eine Frist von drei Wochen zur Löschung der negativen Schufa-Einträge. Wenn das Inkasso – Unternehmen eine falsche Eintragung veranlasst hat, ist es auch zum Widerruf gegenüber der Schufa verpflichtet. Wenn das Unternehmen keine Korrektur der Eintragungen veranlasst und wenn wegen einer Kreditbewilligung oder Mietwohnung besondere Eilbedürftigkeit besteht, kann auch eine einstweilige Verfügung bei dem zuständigen Amtsgericht beantragt werden. Durch diese Verfügung wird das Unternehmen dann verpflichtet, die Löschung bei der Schufa zu beantragen.


Gegen den Vollstreckungsbescheid können Sie Einspruch erheben und beantragen, diesen aufzuheben. Dies ist in ihrem Fall noch möglich, da die Einspruchsfrist von zwei Wochen erst mit richtiger Zustellung des Vollstreckungsbescheides zu laufen beginnt. Beachten Sie dabei aber, dass ein Dokument nach § 189 ZPO gleichwohl als zugestellt gilt, wenn die Person das Dokument tatsächlich erhalten hat.


Eine abschließende Beurteilung der Rechtslage, insbesondere der Erfolgschancen eines Löschungsantrages, ist jedoch ohne Einsicht in die entsprechenden Unterlagen der Umschreibung des Mobilfunkvertrages nicht möglich.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen


Robert Harzewski, Rechtsanwalt
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