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Scheidung - gemeinsamer Haus-Kredit und alleiniger Grundbucheintrag


| 21.09.2017 20:54 |
Preis: 40,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo, ich habe eine Frage wegen Scheidung, Kredit (Haus) und Grundbucheintrag.

Fakten:
- Hauskreditvertrag zu je gleichen Teilen 2011
- Grundbucheintrag nur ich (Ehefrau), da das Haus 1999 von mir, meinem 1. Ehemann und einen Eltern gebaut wurde
(2. Ehemann besitzt noch eine ETW, nur er steht dort im Grundbuch und Kreditvertrag)
- Heirat 2014 (Zugewinngemeinschaft)
- wir sind uns über alles einig, nur nicht über die Höhe des Trennungsunterhaltes.
- alleinige Kreditübernahme Ehefrau 4/2019 (wir hatten bereits ein Bankgespräch)

Mein 2. Mann und ich lassen uns scheiden.
Ich stehe alleine im Grundbuch, weil ich das Haus mit meinem ersten Mann und meinen Eltern zusammen gebaut habe. Nach der ersten Scheidung wurde ich alleinig ins Grundbuch übernommen und wollte auch den Kreditbertrag auf mich alleine übernehmen. Die Bank stellte sich quer und verlangte, dass mein jetziger Mann sich 50:50 beteiligt. Also haben wir das so gemacht.

So. Jetzt lässt er sich wieder scheiden. Wir haben keine gemeinsamen Kinder und sind uns auch über alles einig, es wird alles so aufgeteilt, wie es vorher war. Ich übernehme den Kreditvertrag 4/2019 alleine (dieses Datum, weil da die Raten runter gehen und die Bank einverstanden ist, dass ich ihn mit meinem Einkommen da dann alleine übernehmen kann).
2. Ehemann zieht im Frühjahr 2018 aus.

Ich möchte den Trennungsunterhalt haben, der mir zusteht (laut einem einmaligen Beratungsgespräch bei einer Anwältin an die 600 Euro).
Er möchte aber nicht mehr als 250.- TU zahlen, ansonsten droht er mir, er lässt sich ins Grundbuch eintragen, da er ja auch im Kreditvertrag steht, würde das gehen, dann gehört ihm ein Hausanteil und ich müsste ihn auszahlen.....

Wir haben normale Zugewinngemeinschaft, auf die wir eigentlich einvernehmlich verzichten wollten....

Zudem verlangt er, dass ich auf die Rentenanwartschaft verzichte, das möchte ich aber nicht. Dann wieder seine Drohung mit dem Grundbucheintrag.

Meine Frage nun:
Kann er das so einfach machen, nur weil er im Kreditvertrag mit eingetragen ist? Ohne meine Zustimmung?
Kann ich gezwungen werden, meine Zustimmung dazu geben, sonst muss er keinen Trennungsunterhalt zahlen?




21.09.2017 | 21:50

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Ohne Ihre Einwilligung kann sich Ihr Mann nicht als Miteigentümer eintragen lassen. SIe sind nach Ihrer Schilderung alleinige EIgentümerin. Damit ist Ihre Bewilligung erforderlich, damit er als Eigentümer oder Miteigentümer eingetragen werden kann.

Der Kreditvertrag hat damit nichts zu tun.

Er kann allenfalls den Zugewinnausgleichsanspruch geltend machen, falls Sie im Laufe der Ehe einen höheren Zugewinn erwirtschaftet haben als er. Das ist aber nur ein reiner Zahlungsanspruch, der mit dem Eigentum am Haus nichts zu tun hat.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


Nachfrage vom Fragesteller 21.09.2017 | 22:02

vielen Dank, Ihre Antwort beruhigt mich sehr.
Da es bei uns so ist, wie bei vielen, hat er monatlich 1000 Euro netto mehr Einkommen als ich, deshalb nehme ich an, dass der Zugewinnausgleich nicht zu seinen Gunsten ausfallen würde.

Zugewinn wird ja erst ab Ehe 2014 gerechnet (nicht ab Kreditvertrag 2011), ... was am Haus abbezahlt worden ist in diesen 3 Ehejahren, ist dem gleichzusetzen, was an seiner Eigentumswohnung ebenfalls abbezahlt worden ist, denke ich. Somit würde sich das auf ein paar Euro gegenrechnen, hoffe ich.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.09.2017 | 22:28

Sehr geehrte Fragestellerin,


Ihre Überlegungen zum Zugewinn klingen plausibel. Allerdings kann ich ohne genaue Zahlen natürlich von hier aus nicht beurteilen, wer von Ihnen möglicherweise einen Zugewinnausgleichanspruch haben könnte.

Die Drohung bezüglich der Immobilie scheint mir jedoch eher ein Erpressungsversuch zu sein. Lassen Sie sich gegebenenfalls anwaltlich beraten, damit Sie abschätzen können, ob es sinnvoll und zielführend ist, Ihre Ansprüche auf Trennungsunterhalt und Versorgungsausgleich weiter zu verfolgen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 23.09.2017 | 06:24


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 23.09.2017
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Frau Holzapfel hat eine sehr schnelle und sehr nette und verständliche Antwort gegeben.


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