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Schreiben eines Inkassobüros


| 08.12.2008 11:55 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dennis Meivogel



Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte bewerten Sie den nachfolgend geschilderten Fall:

Habe ich falsch gehandelt und bin ich im Unrecht ?

16.06.2007 Bestätigungsschreiben Abo-Service: " Mit Ihrer Bestellung gehen Sie keinerlei Verpflichtung ein. Sie können jederzeit zum nächst erreichbaren Heft bei Abo-Service absagen. "

18.08.2008 Nach Urlaubsrückkehr festgestellt, Abo-Service hat zuviel abgebucht. Börse-online ist aber nicht teurer geworden. Ferner rufen fremde Firmen zwecks Werbung an und berufen sich auf Abo-Service. Mein Schreiben vom 14.8.2008 um Ersuchen einer Korrektur und eine Beschwerde über die Weitergabe meiner Daten.

Keine Antwort

22.08.2008 Kündigung (per Einschreiben) zum nächsten Heft, wie im Auftragsbestätigungsschreiben vom 16.06.2007 eingeräumt. Kündigung der Einzugsermächtigung. Hinweis, daß die Gebühren für das letzte, noch nicht bezahlte Heft überwiesen werden (unter Abzug des zuviel abgebuchten Betrages). Überweisung des Betrages noch am gleichen Tag.

27.08.2008 Kündigungsbestätigung zum 11.09.2008 (was eine 3-wöchige Kündigungsfrist bedeutet). Abbuchung weiterer Beträge trotz Kündigung der Einzugsermächtigung.

01.09.2008 Rückbuchung auf meine Veranlassung, da alle Hefte bis zur Kündigung bezahlt wurden.

04.09.2008 Antwort auf Kündigungsbestätigung mit nochmaligem detailliertem Hinweis auf die Fakten und Widerspruch gegen die Kündigungsfrist.

04.09.2008 Nochmalige Antwort meinerseits

06.10.2008 Schreiben Abo-Service und Mahnung über 19,95 € (2 Hefte, Mahngebühren und Stornogebühren meiner Bank)

06.11.2008 Schreiben Anwalt *****, Geldforderung insgesamt 42,45 €. Mit der Androhung gerichtlicher Schritte und einer 30-jährigen Vollstreckbarkeit eines gerichtlichen Zahlungstitels.

07.11.2008 Meine Antwort, ausführlich und in allen Details.

Keine Antwort

06.12.2008 Schreiben eines Inkassobüros (ProdefActo, Inkasso), Forderung jetzt 47,45 €. Die Anwaltsgebühren in Höhe von 22,50 € sind jetzt unter den Tisch gefallen. Hinweis: " In Ihrem eigenen Interesse und weiterer Unannahmlichkeiten .........". Nach § 33 Abs. 1 Bundesdatenschutzgesetzt wurden meine Daten gespeichert.

In dem Schreiben des Inkassobüros steht, daß ich alle Rechnungen, Mahnungen und Rechtsnwaltsschreiben unbeachtet gelassen hätte.

Was kommt jetzt auf mich zu ? Soll ich nochmals, jetzt an das Inkassobüro, die Details schildern ?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Nach dem von Ihnen geschildertem Sachverhalt besteht aufgrund Ihrer Kündigung derzeit kein Abo-Vertrag mehr. Die Kündigung ist der Gegenseite auch zugegangen wie die Kündigungsbestätigung vom 27.08.2008 beweist. Dass die Gegenseite die Kündigung entgegen den vertraglichen Vereinbarungen erst mit Wirkung zum 11.09.2008 bestätigt hat rechtlich keine Auswirkungen. Entscheidend ist der Zugang der Kündigung. Diese wirkt nach den von Ihnen wiedergegebenen Vertragsbedingungen auf die nächst erreichbare Ausgabe und nicht erst in 3 Wochen.

Des Weiteren bestehen aus dem gekündigten Vertragsverhältnis keine Forderungen mehr. Sie haben nach Ihrem Sachvortrag alle Hefte bis zum Eintritt der Wirksamkeit der Kündigung bezahlt.

Die Forderung die nunmehr durch das Inkassobüro verfolgt wird, besteht nach alledem nicht.

Sie können dem Inkassobüro natürlich den Sachverhalt nochmals darlegen und die Forderung zurückweisen.

Auf jeden Fall müssen Sie gegen einen eventuell ergehenden Mahnbescheid sofort, spätestens innerhalb von 2 Wochen nach dessen Zugang, Widerpruch erheben.

Die Gegenseite müsste dann ihren behaupteten Anspruch gerichtlich geltend machen. Da dieser nach Ihren Ausführungen nicht besteht, wäre die Klage nicht erfolgreich.

Sie können der Sache also gelassen entgegen sehen.

Bewertung des Fragestellers 11.12.2008 | 14:21


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