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Schriftliche Äußerung zur Beschuldigung - Sachbeschädigung Wohnungstür


11.11.2014 19:47 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christoph M. Huppertz



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schildere kurz die Vorgeschichte. Mein Vater war zu der Zeit Mieter der Wohnung (Nicht Hauptwohnsitz), in der es in diesem Sachverhalt geht. Die Wohnung wurde zuvor 10 Jahre lang von meinem Onkel mit Einverständnis meines Vaters genutzt.

Anfang September bekam mein Vater Post von der Wohnungsgesellschaft, dass der Wohnungsnutzer (Mein Onkel) Strom klauen soll. In dem Brief wurde mit mit der Kündigung des Mietvertrags gedroht, wenn mein Onkel nicht auszieht sowie, dass wir den "Stromklau" unterbinden sollen.

Mein Vater widerrief meinem Onkel schriftlich, fristlos das Einverständnis zur Wohnungsnutzung und fuhr in der Woche mit mir und meinem Bruder zu der Wohnung, in der wir meinen Onkel angetroffen haben. Mein Vater hat Ihn der Wohnung verwiesen und das Schloß ausgetauscht.

Ich trat dabei selbst nur als Zeuge auf, da mein Vater Angst hatte, dass mein Onkel handgreiflich werden würde. Da dieser unter der Abhängigkeit von diversen Suchtmitteln leidet, meinte mein Vater, dass dieser "Unberechenbar" sei.


Zwei Tage später folgte ein Anruf der Wohnungsgesellschaft mit der erneuten Bitte, meinen Onkel der Wohnung zu verweisen. Dieser hatte sich in der Nacht durch aufbohren des ausgetauschten Türschlosses Zutritt zur Wohnung verschafft.

Mein Vater meinte zu mir, dass mein Onkel aus der Wohnung muss und sagt mir das wir wahrscheinlich das von meinem Onkel eingesetzte Türschloss zur Wohnung aufbohren müssten. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir nicht bewusst, dass mein Onkel rechtmäßig in der Wohnung leben könnte. Ich bekam von meinem Vater die Briefe der Wohnungsgesellschaft vorgezeigt und meinte, dass "Er da raus müsse".

Da ich meinem Vater bei vielen Heimwerker- und Reparaturarbeiten behilflich bin, bat er mich und meinen Bruder mitzukommen und Ihm behilflich zu sein. Ich versuchte also ohne Verständnis der Materie das Schloss aufzubohren. Ein Nachbar hat die Polizei verständigt, da dieser vermutlich Bohrgeräusche vernahm.

Die Polizeieinheit stürmte mit gezogener Dienstwaffe das Treppenhaus hoch, untersuchte uns und mein Vater versuchte die Sachlage zu klären. Dabei kam heraus, dass der zuständige Polizist der Meinung ist das mein Onkel ein Wohn- und Bleiberecht hat und wir daher kein Recht hätten in die Wohnung einzudringen.

Unsere Daten wurden aufgenommen und gegen uns Dreien ist eine Anzeige wegen Sachbeschädigung erhoben.

Mir und meinem Bruder wurde vom Polizisten noch gesagt, dass Wir wenig zu befürchten müssten, da wir nicht vorbestraft sind und mein Vater der Anstifter zur Tat sei.


Heute kam dieser Brief an, in der ich mich schriftlich zur Beschuldigung äußern kann. Ich bin momentan Azubi im zweiten Lehrjahr und habe bis jetzt nichts mit der Polizei zu tun gehabt. Bin also ein wenig schockiert über den Brief.

http://abload.de/img/img_0878ddsm1.jpg (Link zur Fotografie des Dokuments)





Meine Fragen dazu:

-Was kann auf mich zukommen?
-Sollte ich mir weiteren rechtlichen Beistand suchen? (Als Azubi nicht so einfach)
-Wie ist auf den Brief zu antworten?
-Sollte ich die Beschuldigung zugeben?




Mit freundlichen Grüßen und Vielen Dank im Voraus





Einsatz editiert am 11.11.2014 19:57:58

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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen beantworte ich Ihnen im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung und des gewählten Einsatzes gerne wie folgt.


Sie haben ein vollumfängliches Schweigerecht. Hiervon sollten Sie aktuell unbedingt Gebrauch machen.

Daher sollten Sie auf das erhaltene Schreiben in keiner Weise persönlich reagieren.


Ich empfehle Ihnen zudem, einen Verteidiger einzuschalten. Dieser (und nicht Sie persönlich) kann zunächst vollständige Akteneinsicht nehmen, § 147 Abs. 1 StPO. Nur so können überhaupt der aktuelle Sachstand und die Beweislage zuverlässig in Erfahrung gebracht werden.

Dann kann eine konkrete Beurteilung abgegeben werden. Anschließend - und sinnvoller Weise nur anschließend - kann dann eine Verteidigungsstrategie abgestimmt werden.

Im dem Zeitpunkt kann auch beurteilt werden, ob das Verfahren möglicher Weise mit einer Einstellung und damit ohne Strafe beendet werden kann.

Außerdem sollten Sie dann dem Verteidiger die Schreiben der Wohnungsgesellschaft zur Verfügung stellen.


Sie haben übrigens selbst dann, wenn man Sie nicht mehr beschuldigt, ein Zeugnisverweigerungsrecht. Dies folgt daraus, dass Sie sowohl Ihren Vater als auch Ihren Onkel und damit nahe Angehörige belasten könnten.


Eine Sachbeschädigung kann nach § 303 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe geahndet werden. Der ebenfalls in Betracht kommende (versuchte) Hausfriedensbruch, § 123 StGB, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe geahndet.

Wenn Sie nicht vorbestraft sind, kommt bei Ihnen nur eine Geldstrafe in Betracht.

Aber auch eine solche sollte unbedingt vermieden werden. Jede Strafe macht Sie zum Vorbestraften. Und Strafen von mehr als 90 Tagessätzen werden im Führungszeugnis ausfgeführt.


Daher sollten Sie sich verteidigen lassen und nicht an der falschen Stelle sparen. Angesichts Ihrer Darstellung könnten Sie natürlich auch mit Ihrem Vater verhandeln, ob dieser die Kosten übernimmt bzw. sich beteiligt.



Ich hoffe, Ihnen geholfen und einen ersten Überblick verschafft zu haben. Eine Einzelfalltätigkeit kann und will dieser Beitrag natürlich nicht ersetzen.

Für Ihre Verteidigung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

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