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Scheidung bzw. Gültigkeit der Ehe


25.08.2007 18:23 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit 2002 verheiratet und es scheint so als ob die Ehe so
nicht mehr weitergehen kann. Warum und wie auch immer, tut ja auch nichts zur Sache. Aus dieser Ehe geht auch ein Kind mit mittlerweile 9 Monaten hervor.
Meine Frau hat 1999 durch Antrag auf Einbürgerung die deutsche
Staatsbürgerschaft bekommen. Sie hatte natürlich um die deutsche Staatsbürgerschaft erlangen zu können, ihre alte, die Türkische
abgeben müssen. Das tat sie auch, machte jedoch den Fehler im Jahr 2000 erneut die türkische Staatsbürgerschaft zu beantragen und anzunehmen. Das ging bis 2005 gut, wurde jedoch von den deutschen Behörden aufgedeckt. Somit hatte Sie die deutsche Staatsbürgerschaft also automatisch mit Annahme der Türkischen
verloren, somit bereits im Jahr 2000.
Meine Frage ist nun folgende:
Als ich meine Frau 2002 heiratete, ist das Standesamt natürlich
davon ausgegangen das meine Frau die deutsche Staatsbürgerschaft
besaß. Ist diese Ehe deswegen evtl. ungültig, da meine Frau ja zu diesem Zeitpunkt faktiv nur die türkische Staatsbürgerschaft besaß ?
Wie ist in so einem Fall zu entscheiden bzw. gibt es dazu
bereits Urteile oder gültige Rechtssprechung ?
Ich möchte hier nicht als Rassist (bin selber türkischer Abstammung) oder als Übervorteiler dastehen. Ich möchte mich nur über meine Möglichkeiten informieren, da ich vermute sonst ausgenommen zu werden wie eine Weihnachtsgans.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
25.08.2007 | 20:19

Antwort

von


72 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Informationen sowie Ihres Einsatzes erlaube ich mir, Ihre Frage wie folgt zu beantworten:

Bis auf sehr wenige Ausnahmen, den Fällen der so genannten „Nichtehe“, ist grundsätzlich von einer wirksamen Eheschließung auszugehen. Ein solcher Fall der Nichtehe ist Ihrem Sachverhalt allerdings nicht zu entnehmen. Dies wäre etwa der Fall, wenn die Ehe nicht von einem Standesbeamten geschlossen worden wäre oder wenn zum Zeitpunkt der Eheschließung Gleichgeschlechtlichkeit vorgelegen hätte. In einem solchen Fall (und nur dann) ist die Ehe als von Anfang an nicht bestehend anzusehen.

Es ist somit von einer vollwirksamen Ehe auszugehen.

Vollwirksame Ehen können allenfalls auf Antrag nachträglich aufgehoben werden, wenn Sie fehlerhaft sind.

Die Staatsangehörigkeit eines Ehegatten für sich ist dabei kein Faktor, der eine Fehlerhaftigkeit begründet; Sollte Ihre Ehefrau zum Zeitpunkt der Eheschließung tatsächlich nicht die Deutsche Staatsbürgerschaft besessen haben, kommt allenfalls ein Verstoß gegen die Vorschrift des § 1309 BGB in Betracht, d.h. dem Fehlen eines Ehefähigkeitszeugnisses durch die innere Behörde des Auslandsstaates.

Allerdings kann dies lediglich ein Ehehindernis für die Eheschließung darstellen. Eine trotz dieses Formfehlers geschlossene Ehe ist dennoch als vollwirksam zu erachten.

Darüber hinaus ist dieser Fehler nicht in der Vorschrift des § 1314 BGB aufgeführt, der die Gründe für die nachträgliche Aufhebung einer Ehe abschließend aufführt.

Es ist in Ihrem Fall somit nach allen Gesichtspunkten von einer gültigen und Wirksamen Ehe auszugehen, die auch nachträglich nicht aufhebbar ist.


Ich hoffe, Ihnen mit der Antwort weitergeholfen zu haben.

Bitte beachten Sie, dass anhand der zur Verfügung stehenden Informationen lediglich eine erste Einschätzung erfolgen konnte. Für eine umfassende Beratung ist Ihnen die weitere Beauftragung eins Rechtsanwaltes zu empfehlen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen hierfür auch weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen



Christian Grema
Rechtsanwalt

_____________
Christian Grema
C-G-W Rechtsanwälte

Postfach 1543
76605 Bruchsal

Tel.: (07251) 392 44 30 (24h)
Fax.: (07251) 392 44 31

Internet: www.c-g-w.de
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Rechtsanwalt Christian Grema

ANTWORT VON

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