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Schimmelbefall in einer Eigentumswohnung


19.04.2017 18:56 |
Preis: 32,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch



Im Oktober 2016 kaufte ich eine Eigentumswohnung um Diese nach Komplettrenovierung und Neumöbilierung als Ferienwohnung zu vermieten.

Nach einer relativ langen Regenphase mußte ich im Schlafzimmer der Wohnung plötzlich sehr starken Schimmelbefall in Höhe der Fußleiste des Schlafzimmers feststellen, und zwar über die gesamte Raumbreite.

Da die Wohnung unmittelbar vor einer Neuvermietung stand, entfernte meine Frau den Schimmelbefall mittels Schimmelentfernen.

Der von mir dann verständigte Verwalter der Eigentumswohnungenlage mit insgesamt 27 Wohnungen kam zwei Tage später zur Besichtigung und wollte mir einreden, der Schimmelbefall läge allein an unzureichender Belüftung des Schlafzimmers.

Da ich mit dieser Aussage nicht einverstanden sein könnte, verständigte ich eine Spezial-Firma, die sich mit der Lokalisierung und Beseitigung von Schimmelpilzbefall beschäftigt.

Ein Mitarbeiter dieses Unternehmens führte an mehreren Punkten der Wohnung in unterschiedlichen Höhen Feuchtemessungen durch, und ermittelte im Schlafzimmer meiner Wohnung in Höhe der Fußleiste selbst nach mehreren Tagen noch einen Wert von 96% Wandfeuchten.

Der Verwalter der Anlage wurde von mir unter Beifügen des Messprotokolls der vorgenannten Fachfirma, erneut verständigt, und unter Fristsetzung zur Lokalisierung und Beseitigung des Schimmelprobleme aufgefordert.

Der Verwalter verständigte zwar eine wohl ihm Bekannte Malerfirma, die sich meine und zwei andere Wohnungen des Hauses mit ähnlich gelagerten Problematik ansah, und auch Messungen durchführte.

Nur seit dem Geschehen und einer erneuten Nachricht betreffs dieses Schimmelprobleme, passierte bisher nichts.

Nur in der Vermietung als Ferienwohnung sehe ich so langsam erhebliche Probleme und Einnahmenausfälle auf mich zukommen.

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Sehr geehrter Mandant,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne gebe ich Ihnen eine Einschätzung zur Rechtslage sowie ergänzende Hinweise zu weiteren Möglichkeiten des Vorgehens. Bitte ergänzen Sie hierzu aber noch ein paar Punkte: Hat der von Ihnen beauftragte Gutachter eine Ursache für den Schimmelbefall gefunden, sodass sich die Ursache zeitlich einsortieren lässt und klar wird, wer hierfür zur Verantwortung zu ziehen ist (evtl. auch der Voreigentümer)? Haben Sie eine grundlegende Frage, oder geht es Ihnen um eine allgemeine Einschätzung zum Sachverhalt?
Gerne komme ich nach Erhalt Ihrer Ergänzungen erneut auf Sie zu.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 19.04.2017 | 20:34

Die von mir beauftragte Firma könnte die Ursache nicht feststellen. Man vermutet ein undichtes Flachdach, so daß bei starkem Regen Wasser vom Dacheinlauf am Fallrohr welches in der bewußten Wand liegt, herunterläuft. Bezeichnend ist ja auch, dass auch zwei andere Wohnung feuchte Wände mit Schimmelbefall haben. Die beauftragte Firma des Verwalters hat sich auch diese Wohnungen angesehen.

Der Berater der Verbraucherzentrale attestiert starke Kältebrücken im unteren Bereich der Schlafzimmer, auch bedingt durch das schlecht gedämmte unter der Wohnung liegende offene Parkdeck, welches bei starkem Regen auch eine Tropfsteinhöhle ist, und großflächig nass.

Der Verwalter der Anlage scheint das Problem aussitzen zu wollen.

Meines Erachtens ist es die Aufgabe des Verwalters, dass Schimmelproblem zu lokalisieren und beseitigen zu lassen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.04.2017 | 21:10

Sehr geehrter Mandant,

vielen Dank für Ihre Ergänzungen. Nach dieser Schilderung ist ja in der Tat davon auszugehen, dass das Problem im Bereich des Gemeinschaftseigentums liegt und damit auch die Hausverwaltung in der Tat der zuständige Ansprechpartner ist.

Da die Schwierigkeiten sich mit jedem Unwetter vergrößern und auch den Schaden erhöhen können, ist es durchaus legitim, wenn Sie den Druck etwas erhöhen und die Hausverwaltung schriftlich und unter Fristsetzung zum Handeln auffordern.
Sollte keine Maßnahme erfolgen, können Sie durchaus auch gerichtliche Schritte gegen die WEG ankündigen.

Eine zusätzliche Möglichkeit wäre es, ein selbständiges Beweisverfahren vor Gericht anzustrengen. Damit wäre der Zustand gerichtsfest dargelegt, wobei natürlich auch dann wieder ein Restrisiko verbleibt, ob eine definitive Ursache ausgemacht werden kann.

Schließlich sollten Sie später - je nach Ausgang der Angelegenheit - erwägen, auch Schadensersatzansprüche gegen den Verkäufer der Wohnung geltend zu machen.
Nach Ihrer Schilderung kann durchaus daran gedacht werden, dass dieser Sie arglistig getäuscht hat und von dem Wassereintritt wusste, Ihnen diesen Mangel aber verschwiegen hat.

Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

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