Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
462.554
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Scheidung wer bestellt, bezaht? Wohngeld beantragen Einschätzung


| 02.01.2017 21:38 |
Preis: 55,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ein freundliches Hallo an die Herren und Damen RAE,

Ich bin nach einer sehr kurzen Ehe im Jahr 2012 von meinem Ehemann weg. Ich bin Rentnerin (€ 800.-) mit einem Hailbwaisenkind (17, Schüler HW- Rente € 38.-).

Miete warm plus HZG, Strom, GEZ, Telefon zahle ich jedes Monat € gesamt 915.-.
Hinzu kommt noch der eigentliche Lebensunterhalt, den ich mir seit 2012 bis jetzt hälftig mit € 350.- von meiner Mutter leihen ließ, die andere Hälfte trug ich von meinen Ersparnissen und Kindergeld.

Ab Februar bin ich aber absolut pleite. Ab Februar muss ich mir dann monatlich € 700.- von meiner Mutter leihen lassen.

Im Dezember 2017 allerdings bekomme ich eine LV ausbezahlt, die € 30.000.- bringen wird. Von der ich dann alle aufgelaufenen Leihgaben sofort zurück zahlen werde.
Der gesamte Leihbetrag beziffert sich von 2012 bis Dezember 2017 auf € 23.000.- an meine Mutter.
Meine Mutter hat mir oft Bargeld gegeben oder mir Geld aufs Girokonto überwiesen. Es ist somit alles absolut korrekt nachweisbar.
Von einem Freund habe ich mir des Öfteren Hunderter- Beträge geliehen, was immer per Leihquittung geschah.
Das sind bis jetzt gesamt € 4000.- (Nachhilfe, Führerschein für meinen Sohn, KFZ- Steuer, Versicherung, Reparaturen für Focus 16 Jahre alt.

Nach allen Rückzahlungen bleiben mir dann hoffentlich noch 3.000.-, wenn nicht noch irgend etwas dazwischen kommt.

Mein Noch- Ehemann hat Netto € 1800.- und keine Unterhaltsverpflichtungen. Sein Dispo ist aber rein wegen Luxus- Käufen auf über 5000.- hochgejubelt.


Wir sind uns in diesem Punkt aber Gott sei Dank einig, daß es zu keinerlei gegenseitiger Forderungen bei Scheidung kommen wird und er ist auch bereit, einen gemeinsamen Anwalt zu nehmen. Doch merke ich, "zwickt" er bei den Kosten gewaltig.

Ich habe aber absolut keine Lust, mein allerletztes Geld alleine in eine Scheidung stecken zu müssen weil ja ich diejenige bin, die sie einreicht.

Trennungsunterhalt forderte ich damals nicht.


Wie sollte ich am Besten vorgehen bzw. was sollte ich unternehmen, daß Er sich auch an den Kosten beteiligen muß, nicht nur ich.
----------------------------------------------

Und kann ich nach quittierter/ überwiesener Rückzahlungen aller Schulden im Jan. 2018 dann Wohngeld beantragen oder kann mir das Wohnungsamt irgendwie einen Strick drehen (Datenabgleich) wobei ich alle Rückzahlungen explizit nachweisen kann?



Ein Gruß, ein Dank und Ihnen ein Gesundes Neues Jahr 2017!!!




Sehr geehrte Ratsuchende,

die Gerichtskosten der Scheidung würden geteilt werden, d.h. jede Partei wird die Hälfte der Gerichtskosten tragen.

Anders sieht es bei den Rechtsanwaltskosten aus.

Hier gibt es keine gesetzliche Möglichkeit, Ihren Mann an diesen Kosten zu beteiligen.

Der Anwalt vertritt nur Sie als Antragstellerin, daher sind Sie auch allein der Zahlungsschuldner für die Anwaltsgebühren.

Eine "Doppelvertretung" ist nicht zulässig und gibt es auch nicht, auch wenn man immer wieder liest, dass ein Anwalt beide Ehepartner bei der Scheidung angeblich vertreten soll.

Ein Anwalt vertritt immer nur eine Partei!

Möglich ist nur eine vertragliche Vereinbarung mit Ihrem Mann.

Weigert er sich, kömmt diese Möglichekit aber dann nicht in Betracht.

Aber wenn alle Schulden bezahlt worden sind, kommt die Verfahrenskostenhilfe für Sie in Betracht.

Diese kann bei Einreichung der Scheidung beantragt werden.

Bewilligt das Familiengericht dann diese Hilfe, müssen Sei weder den Anwalt noch die hälftigen Gerichtskosten tragen. Das würde dann die Staatskasse übernehmen.

Wohngeld werden Sie dann nach Ihrer Schilderung beantragen können.

Auch Ihnen ein frohes neues Jahr.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 03.01.2017 | 09:43

Ein großer Dank an Sie Frau Sylvia True- Bohle!

Eine klitzekleine Nachfrage habe ich- ich hoffe das geht für Sie in Ordnung:

Muß man bei Verfahrenskostenhilfe als 49- jährige EU- Rentnerin komplett pleite sein oder gibt es in meinem Fall ein Schonvermögen- die Rede ist von € 3000.-.

Ich grüße Sie und wünsche Ihnen noch alles Gute!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.01.2017 | 10:00

Sehr geehrte Ratsuchende,

der Schonbetrag beträgt derzeit noch 2.600,00 €, wird sich aber voraussichtlich zum 01.04.2017 erhöhen. Sie müssen also nicht komplett pleite sein.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 03.01.2017 | 11:09


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Alle Fragen/ Bedenken wurden von Frau RAin True- Bohle vollumfänglich sowie für mich als Laien auch sehr gut verständlich beantwortet. Deshalb 5 mal 5 Sterne. Vielen herzlichen Dank Ihnen!"