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Schenkung von meiner Mutter


| 18.11.2014 14:52 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Winkler


Zusammenfassung: Einen Pflichtteilsergänzungsanspruch gibt es stets erst nach dem Tod des Erblassers. Wenn alle potentiellen Pflichtteilsberechtigten mindestens den gesetzlichen Erbteil erhalten, dann ist ein Pflichtteilsanspruch ohnehin ausgeschlossen.


Und zwar hat meine Mutter mir 2009, einen Betrag von 100.000,- Euro geschenkt.
Diesen Betrag habe ich in eine Kapitallebensversicherung eingezahlt. Jetzt habe ich von der 10 Jahresfrist gehört, da ich noch einen Bruder habe, müsste ich ihn ja auszahlen.
Die 10 Jahresfrist heißt ja jedes Jahr wird von den 100.000,- Euro ein zehntel noch
abgezogen. Das wären ja dann runter gerechnet 50.000,- Euro bis heute. Den Rest
von 50.000,- Euro müsste ich ja, sollte meine Mutter versterben, mit meinem
Bruder, dann noch teilen. Da meine Mutter ja ein Testament hat, dort steht drin, dass
ich und mein Bruder je zur Hälfte erben werden. Spielt das versterben von meiner Mutter,
eine Rolle, oder kann mein Bruder heute schon Geld von mir verlangen?

Meine Frage ist: Stimmt das was ich oben genannt habe, das ich den Rest mit meinem Bruder noch teilen muss. Oder muß ich ihm die 50.000,- € auszahlen?
Stimmt das das immer jedes Jahr ein zehntel von der geschenkten Summe, (100.00,- €)
abziehen kann ?
Desweiteren habe ich die Summe erhalten, da ich eine Schwerbehinderung von GdB 70
habe, und auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr einsetzbar bin. Außerdem bekomme ich eine sehr niedrige Rente, und die Schenckung ist eine große Hilfe.

Ich möchte Sie bitten mir diese Fragen, kurz zu beantworten. Vielen DANK !
MfG,


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Sehr geehrter Fragesteller,

Lassen Sie mich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:


„Spielt das versterben von meiner Mutter,
eine Rolle, oder kann mein Bruder heute schon Geld von mir verlangen?"

Zu Lebzeiten der Mutter kann ihr Bruder in keinem Fall Geld von Ihnen verlangen. Ihre Frage spielt auf den so genannten Pflichtteilsergänzungsanspruch an. Den aber gibt es in jedem Fall erst nach dem Tode des Erblassers, hier also der Mutter.


„Meine Frage ist: Stimmt das was ich oben genannt habe, das ich den Rest mit meinem Bruder noch teilen muss. Oder muß ich ihm die 50.000,- € auszahlen?
Stimmt das das immer jedes Jahr ein zehntel von der geschenkten Summe, (100.00,- €)
abziehen kann ?"

Sie müssen in diesem Fall nicht mit Ihrem Bruder teilen.

Im Einzelnen: Ihre Frage spielt offensichtlich auf den Pflichtteilsergänzungsanspruch an. Dieser ist in § 2325 BGB geregelt. Nach dieser Vorschrift wird eine Schenkung des Erblassers zur Berechnung des Pflichtteils fiktiv wieder zum Nachlass hinzugerechnet. Diese Hinzurechnung geschieht so, wie Sie es oben dargestellt haben. Stirbt der Erblasser binnen eines Jahres nach der Schenkung, wird diese voll dem Nachlass hinzugerechnet, stirbt er binnen zwei Jahren nach der Schenkung, gibt es eine Anrechnung zu 90 % usw. Stirbt der Erblasser erst nach Ablauf von zehn Jahren seit der Schenkung, gibt es überhaupt keine Anrechnung mehr.

Voraussetzung ist aber, dass überhaupt ein Pflichtteilsrecht besteht. Dem ist hier nicht so, da ja der Bruder nach dem Testament der Mutter die Hälfte von deren Vermögen erbt. Diese Quote entspricht genau dem, was er auch als gesetzlicher Erbe bekommen würde (vorausgesetzt, es gibt keine weiteren Geschwister und keinen Ehemann der Mutter mehr). Insofern hat der Bruder als Miterbe zur Hälfte schon dem Grunde nach gar keinen Pflichtteilsanspruch. Wenn es aber schon keinen Pflichtteilsanspruch gibt, dann gibt es auch keinen Pflichtteilsergänzungsanspruch. Der Bruder hat also keinen Anspruch darauf, irgendwie an dem 100.000 € beteiligt zu werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 18.11.2014 | 16:38

1 Frage noch,

ich habe noch einen Halbbruder Väterlicher seits,

Spielt das für mich hier noch eine Rolle ?

MfG,

Nachfrage vom Fragesteller 18.11.2014 | 16:38

1 Frage noch,

ich habe noch einen Halbbruder Väterlicher seits,

Spielt das für mich hier noch eine Rolle ?

MfG,

Nachfrage vom Fragesteller 18.11.2014 | 16:47

Guten Tag !

Ist es für meine obengenannte Angelegenheit relevant,
das ich noch einen Halbbruder habe, väterlicher Seits.

Bitte um Beantwortung meiner Frage !
Vielen DANK !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.11.2014 | 18:32

Kurz und bündig: Nein.

Der Halbbruder väterlicherseits wäre weder gesetzlicher Erbe nach der Mutter noch wäre er pflichtteilsberechtigt. Er hat in der Sache keine Ansprüche, mangels Verwandtschaft mit der Mutter hat er mit dem Sachverhalt gar nichts zu tun.


Mit freundlichen Grüßen,

Lars Winkler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 18.11.2014 | 16:21


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FRAGESTELLER 18.11.2014 5/5.0
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