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Schenkung von Anlagevermögen


26.10.2004 09:41 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Zum 31.12.2004 wird mein Vater den Großteil seines Unternehmens aufgeben. Das Unternehmen wird nicht aufgegeben, sondern nur auf ein Minimum reduziert. Er hat es als Einzelunternehmung geführt.
Gleichzeitig gibt es eine GmbH, in die ich ab Juni als GF einsteigen werde. Die GmbH arbeitet in der gleichen Branche und ist wirtschaftlich eng mit dem Unternehmen meines Vaters verstrickt. Die GmbH wurde von meinem Bruder gegründet.
Bis Juni werde ich ab Januar parallel ein Unternehmen in der Dienstleistungsbrache als Einzelunternehmung gründen.

Im Zuge der Reduzierung der Unternehmens meines Vaters, wird er meinem Bruder und mir Teile des Anlagevermögens mit einem bilanziellen Wert von ca. 700.000 Euro schenken (Maschinen). Grund und Boden will unser Vater noch behalten.

1 Frage: Wird die Schenkung nach dem bilanziellen Wert oder nach dem Verkehrswert vollzogen? (der Verkehrswert ist wesentlich höher, so dass zahlreiche stille Reserven vorhanden sind)?

2. Frage: Kann ich die ab Januar mir gehörenden Werte (Maschinen) in eine Gesellschaft als AV einbrinden, ohne die stillen Reserven aufzudecken?

3. Kann ich die unter zwei gehörenden Werte auch in eine Gesellschaft in der Schweiz einbringen?

4. Macht es Sinn, nur die Maschinen zu schenken, und nicht das ganze AV, vor dem Hintergrund der wahrscheinlichen Neubewertung des BVerfG der Erbschafts- & Schenkungssteuer vor allem bei Immobilien?

5. Ist es möglich über die jeweils 205.000 Euro Freibetrag, den Unternehmensfreibetrag i.H.v. 256.000 Euro zu bekommen, denn es handelt sich doch eigentlich nicht um eine Unternehmensfortführung?
Die genaue Beantwortung Ihrer Fragen setzt eine genaue Kenntnis sowohl der Einzelheiten des Transaktionsvorgangs wie auch der jeweiligen steuerlichen Situationen voraus, was in einem öffentlichen System wie FeA nur schlecht möglich ist, hier ist gerade in einem solchen Fall wie dem Ihren eine fundierte Beratung durch einen versierten Steuerberater oder einen Fachanwalt für Steuerrecht erforderlich. Gleichwohl einige erste Leitlinien zu Ihren Fragen:

1.
Ob der Verkehrswert oder der Buchwert zugrunde zu legen ist, hängt von der konkreten Ausgestaltung der Transaktion ab. Wird nur einfach eine Maschine geschenkt, ist der Verkehrswert zugrunde zu legen, allerdings kann die Übergabe auch so gestaltet werden, daß nur die Buchwerte anzusetzen sind.

2.
Ja. Eine Einbringung ist (allerdings abhängig von der konkreten Gestaltung) sowohl zum Buchwert wie auch zum Verkehrswert wie auch zu einem (beliebigen) Zwischenwert möglich. Zu welchem Wert die Maschine von Ihnen als Gesellschafter in eine Gesellschaft eingebracht wird, obliegt in weitem Umfeld Ihnen.

3.
Ja, allerdings ist dann im Regelfall der Verkehrswert maßgebend, die stillen Reserven also aufzudecken. Je nach Gestaltung kann dies aber auch vermieden werden.

4.
Wie die Neuregelung der Immobilienbewertung bei Schenkungen aussehen wird, ist derzeit noch nicht absehbar, allerdings ist wohl davon auszugehen, daß sich die schenkungsteuerliche Bewertung weiter an den Verkehrswert annähern (also im Regelfall steigen) wird.

5.
Auf der Grundlage Ihrer derzeitigen Planung nicht.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 26.10.2004 | 12:01

Sehr geehrter Herr Meisen,

besten Dank für Ihre rasche Antwort. Ich hätte noch ein paar kleine ergänzende Fragen.

zu Punk 1) Wie müsste grob gesagt die Voraussetzungen aussehen, damit eine Maschine nach dem Buchwert übergehen kann?

zu Punkt 3) Wie müssten für einen Übergangn nach der Schweiz die Voraussetzungen sein, damit keine stillen Reserven aufgedeckt werden?

zu Punkt 4) Würden Sie empfehlen, noch im Jahre 2004 auch Grund und Boden zu verschenken?

zu Punkt 5) Würde nur die Schenkung des gesamten Unternehmens (Gesamten Aktiva, Passiva) den Freibetrag von weiteren 256.000 Euro zzgl. Reduktion um 40% rechtfertigen oder gibt es auch andere Möglichkeiten, nur Teile übergehen zu lassen und trotzdem diese Freibeträge auszuschöpfen.

Besten Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.10.2004 | 12:21

1.
Z.B. durch die Übertragung eines Teilbetriebs anstelle der einzelnen Maschine. Oder Ihr Vater legt die Maschine bei Ihnen gegen Beteiligung ein und überträgt Ihnen später die Beteiligung.

3.
z.B. wenn in die Schweizer Unternehmung nicht die Maschine, sondern die Beteiligung an einem dt. Unternehmen eingelegt wird. (evtl. auch steuerlich sinnvoll: Maschine verbleibt in einer dt. "Leasinggesellschaft" und wird an die Schweizer vermietet).

4.
Im Regelfall ja. Allerdings muß jeweils die konkrete Situation beachtet werden.

5.
Der Freibetrag setzt eine Betriebsaufgabe voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

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