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Scheidungsantrag nicht Wahrheitsgemäß


| 28.11.2008 22:53 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto



Hallo,

der Scheidungstermin steht am 2.12 fest und ich hätte eine Frage ob ich mir ein Nachteil (für zB Unterhaltszahlungen für Frau und Kind, oder sonstige kosten) einfange werde, wenn im Scheidungsantrag ich ALLEIN als Schuldige für die fehlgeschlagene Ehe protokolliert bin.

Meine Frau hat eine Anwältin , ich aber aus kostengründen nicht. Wir hatten vereinbart, dass wir die kosten teilen werden.

Meine Frau hatte mich in 2006 mit ihrem Arbeitskollegen betrogen. Als ich das erfuhr, hatte ich per Email eine zuneigung zu einer anderen Frau gefunden.
In 2007 hatte meine Frau die Scheidung eingereicht. Ihre Anwältin hatte in dem Scheidungsantrag nur protokoliert, dass ich eine Affäre mit einer anderen Frau hätte. Das meine Frau mich betrogen hat, steht nichts geschrieben. Ich habe das damals so unterschrieben, da Ihre Anwältin mir sagte, das habe nur ein Formellen Aspekt für eine zerrüttete Ehe und ich habe keine Nachteile daraus.
Es geht nur um einen Grund für die Scheidung.

Jetzt steht der Scheidungstermin vor der Tür und bin mir unsicher ob ich den Antrag so wie er jetzt steht "Ich allein bin schulding" unterschreiben soll oder sollte ich besser darauf bestehen, dass auch weil meine Frau mich betrogen hatte, ich mich auch scheiden möchte.

Welche Nachteile habe ich, wenn in einem Scheidungsantrag nur steht, dass ich der Grund für die zerrütette Ehe bin?
Soll ich darauf bestehen, dies jetzt noch nachträglich und so kurzfristig zu korrigieren?


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Ich beantworte Ihre Anfrage auf der Basis des geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

An Hand der geschilderten Daten und des Umstandes, dass Sie bislang anwaltlich nicht vertreten sind, ist davon auszugehen, dass es sich um eine einverständliche Scheidung handelt, bei der beide Parteien davon ausgehen, dass die Ehe zerrüttet ist und beide eine Wiederherstellung der ehelichen Gemeinschaft nicht mehr beabsichtigen.

Der Richter wird im Termin beide Parteien fragen, ob die Daten, insbesondere die behauptete Zeit der Trennung stimmen und ob der ernsthafte Wunsch nach einer Scheidung besteht. Solange und soweit beide Parteien dies bestätigen, reicht dem Richter dies aus, um die Zerrüttung der Ehe und damit die Scheidungsvoraussetzungen festzustellen.

Wer wann wen betrogen oder warum ein außereheliches Verhältnis angefangen hat, ist für ihn bei dieser Sachlage nicht von Bedeutung.
Sie haben natürlich bei Ihrer Anhörung die Gelegenheit, diese Umstände vorzutragen, so dass dadurch gewährleistet ist, dass der Richter davon Kenntnis bekommt. Ihre Aussage wird sinngemäß auch protokolliert.

Ihnen erwachsen daher aus dem Vortrag der Rechtsanwältin Ihrer Frau in der Antragsschrift keine Nachteile, weder bei der Kostentragung, noch beim Unterhalt.

Wenn Sie selber einen Scheidungsantrag stellen wollen, müssen Sie sich ebenfalls anwaltlich vertreten lassen, allein können Sie dies nicht tun.

Sollten Sie allerdings weiterhin derartige Bedenken und Befürchtungen,haben, ist es vielleicht doch für Sie besser, sich anwaltlich vertreten zu lassen, wobei Sie natürlich dessen Kosten tragen müssen.


Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 28.11.2008 | 23:57

Noch eine einige Frage. Danke für die ausführliche beantworteten Fragen.

Die Scheidungsunterlage die ich und meine Frau erhält nach der Scheidung, steht darin, dass ich der schuldige für die zerrüttete Ehe war? Ich will nicht, dass mein Sohn später in 20 Jahren das in die Hand bekommt und ihm eine Lüge gezeigt wird. Was steht in dem papier das ich und meine Frau bekommen im bezug auf die Schuldfrage?

Danke Ihnen nochmals für die Antworten. Sie haben mir sehr viel weitergeholfen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.11.2008 | 00:15

Es wird überhaupt nicht mehr über die Frage der Schuld an dem Scheitern der Ehe entschieden, weil das Schuldprinzip schon seit Jahren aufgehoben worden ist. Es kommt für eine einverständliche Scheidung nur darauf an, ob die Ehe zerrüttet ist.

Zur Frage der Schuld wird daher nichts im Urteil stehen, Sie können da unbesorgt sein.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 29.11.2008 | 00:10


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