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Scheidung der Eltern


06.11.2014 21:43 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo

meine Eltern wollen sich jetzt scheiden lassen (gesetzlicher Güterstand).
Meine Mutter hat meinen Vater betrogen! Diese Woche ist es aber aufgefolgen. Sie gibt es auch alles zu. Wir sind 3 Kinder.
Kind 1 (26)
Kind 2 (24)
Kind 3 (17)
Jetzt möchte meine Mutter genau die Hälfte von allem. Grund, Haus und Wald.

Das würde aber meinen Vater in den finanizell ruin treiben.
Können wir als Kinder jetzt auch schon vorzeitig unser ERBE oder einen anteil einfordern.
Sodas meine Mutter nicht die Hälfte bekommt, sonder nur einen Prozentsatz??

(Ic, 24 Jahre alt, bin rechtschutzversichert) Anwalt nehmen?

Danke für die Antwort

Eingrenzung vom Fragesteller
06.11.2014 | 21:55
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das geht leider nicht. Wäre so ein Deal möglich, würde jeder, bei dem eine Scheidung ansteht, schnellstmöglich sein Vermögen an seine Kinder (oder andere Personen) übertragen, damit der (Ex-)partner leer ausgeht, BGH Urteil vom 28.10.2011, V ZR 212/10.

Wenn Ihr Vater Ihnen jetzt alles übertragen würde, so dass Sie z. B. jeweils ein Drittel seines Vermögens bekommen (und so auch im Grundbuch stehen), und er damit im Zeitpunkt der Scheidung (Zustellung des Scheidungsantrags an Ihre Mutter) quasi kein Vermögen mehr hat, weil Ihnen als Kinder alles gehört, dann hat er absichtlich sein Vermögen geschmälert. Dies wird durch § 1375 Abs. 2 Nr. 3 BGB sanktioniert.
Hinzugerechnet wird seinem Endvermögen nämlich das, was er „in der Absicht vorgenommen hat, den Ehegatten zu benachteiligen". Erlaubt sind Schenkungen an Sie, die sich im angemessenen Rahmen bewegen (= Ausstattung), siehe § 1375 Abs. 2 Nr. 1 BGB. Eine Ausstattung ist eine Zuwendung, die von einem Elternteil seinem Kind mit Rücksicht auf seine Verheiratung oder die Erlangung seiner selbstständigen Lebensstellung zur Begründung oder zur Erhaltung der Wirtschaft oder der Lebensstellung zuwendet wird. Die Verheiratung oder die Erlangung einer selbstständigen Lebensstellung muss in Aussicht stehen bzw. bereits in greifbare Nähe gerückt sein. Ist dies von den Eltern noch nicht zu überschauen, ist die Zuwendung aber keine Ausstattung.

Somit, auch wenn Sie als Kinder (später)erbberechtigt sind, führt das nicht dazu, dass Sie jetzt Ihr Erbe bekommen können, ohne dass das nicht angreifbar wäre. Das ginge nur, wenn Ihre Mutter das so akzeptieren würde und dann Ihren Anspruch auf Zugewinn nicht geltend macht.

Wenn Sie Sorge haben, dass Ihr Vater durch die Auszahlung an Ihre Mutter „ruiniert" wird, so gibt es die Möglichkeit, dass die Ausgleichsforderung gestundet wird, § 1382 BGB.

Einen Anwalt zu Rate ziehen, ist Aufgabe Ihres Vaters. Es ist seine Scheidung, für die Sie sich nicht verantwortlich fühlen sollten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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