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Schenkung/Erbrecht


17.11.2004 13:41 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frage:

Meine Mutter möchte mir aus gesundheitlichen Gründen ihr Haus schenken. Im Grundbuch ist eine Fremdhypothek eingetragen. Ich habe zwei Schwestern, die beide nach dem Ableben meiner Mutter von ihr ein Wohnrecht auf Lebenszeit eingeräumt bekommen sollen -was meine Mutter natürlich auch bis dahin hat.

Für Pflege oder sonnstige Unterstüzung kann ich nicht aufkommen, da ich 300 km entfernt wohne und auch nur 1-2 mal im Jahr vor Ort bin. Es besteht ein sehr geringer bis garkein Kontakt zu meiner Mutter und as schon seit ca. 15 Jahren.

Ist es so, dass ich im Falle des Todes (was hoffentlich noch Jahre dauern wird) durch meine Mutter die Fremdhypothek ablösen muss (Falls Sie es nicht vorher tut?) Können meine Schwestern dann in dem Haus wohnen und ich muss für die Kosten aufkommen (Reparaturen ect.)? (Nebenkosten wie Strom, Wasser ect. - tragen Sie selbst, oder?)
Kann ich das Haus nur mit Einwilligung durch meine Schwestern verkaufen? Was ist mit dem Erbrecht - muss ich meine Schwestern noch zusätzlich auszahlen????

Was empfehlen Sie mir?

Vielen Dank!

17.11.2004 | 14:02

Antwort

von


6 Bewertungen
Rechtsanwaltskanzlei Filler
Weender Landstraße 1
37073 Göttingen
Tel.: 0551 – 79 77 666
Fax: 0551 – 79 77 667
E-mail: filler@goettingen-recht.de



In Beantwortung Ihrer Fragen teile ich Ihnen Folgendes mit:
Ist es so, dass ich im Falle des Todes (was hoffentlich noch Jahre dauern wird) durch meine Mutter die Fremdhypothek ablösen muss (Falls Sie es nicht vorher tut?)
Ja, die Fremdhypothek „haftet“ an dem Haus. Die gesicherte Forderung ist mit dem Wert des Hauses abgesichert. Dies bleibt auch so nach Überschreibung des Hauses.
Können meine Schwestern dann in dem Haus wohnen und ich muss für die Kosten aufkommen (Reparaturen ect.)? (Nebenkosten wie Strom, Wasser ect. - tragen Sie selbst, oder?)
Für Ihre Schwestern soll ein sogenanntes dingliches Wohnrecht eingeräumt werden. Das Wohnrecht ist ein sogenanntes Nießbrauchsrecht. Es wird im Grundbuch eingetragen. Das Wohnrecht / der Nießbrauch kann entgeltlich, teilentgeltlich oder unentgeltlich eingeräumt werden. Der Inhaber des Wohnrechts ist Nießbraucher der Wohnung.
Unentgeltlich: Vermietet der Nießbraucher das Grundstück, erzielt er Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Demgegenüber entstehen beim Eigentümer keine Einkünfte. Abschreibungen des Gebäudes kann der Nießbraucher nicht als Werbungskosten geltend machen, da keine Anschaffungs- und Herstellungskosten für den Nießbrauch entstanden sind. Der Eigentümer kann die Abschreibung ebenfalls nicht ansetzen. Nachträgliche Herstellungskosten und Erhaltungsaufwendungen können nur dann vom Nießbraucher als Werbungskosten angesetzt werden, wenn er diese Kosten auch tatsächlich zahlt.
Entgeltlich: Wird das Objekt durch den Nießbraucher vermietet, sind Einnahmen beim Nießbraucher als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu erfassen. Das Entgelt, dass der Nießbraucher an den Eigentümer zahlt, ist für den Eigentümer eine Einnnahme aus Vermietung- und Verpachtung. Diese Zahlungen sind für dem Nießbraucher Werbungskosten. Die Gebäudeabschreibung kann der Eigentümer geltend machen. Wer nachträgliche Herstellungskosten oder Erhaltungsaufwendungen (Eigentümer oder Nießbraucher) zahlt, kann diese Aufwendungen als Werbungskosten ansetzen.
Teilentgeltlich: Einnahmen sind wie beim entgeltlichen/ unentgeltlichen Nießbrauch anzusetzen. Werbungskosten können im Verhältnis Nießbrauchentgelt zu Kapitalwert des Nießbrauchs geltend gemacht werden. Kann ich das Haus nur mit Einwilligung durch meine Schwestern verkaufen? Was ist mit dem Erbrecht - muss ich meine Schwestern noch zusätzlich auszahlen????
Kann ich das Haus nur mit Einwilligung durch meine Schwestern verkaufen?
Nein, sobald sie Eigentümerin sind, können Sie über das Haus nach beleiben verfügen.
Was ist mit dem Erbrecht - muss ich meine Schwestern noch zusätzlich auszahlen????
Sofern Ihre Mutter die gesetzliche Erbfolge nicht durch Testament ändert gilt, dass der Wert des Erbes Ihnen dreien zu gleichen Teilen zukommt. Wenn das Erbe insgesamt aus dem Haus besteht und keine anderen Vermögenswerte umfasst, müssen Sie ihren Schwestern jeweils ein Drittel des Wertes des Hauses auszahlen. Allerdings nur, wenn zwischen Erbfall und Schenkung ein Zeitraum liegt, der kleiner ist al 10 Jahre. Wenn Zwischen Schenkung und Erbfall mehr als 10 Jahre liegen, zählt die Schenkung nicht zur Erbmasse, mit der Folge, dass Sie Ihre Schwester nicht auszahlen müssen.
Sollte ihre Mutter überhaupt nicht wünschen, dass Sie Ihre Schwestern auszahlen müssen, so müsste Sie die gesetzliche Erbfolge ändern.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung
Mit freundlichen Grüßen
(Regine Filler)
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

Göttingen

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