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Schönheitsrenovierung bei Auszug, falscher Farbanstrich


| 01.09.2017 11:31 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein Mietvertrag § 18 Schönheitsreparaturen:
3. Im Allgemeinen werden Schönheitsreparaturen im folgenden Zeitabständen fällig:
b) in Schlaf- und Wohnräumen alle 8 Jahre

Eine WG zieht aus einer alter Villa, mit hohen Wänden und Stuckkranz im großen Wohnzimmer. Die Wandfarbe im großen Wohnzimmer ist in Altweiß

Einzug vor 2 Jahren und 10 Monaten in eine frisch renovierte Wohnung.

Streitpunkt:

Ein WG-Mieter gibt mir per Email bekannt, dass er nach dem Leerräumen der Möbel auch das Wohnzimmer streicht. Da es einige Beschädigungen in der Wohnung an den Türen gab und die Wohnung in einem sehr schlechten Reinigungszustand war, hatte ich angenommen, die Renovation sei angebraucht, obwohl das Mietverhältnis noch nicht lange bestand. Der Zustand der Wände im Wohnzimmer waren mir bisher nicht bekannt bzw. ob überhaupt ein Zimmeranstrich notwendig ist. Darauf habe ich ihm geantwortet und erinnert, dass das Zimmer wie beim Einzug übernommen in Altweis gestrichen wurde und ich so den Vertragszustand wieder hergestellt haben möchte.

Die Wände des Zimmer wurden aber dann nicht im übernommenen Farbton Altweiß sondern in Standardweiß gestrichen, da den Mietern die Farbe Altweiß zu teuer war. Jetzt sind die Wände in weiß und die Decke mit Stuckkranz sind im noch im alten Farbton Altweiß gestrichen. Der Mieter behauptet jetzt, ich habe ihm die Anweisung gegeben, das Zimmer zu streichen, wobei er mir mitgeteilt hat, er streiche das Zimmer und ich habe ihn dann an den Farbton erinnert habe.

Kann ich einen Neuanstrich im Farbton Altweiß verlangen?
01.09.2017 | 12:47

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus, dass Sie einen Neuanstrich im Farbton Altweiß nicht verlangen können.
Der BGH hat in einer Reihe von Entscheidungen bestätigt, dass eine Farbwahlklausel nicht wirksam ist. Das bedeutet, Sie als Vermieter dürfen eine Farbe nicht diktieren. Die Farbe muss aber so gewählt sein, dass eine Weitervermietung ohne weiteres möglich ist.
Der Mieter muss daher die Farbgestaltung so auswählen, dass sie von „möglichst vielen Mietinteressenten akzeptiert wird", so der BGH, Urteil vom 18. 6. 2008 - VIII ZR 224/07.
In der Regel wird daher weiss gestrichen, wobei eine Übergabe in hellen, neutralen und dezenten Farben laut BGH ausreichend ist.

Diesen Vorgaben ist Ihr Mieter nachgekommen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 01.09.2017 | 13:26

Gilt das auch, wenn man nach dieser Zwischenvermietung als Vermieter die Wohnung selbst wieder Nutzen will, da keine weitere Vermietung angestrebt wird? Die Farbe Altweiss ist ja auch eine helle, neutrale Farbe. Man könnte nach Ihrer Beratung davon ausgehen, dass der (die) Mieter grundsätzlich nur im Farbton Standardweiss streichen müssen. Es geht ja auch um die dann unterschiedlichen 2 Farbtöne, Wände jetzt weiss und Decke/Stuckkranz altweiss.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.09.2017 | 13:44

Sehr geehrter Fragesteller,

auch dann gilt das zuvor Mitgeteilte.

Der Mieter muss garnicht weiss streichen. Auch ein helles beige ist. z.B. ausreichend.
Musste die Decke nicht neu gestrichen werden, so reicht der Anstrich der Wand in weiss aus. Voraussetzung ist, dass die "Vermietbarkeit" oder Wiederbewohnbarkeit dadurch nicht ausgeschlossen oder erschwert wird.

Das Missverhältnis dürfte hier jedoch nicht so eklatant sein, dass daraus ein Neuanstrich gerechtfertigt wäre.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage beantwortet zu haben.

Bewertung des Fragestellers 01.09.2017 | 13:11


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