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Schleppende Bearbeitung


02.11.2014 11:39 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich bin seit Okt. 2009 im Rechtsstreit mit meiner Ehefrau, die mich mit unverschämt hohen Forderungen auf Unterhalt und später auch auf Zugewinn verklagt hat. Zugewinn und mein Scheidungsantrag wurden verbunden. Im Dez. 2012 habe ich meine Frau wegen Kontomissbrauch verklagt, da sie nach der Trennung größere Summen von meinem Konto transferiert hat und nicht bereit ist das Geld als Unterhalt anzuerkennen.

Die Verfahren sind in sofern nicht einfach, da ich selbstständig bin und zeitweise hohe Rechnungen stellen kann. Diese hohen Rechnungen hat meine Frau zum Maßstab für mein angeblich dauerhaftes Monatseinkommen genommen und geht von über 5.000,-€ Nettoverdienst aus. Mein tatsächlicher gemittelter Nettoverdienst ist etwas mehr die Hälfte (ein Gutachten liegt mittlerweile vor).

Das Problem was ich habe, dass weder mein Anwalt, noch das Gericht sich um die Angelegenheiten kümmert, sodass die Verfahren wahrscheinlich noch Ewigkeiten dauern werden.

Ein Schreiben vom Juni 2014 welches sich auf den Zugewinnausgleich bezog, wurde mir erst Ende Sept. 2014 weiter geleitet.

Im Zugewinnverfahren hat mein Rechtsanwalt meine Frau im Jan. 2013 und noch mal im Nov. 2013 zur Auskunftserteilung aufgefordert, jedoch den Trennungszeitpunkt in der Aufforderung nicht berücksichtigt. Zum Zeitpunkt des Scheidungsantrages hat meine Frau jetzt wesentlich weniger Guthaben als erwartet.

Die Auskunftserteilung zum Zugewinnausgleich schickte meine Frau im Dez. 2013. Eine Kopie der Auskunftserteilung erhielt ich von meinem Anwalt erst auf Nachfrage im Okt. 2014. Die Ursache dafür war, dass ein falsches Schreiben eingescannt und an mich versendet wurde. Das ist ein Fehler, der wohl nicht auszuschließen ist. Es kommt jedoch hinzu, dass es keine weitere Reaktion seitens meines Anwalts auf die Auskunftserteilung gab, obwohl diese wesentliche Mängel aufweist. (Belege unvollständig, keine eidesstattliche Erklärung)

Auch sonst kommt es vor, dass ich Schriftwechselkopien nur auf Nachfrage erhalte. Anschreiben für übermittelte Dokumente erhalte ich teilweise auch auf Nachfrage nicht, mit der Begründung, die Unterlagen haben wir ohne Anschreiben in einen Umschlag gepackt und versendet. Schreiben der Gegenseite werden teilweise nicht beantwortet.

Ich bin mit der Bearbeitungsweise meines Anwalts sehr unzufrieden, sodass ich bereits in Erwägung gezogen habe den Anwalt zu wechseln. Nach meinem Eindruck ist mein Anwalt stark überlastet, sodass sich in Kürze an der Situation wahrscheinlich nichts ändert.

Ich bitte um Rat was ich tun kann um die schleppende Handhabung zukünftig zu verhindern, ohne die bereits gezahlten Anwaltskosten abschreiben zu müssen.
02.11.2014 | 12:25

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn Sie mit der Bearbeitung des Mandats durch Ihren Anwalt nicht zufrieden sind, gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Sie reden mit ihm darüber und fordern ihn auf, die Sache künftig zügiger zu handhaben und Ihnen insbesondere eingehende Post umgehend an Sie weiterzuleiten. Das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber scheins ist der Kollege so überlastet, dass er diese Selbstverständlichkeiten nicht mehr realisieren kann.

2. Sie ziehen die Reißleine und kündigen das Mandat. Nachteil: Sie benötigen dann für die Rechtsstreitigkeiten einen neuen Anwalt, der aber seine Tätigkeit separat abrechnen wird, so dass Sie letztlich die doppelten Gebühren zahlen müssen. Die Zahlungen an Ihren bisherigen Anwalt werden Sie nur zurück verlangen können, wenn Ihnen durch seine Mandatsführung ein Schaden entstanden ist und Sie das Mandat deshalb fristlos kündigen dürfen. Der Schaden kann auch in der notwendigen Beauftragung eines zweiten Anwalts liegen, weil Ihr bisheriger Anwalt das Mandat nicht mehr ordnungsgemäß wahrnehmen kann.

Die Notwendigkeit des Anwaltswechsels müssten Sie dann aber nachweisen, deshalb sollten Sie zunächst den 1. Schritt machen und ihn schriftlich auffordern, das Mandat wie oben beschrieben künftig ordnungsgemäß zu führen, andernfalls Sie den Anwalt wechseln würden und ihm die Kosten dafür berechnen müssten. Eine solche Aufforderung kann Wunder wirken.

Wenn das dann alles nichts nützt, sollten Sie den Anwalt wechseln und den neuen Anwalt gleich prüfen lassen, ob der bisherige wegen seiner schlampigen Mandatsführung regresspflicht gemacht werden kann.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Andreas Schwartmann

Nachfrage vom Fragesteller 02.11.2014 | 19:46

Sehr geehrter Herr Schwartmann,

danke für die schnelle Beantwortung.

Sie schreiben, dass ich die Zahlungen nur dann zurück verlangen kann, wenn mir durch die Mandatsführung ein Schaden entstanden ist. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ist die Verzögerung selbst (10 Monate keine Reaktion auf ein wichtiges Schreiben) nicht als Schaden anzuerkennen und die Notwendigkeit des Anwaltswechsels, wofür ich Nachweispflichtig bin, z. Zeit noch nicht gegeben.

Sollte ich das Schreiben an meinen Anwalt, die Sache künftig zügiger zu handhaben mit Kündigungsandrohung als Einschreiben formulieren, damit ich diesen Vorgang nachweisen kann, oder sollte ich das Schreiben besser als E-Mail versenden?

Ich habe allerdings die Bedenken, dass wenn ich drohe den Anwalt zu wechseln, das Vertrauensverhältnis gestört ist und dadurch die Zusammenarbeit erschwert wird. Mein Anwalt wird zwar die Schreiben rechtzeitig durchstellen, aber die Bearbeitung der Antworten ggf. weiter verschleppen, was angesichts der fehlenden richterlichen Fristsetzungen, leicht möglich ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.11.2014 | 20:38

Durch die schleppende Bearbeitung müsste Ihnen ein finanzieller Schaden entstanden sein. Da die Sachen aber bei Gericht sind und die Prozessführung dem Gericht obliegt, kann Ihnen bisher ein solcher Schaden nicht entstanden sein - offensichtlich kann Ihr Anwalt ja auch nur deshalb so langsam arbeiten, weil die Verfahren ohnehin lange brauchen.

Natürlich kann eine schriftliche Aufforderung - oder auch eine E-Mail - das Vertrauensverhältnis belasten, aber es ist Ihr gutes Recht als zahlender Mandant Ihrem Anwalt auf die Finger zu klopfen, wenn Sie mit seiner Arbeit nicht zufrieden ist und er sich objektive Versäumnisse vorwerfen lassen muss.

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