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Schimmel in der Wohnung und schwanger


23.12.2011 16:56 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Sehr geehrte Rechtsanwälte, wir haben ein großes Problem. Im September sind wir in eine neugemalerte Wohnung eingezogen. Die Wohnung hatte keinerlei Mängel. Nun nach 3 Monaten haben wir an der kompletten Schlafzimmerwand(Außenwand) Schimmelbefall. Der Kleiderschrank ist trotz 5 cm Wandabstand und Holzfüßen an der kompletten Rückseite verschimmelt. Ich habe regelmäßig geheizt und gelüftet. Da ich in der 26.Schwangerschaftswoche bin, hat meine Frauenärztin mir sofort untersagt, weitherin in diesem Zimmer zu schlafen oder mich länger darin aufzuhalten. Unserer Vermieterin haben wir den Schimmel als Mängelanzeige schriftlich gemeldet. Es wäre das erste Mal, das in der Wohnung Schimmel auftreten würde ist die offizielle Aussage von Ihr. Allerdings hat Sie bei der Besichtigung des Schadens in sich reingenuschelt "Nicht schon wieder die Außenwand". Den Vormieter können wir leider nicht so einfach ausfindig machen, um diesen zu befragen. Die Vermieterin hat uns jeglichen Kontakt im Haus zu anderen Wohnparteien untersagt, wir dürften denen nicht Bescheid geben oder diese fragen, ob auch Sie von Schimmel betroffen sind. Nun hat Sie mir ein Protokoll unterschrieben, auf denen Sie die Mängel registriert hat und wir haben Ihr bis 4.Januar eine Frist gesetzt die Ursachen und Mängel fachgerecht zu beseitigen. Problem ist, das unser Baby jederzeit kommen kann und unser Schlafzimmer die Hälfte unserer Wohnfläche ca 30 qm der Wohnung ausmacht. Wie verhält es sich nun, wenn die Vermieterin sagt, sie malert demnächst drüber(hat gefragt, ob wir das selbst machen könnten, ich natürlich angelehnt) und Sie macht eventuell etwas im Sommer? Am 2.Januar kommt außerdem das Gesundheitsamt Hygiene und nimmt Proben. Auch die Beraterin von der Hygiene hat uns geraten, das Zimmer zu meiden und die Sachen des Babys etc aus dem Zimmer zu entfernen. Weiterhin meinte die Schimmelexpertin der Hygiene, das solch ein Befall der Wand(5m lang und 1,20 m hoch Schimmel) nicht innerhalb solch kurzer Zeit aus dem Nichts auftreten kann. Ein Bekannter aus dem Trockenbau hat sich die Wand angesehen und meinte kein Wunder, draußen ist keine Dachrinne und auch kein Überstand vom Dach, das Wasser von Regen und Schnee läuft direkt die Wand runter, da brauch nur ein kleiner Riss zu sein, in dem sich das Wasser sammelt. Soll ich noch ein ärztliches Attest ausstellen lassen und wenn ja, wo? Und haben wir ein Sonderkündigungsrecht oder Mietminderungsrecht, wenn die Vermieterin die Ursache des Schimmmel nicht bis 4.Januar bereinigt? Ich habe Angst um meine und die Gesundheit des Babys, meine Augen sind seit dem angeschwollen und die Nase verstopft, außerdem ist mein Mann seit 4 Wochen dauerhaft erkältet(Schnupfen). Mir wäre es am liebsten, wenn wir so schnell wie möglich aus der Wohnung rauskommen können. Mit einem Neugeborenen wäre das kein Zustand. Was wären die nächsten Schritte? Und welche Rechte haben wir? Gibt es für den Kleiderschrank Ersatz? Kann man auf Arglist von Seiten der Vermieterin plädieren? Wer übernimmt die Kosten für den Umzug?
Ich bedanke mich schon mal im Voraus für eine Antwort.
Mit freundlichen Grüßen, Frau Kaiser
Guten Tag,

gerne beantworte ich ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung:

Da die Wohnung in der Gebrauchstauglichkeit eingeschränkt ist, besteht zunächst in Minderungsanspruch in Höhe von 100% anteilig für das nicht nutzbare Zimmer.

Wegen der Gesundheitsgefahr können Sie fristlos kündigen.

Wenn Sie die Arglist nachweisen können, werden Sie die Umzugskosten als Schadenersatz fordern.
Hinsichtlich des Kleiderschrankes können Sie ebenfalls Ersatz fordern.

DA erfahrungsgemäß immer Probleme (rechtlich und tatsächlich) auftreten, ist die anwaltliche Vertretung auf jeden Fall angezweigt.

ein Attest (des Hausarztes oder Lungenfacharztes9 ist immer hilfreich.

Bitte beachten Sie: Änderungen im Sachverhalt können zu ganz anderen Ergebnissen führen! Diese Einschätzung ersetzt nicht die Detailprüfung unter rechtlichen und tatsächlichen Gesichtspunkten.

Mit freundlichen Grüßen

RA Steininger
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